Das an der kroatischen Adriaküste, zwischen Zadar und Split gelegene Sibenik ist vom 31. Mai bis 8. Juni Gastgeber des Mitropacups 2012. Bei den Herren treten 10, bei den Damen 8 Mannschaften an. Georg Fröwis spielt dabei erstmals für Österreich. Unter der Führung von David Shengelia tritt diesmal ein sehr junges Herrenteam an. Robert Kreisl (SK Maria-Saal), Andreas Diermeier und Peter Schreiner (beide SK Feffernitz) sind die weiteren Spieler im Kader. Realistischerweise wäre für Österreich ein 7. Rang bereits ein Erfolg, die Mannschaften Frankreichs, der Slowakei und der Schweiz sind in etwas gleich einzuschätzen. Favoriten sind Ungarn, Slowenien und Kroatien.
Bei den Damen geht mit Julia Novkovic, Anna-Lena Schnegg und Annika Fröwis diesmal eine "Westauswahl" an den Start. Für das Damenteam sind am ehesten die Tschechinnen, Slowakinnen und auch die Deutschen in Reichweite. Die Italienerinnen sind Favorit Nr. 1 auf den Sieg im Damenturnier.
Auf der Veranstalterseite werden Liveübertragungen sowohl für Herren wie Damen angekündigt. Die Runden beginnen täglich ab 15.00 Uhr, am Schlusstag um 09.00 Uhr.
Die Schachweltmeisterschaft, die Staatsmeisterschaften U12/U14 und andere Umstände ermöglichten, dass in Leutasch heuer einmal Spieler aus der zweiten und dritten Reihe für Hohenems um Punkte streiten durften. Mit Andreas Voß, der für ein paar Monate sein Praktikum in Vorarlberg absolviert und Sergiy Yakovlyev waren auch zwei Leutasch-Neulinge dabei. Schon öfters ein Gastspiel beim "härtesten Mannschafts-Schnellschachturnier der Welt" gaben Stefan Huchler und der Berichterstatter.
Obwohl Andreas in der Vorrunde auf Brett 1 mit plus 2 (8,5 aus 15) mit einem Top-Ergebnis aufwarten konnte, langte es für die Mannschaft auf Grund der mäßigen Leistungen der anderen nur zur Finalgruppe D. Es stellte sich heraus, dass wir in dieser Gruppe aber bestens aufgehoben waren. Der Sonntagvormittag blieb uns für ein ausgiebiges Frühstück und eine Wanderung entlang der Leutascher Ache zur Leutascher Fischerei wo uns Stefan, Vorstandsmitglied des Fischereivereins Hohenems den Unterschied zwischen Saibling, Bach- und Regenbogenforelle erklärte. Nach einem Fischessen zu Mittag gestaltete sich dann die Punktefischerei im D-Finale recht erfolgreich. Zumindest Reinhard (10 aus 14), Sergiy (5,5) und Stefan (8) konnten sich gegenüber der Vorrunde deutlich steigern. Lediglich Andreas (8,5) hatte subjektiv das Gefühl, nicht ganz die Leistungen des Vortags erreicht zu haben. Mit dem 6. Rang von 15 Teams wurden wir dann bei der Siegerehrung sogar noch mit einem kleinen Präsent verabschiedet.
Gerhard Neurauter brachte sein 30. Turnier in gewöhnt souveräner Art und Weise über die Bühne. Sicherlich ist es trotz der harten Konkurrenz auch dem sehr familiären Charakter der Veranstaltung und der Disziplin aller Teilnehmer zu verdanken, dass es bei 3600 Partien praktisch keinen einzigen ernsthaften Streitfall gab. Gerhard kündigte an, dass dies sein letztes Turnier als Cheforganisator war, die Fortsetzung des Turniers ist aber nach den Worten von Bürgermeister Thomas Mössmer gesichert. Turniersieger in der Finalgruppe A wurde die Mannschaft aus Erfurt vor Austria Mix mit den IM`s Diermeier, Kreisl und Fröwis sowie FM Dietmayer-Kräutler. Georg Fröwis gewann die Brettwertung auf Brett 3 und entzückte das Publikum in seiner Partie gegen den Donaustädter Kay Hansen mit einem seltenen Doppelspringermatt, nachdem der Wiener es verpasste, seinen Tempobauern im richtigen Moment los zu werden.
