altaltDie neuen FIDE-ELO Zahlen sind da. Die Mai-Auswertung ist immer besonders interessant, sind doch die Mannschaftsmeisterschaften der 1. und 2. Bundesliga und der Landesliga ausgewertet. Entsprechend hat es bei fast allen Spielern kleinere oder größere Bewegungen nach oben oder unten gegeben. Ed Rozentalis (Bild links) hat David Baramidze, der praktisch gleich geblieben ist wieder überholt und führt die Klubliste des SK Hohenems mit 2617 Punkten wieder an. Robert Jedlicka (Bild rechts) war mit 0 auf 2135 der Senkrechtstarter dieser Wertungsperiode. Milan Novkovic gehört wieder dem Klub der 2400-er an und hat wie Valery Atlas einen spürbaren Zug nach oben entwickelt. Georg Fröwis (40 Partien) und Milan (38) haben am intensivsten gespielt. Die meisten Punkte (50) seit der letzten Auswertung dazugewonnen hat Laslo Nussbaumer, empfindliche Verluste hinnehmen mussten Georg Fröwis und Dmitry Atlas.

Um 16 Punkte auf 2670 verbessert hat sich die österreichische Nummer 1 Markus Ragger. Er hat damit fast seinen Allzeithöchststand vom Mai 2011 (2674) wieder erreicht. Markus ist derzeit an 83. Stelle der Weltrangliste bei den Männern. Eva Moser als Nr. 1 der österreichischen Damen hat mit 2469 neuen persönlichen ELO-Rekord erzielt, ist damit an 5. Stelle der Top-Spieler/innen Österreichs und an 26. Stelle der Weltrangliste bei den Frauen. Valery Atlas hat sich in die Top 10 Österreichs (10. Rang) zurück gekämpft.   

Magnus Carlsen (2835) ist die Nummer 1 der Welt geblieben, gefolgt von Levon Aronian (2825) und Vladimir Kramnik (2801). Diese drei Spieler haben mehr als 2800 ELO Punkte. Weltmeister Viswanathan Anand liegt mit 2791 auf Rang 4, sein Herausforderer bei der am 10. Mai beginnenden Schachweltmeisterschaft in Moskau, Boris Gelfand mit 2727 gar nur auf Rang 20. 

 

altaltGünter Amann hat beim ChessBase 25 Composing Tourney den ersten und zum Drüberstreuen auch noch den dritten Preis gewonnen. Juror GM Dr. John Nunn wählte seine Komposition AT021 zur besten unter den 73 eingereichten mit den Worten: "eine großartige Studie bei der ich keinen Moment zögerte, den 1. Preis zu vergeben". Den Artikel (in Englisch) sowie die Vorstellung der ersten vier Ränge und deren Lösungen gibts auf www.chessbase.com. John Nunn erklärt dabei allgemein, was eine Studie wertvoll macht, insbesondere die Bedeutung der ersten einleitenden Züge. Bei Günter Amanns Siegerstudie gefällt dem englischen Großmeister besonders die natürliche Ausgangsposition, das beiderseitige dynamische Spiel und die taktischen Finessen mit den beidseitigen Versuchen mit Damenopfern zum Ziel zu Kommen. Wer sich schon öfters mit Günter Amanns Studien befasst hat weiß, dass nicht nur dass Matt sondern oft auch das Patt thematisiert wird. Wer die Studien selbst lösen möchte sollte sich ausreichend Zeit dafür reservieren. Geduld ist ebenfalls Grundvoraussetzung, denn an einem Abend ist das selbst für starke Spieler kaum zu machen.

Günter Amanns Leistungen auf dem Gebiet der Schachkomposition sind inzwischen Weltklasse. Dieser erste Preis ist die Krönung seines bisherigen Schaffens. 

altDie Bundesligasaison 2011/12 ist zu Ende. Für Hohenems war es die siebzehnte in ununterbrochener Reihenfolge. Grund genug, ein paar Fragen zu stellen und sich zu überlegen, wie es weiter gehen soll. Aus Vereinsmeiers Sicht, aber vielleicht auch aus der Überlegung, was denn die österreichische Schachszene von dieser Bundesliga hat.

Eins scheint klar zu sein. Die österreichische Schachbundesliga hat von ihrer Anziehungskraft nichts, aber auch gar nichts verloren. Seit gestern steht fest, dass mit Absam, Husek Wien und Union Ansfelden drei bestens bekannte Teams die Rückkehr ins Oberhaus geschafft haben. Husek und Ansfelden sind ehemalige Meisterteams, Absam konnte sich bisher meist nur ein, zwei Saisonen halten, doch dürfte kein anderer österreichischer Verein so oft der Versuchung erlegen sein, es wieder einmal "oben" zu versuchen. Mit Zwettl und Feffernitz konnten sich zuletzt zwei Neulinge halten. St. Veit hat bereits seine dritte Saison überstanden und schickt sich an, in den Kreis der Etablierten aufzurücken. Die sechs Platzhirsche, die scheinbar durch gar nichts von ihren saftigen Weidegründen in der Bundesliga zu vertreiben sind, belegten denn auch die Ränge 1 bis 6 in der eben abgelaufenen Meisterschaft: Meister Baden, Jenbach, Wulkaprodersdorf, Fürstenfeld, Maria-Saal mit Österreichs Nummer 1, Markus Ragger (Bild rechts) und Hohenems.  