Diesmal hat´s geklappt. Mit deutlicher Mehrheit haben die Kollegen der anderen Bundesligaklubs bei der Kommissionssitzung vom vergangenen Samstag in Linz unserer Bewerbung für die Startrunden vom 2. bis 4. November 2012 zugestimmt. Austragungsort wird der 2011 wiedereröffnete und vollständig renovierte Löwensaal im Zentrum von Hohenems sein. Wir bemühen uns derzeit um ein attraktives Rahmenprogramm unter dem Motto "Zusammenführen von Nachwuchs- und Spitzenschach". Die Partien der 12 Bundesligaklubs und eines Teambewerbs für Jugend-Regionalauswahlen (so er denn zustande kommt) werden live übertragen, die Zuseher vor Ort und zu Hause vor den PC Bildschirmen sollen voll auf ihre Rechnung kommen. In einem Nebenraum des Hauptsaals wird eine Auswahl der Partien live mit kommentiert und per LIVE-Stream zusammen mit den Partien ins Internet gestellt. Karl Theny hat damit heuer bereits in Wien erste gute Erfahrungen gesammelt. Er wird auch für eine möglichst reibungslose Übertragung aus Hohenems sorgen. Die Gegner von Hohenems in den ersten drei Runden: Absam, Feffernitz und Ansfelden. Hier die Auslosung aller Runden.
Die Runden 4 bis 7 finden vom 17. bis 20. Jänner 2013 in Graz und die Schlussrunden vom 21. bis 24. März in St. Veit/Glan statt. Bei den Live-Übertragungen gibt es eine kleine Änderung. Diese beginnen künftig zeitgleich mit dem Spielbeginn, für die letzten fünf Züge gibt es keine Engine-Bewertung. Diese Maßnahme soll unerlaubter Hilfestellung vorbeugen, ist doch die Übertragung im unmittelbaren Umgebungsbereich des Spielortes ja auch für Spieler und Coaches zu empfangen. Keine Änderung gibt es bei der 30-Zügen Regel (Verbot einer Remis-Vereinbarung) und bei der Anwesenheitspflicht bei Spielbeginn. Mehrere Teamchefs haben zwar Kritik an der Null-Toleranz-Regelung vorgebracht und wünschen sich eine gewisse Lockerung, die Zuständigkeit liegt allerdings beim ÖSB. Nachdem nur Landesverbände Anträge beim ÖSB stellen können haben die Bundesligavereine hier wenig Spielraum. Der LV Wien soll angeblich einen Antrag vorbereiten. Die BL-Vereine der 1. und 2. Bundesligen können ihr Anliegen bei ihren Landesverbänden vorbringen. Um eine Änderung herbeizuführen wird eine Mehrheit der Landesverbände dahinter stehen müssen.
Der SK Hohenems sieht sich als Vertreter Vorarlbergs in der höchsten Spielklasse und wird künftig noch stärker als bisher darauf achten, den besten Spielern unseres Verbandes die Chance zu bieten, sich in der Königsklasse zu präsentieren und zu bewähren. Wir freuen uns daher sehr, drei Jahre nach dem Einstieg von Georg Fröwis, für die Bundesligasaison 2012/13 das Debüt von Luca Kessler, einem weiteren großen Vorarlberger Talent ankündigen zu können. Luca Kessler hat zuletzt vor allem beim Zürcher Weihnachtsopen für Furore gesorgt. Jedenfalls ist er dort mit seinen Leistungen schon den Redakteuren von ChessBase aufgefallen, siehe Bilder und Partien.
Georg Fröwis hat zu seiner Topform vom vergangenen Sommer zurück gefunden. Nach einer doch etwas längeren Durststrecke mit eher enttäuschenden Leistungen klappte es diesmal wieder sehr viel besser. Mit 6,5 Punkten aus 9 Partien und einer ELO-Performance von 2443 bewegt sich Georg wieder in Richtung 2400-er Grenze. Seine stärkste Leistung in diesem Turnier war wohl das Schwarzremis gegen Fürstenfeld-Legionär GM Imre Hera. Die einzige Niederlage kassierte er gegen Turniersieger GM Sebastian Bogner.
Die Hohenems-Jugend konnte sich heuer nicht besonders in Szene setzen. Emilian Hofer, Vincent, Leon und Patrick Nussbaumer erzielen alle je 3,5 Punkte aus 9 Partien. Das ergab Plätze zwischen Rang 76 und 84. Während Emilian und vor allem Patrick mit ihrer Performance doch recht deutlich über ihrer ELO-Zahl blieben, lagen Vincent und Leon darunter.