Die wichtigsten Fragen, die sich aufdrängen sind:

  • Verdient das starke Geschlecht eigentlich zurecht diese Bezeichnung, nachdem die Männer in der Bundesligasaison 2011/12 keine 50 % zusammen gebracht haben?
  • Muss man sich um die Österreicher in der Bundesliga wirklich solche Sorgen machen, nachdem Spieler dieser Föderation immerhin am zweit häufigsten eingesetzt wurden und dabei beinahe 100 Punkte einstreifen konnten?
  • Stimmt es, dass Vereine die keine oder kaum österreichische Spieler einsetzen sich größter Abstiegsgefahr aussetzen?

alt44 Teilnehmer machten sich am vergangenen Samstag trotz bestem Sommerwetter auf nach Höchst um in 7 Runden den Sieger im 3. Rudolf Hollenstein-Gedenkturnier zu ermitteln. Die Favoritenrolle lag bei IM Robert Kreisl vom SK Maria-Saal, doch setzte ihm die junge Vorarlberger Garde sehr stark zu. Fabian Matt (SK Wolfurt) gewann 6 Partien und remisierte gegen Robert Kreisl was zum Turniersieg reichte, nachdem der für SK Maria-Saal spielende Steirer ein weiteres Remis gegen Dr. Helmuth Koch abgab. So gesehen haben nicht nur die Vorarlberger Jugendspieler sondern auch die Senioren starke Akzente gesetzt. Unterstrichen wird das auch durch die Ränge 5 von Helene Mira (Bregenz) und 9 durch Günter Dellanoi (Höchst). 

Und die Hohenemser? Einen guten 10. Rang in dem beachtlich starken Teilnehmerfeld erreichte Emilian Hofer mit 4,5 Punkten aus 7. Punkten. Auf ebenso viele Punkte und Rang 13 kam Sergiy Yakovlyev. Sergiy ließ damit so manchen arrivierten Landesligaspieler hinter sich. Gute Mittelfeldplätze (17. und 18.) mit je 4 aus 7 belegten Kurt Kaufmann und Patrick Nussbaumer. Etwas weniger gut wie sonst lief es diesmal für Julian Kranzl mit 3/7 und Rang 32.

Rudl hätte jedenfalls seine Freude gehabt beim Anblick der vielen Jugendspieler. Fast die Hälfte des Teilnehmerfeldes war jünger als 18 Jahre. Auf dem Siegerfoto von links nach rechts: Günter Dellanoi vom veranstaltenden Klub SK Höchst, IM Robert Kreisl (2.), Fabian Matt (1.) und Luca Kessler (3.)

Ergebnisse

altaltNicht mit dem erwarteten Sieg des favorisierten Teams des BG Dornbirn sondern des BG Feldkirch Rebberggasse (u.a. mit Michael Kuhn und Maximilian Hofer) endete der Hauptbewerb (Unterstufengymnasien und VMS). Immerhin die Einzelwertung gewann mit Julian Kranzl (Bild links) ein Spieler des BG Dornbirn. Zum Bundesschulschachfinale fahren aber die Feldkircher.

Auch im Oberstufenbewerb blieb dem BG Dornbirn nur der zweite Rang. Hier hat sich mit der HTL Dornbirn (u.a mit Luca Kessler, Fabian Matt und Kai Medwed) allerdings der Favorit durchgesetzt. Eine sehr starke Leistung bot Laslo Nussbaumer (Bild rechts) vom Team des des BG Dornbirn. Nach Siegen gegen Kai Medwed und einem Remis in der Schlussrunde gegen Luca Kessler sicherte sich Laslo den dritten Rang in der Einzelwertung (nach Fabian Matt und Luca Kessler).

Bei den Volksschülern gab es bei 11 Teams Rang 9  für die Volksschule Hohenems-Markt. Die VS Dornbirn Oberdorf wird Vorarlberg beim Bundesfinale vertreten. Beste Spielerin der VS Hohenems-Markt war Alexa Nussbaumer mit Rang 9 (5/7) in der Einzelwertung. Carmen Platisa erreichte 3,5 Punkte aus 7 Partien. Die anderen (alles Erst- und Zweitklässler) spielten erst ihr zweites Turnier und mussten diesmal noch mit hinteren Rängen vorlieb nehmen.

In der Kategorie Nachwuchs siegte das BG Feldkirch Rebberggasse. Diese Schule eroberte damit zwei Titel. Ergebnisse der Schülerliga Schach 2012:Landesbewerb Vorarlberg:

OberstufeHauptbewerbVolksschuleNachwuchs