Das Turnierergebnis bedeutet somit für IM Georg Fröwis, Emilian Hofer und Patrick Nussbaumer durchaus Rückenwind für die bevorstehenden Bewerbe. Georg Fröwis spielt vom 30. Mai bis 8. Juni im kroatischen Sibenik beim Mitropacup für die österreichische Auswahl. Emilian Hofer und Patrick Nussbaumer sind zusammen mit Julian Kranzl und Alexa Nussbaumer sowie weiteren 6 jungen Vorarlberger/innen bei den Österreichischen U12/U14 Staatsmeisterschaften vom 26. - 29. Mai in Tschagguns am Start. (Bild: Georg Fröwis bei einer seiner Partien in der Bundesliga)
Luca Kessler, Neuling im Hohenemser Bundesligateam 2012/13 blieb mit 5,5/9 und Rang 24 ziemlich genau im Rahmen der Erwartungen hatte allerdings drei GM's als Gegner, wobei er GM Vladimir Sergeev schlagen konnte. Ebenfalls auf 5,5 Punkte kamen einige weitere Vorarlberger Spieler: Rainer Bezler (Lustenau, Rang 17), Heinz Grabher (Wolfurt, Rang 18), Dr. Harald Pöttinger (Bregenz, Rang 20) sowie die Nachwuchsspieler Felix Bahl (Wolfurt, Rang 25) und Fabian Matt (Wolfurt, Rang 29). Genau 100 Spieler/innen beendeten das Turnier.
Beim Senioren-Open gewann der für den SK Feffernitz spielende GM Vladimir Okhotnik mit deutlichem Vorsprung. Eine beachtlich starke Leistung gelang dem Lustenauer Erich Peterlunger mit 5,5/9 und Rang 9. Auch Hans Rigg (SV Lochau) blieb mit 5/9 und einer ELO-Performance von 2088 deutlich über den Erwartungen.
30. Int. Liechtenstein Open 2012 Seniorenopen
Der weitaus älteste Schachklub der Region feiert sein 150-jähriges Bestandsjubiläum. Das Gründungsjahr des Schachklubs St. Gallen ist das Jahr 1862. Auf dem Schachthron saß damals noch der Preuße Adolf Anderssen. Wilhelm Steinitz spielte 1862 gerade sein erstes internationales Turnier in London anlässlich der damaligen Weltausstellung und belegte den geteilten Rang 5 und 6. Sieger: Adolf Anderssen. Vier Jahre später, 1866, kam es wiederum in London zum Aufeinandertreffen der beiden damals stärksten Spieler der Welt. Steinitz gewann in dem erbittert geführten Gefecht ohne ein einziges Remis mit 8 : 6. Erstmals wurden dabei mechanische Schachuhren verwendet. Interessant, diese Partien heute anzuschauen. Natürlich kann man sie nicht mit jenen der derzeit in Moskau stattfindenden Weltmeiterschaften zwischen Anand und Gelfand vergleichen. In 150 Jahren hat sich das Schach gewaltig weiter entwickelt. Generationen von Schachspielern haben an der Ausarbeitung von Varianten gefeilt, Eröffnungs- Mittelspiel- und Endspieltechnik perfektioniert. In den letzten drei Jahrzehnten spielte der Computer eine immer wichtigere Rolle. Die Gründungsmitglieder des SK St. Gallen werden nicht desto trotz die Partien Anderssen's und Steinitz' auch ohne Computer und Internet studiert haben, davon können wir ausgehen. Steinitz galt ab dem Londoner Wettkampf 1866 als stärkster Spieler der Welt. Von da an bis zur Gründung des SK Hohenems vergingen nochmals 60 Jahre. Das lässt uns Hohenemser doch ein wenig in Ehrfurcht erschaudern. Herzliche Gratulation SK St. Gallen zum 150-er !
Der SK St. Gallen bei dem mit Milan Novkovic, Emilian Hofer, Leon, Laslo und Vincent Nussbaumer auch einige unserer Mitglieder regelmäßig an Mannschaftswettkämpfen der Schweizer SMM, SGM oder des Teamcups teilnehmen feiert den Anlass am Sonntag, 8. Juli 2012 mit einem Schnellschach-Open.