altUnsere Schachfreunde vom SV Jedesheim haben vom 25. 8. bis 2. 9. im Vöhlinschloss Illertissen (Bild Stadtarchiv Illertissen) die diesjährigen Württembergischen Meisterschaften mit umfangreichem Rahmenprogramm durchgeführt. Unter anderem gab es eine Schachfigurenausstellung "World of Chess", ein Schach-Seminar mit GM Artur Jussupow, ein Schachkino und vieles mehr. Das Meisterturnier gewann Andreas Reuß vor seinem Klubkollegen von den Schachfreunden Stuttgart Jaroslaw Krassowizkij. Dritter wurde Dimitrij Anistratov vom veranstaltenden Verein der Schachabteilung des SV Jedesheim. (16 Teilnehmer/9 Runden)

Am Kandidatenturnier beteiligen sich 18 Spieler. Emilian Hofer trat für seinen deutschen Verein, den SV Jedesheim an und belegte nach 9 Runden den sehr guten dritten Rang. Es gewann Werner Schweigert (SV Leutkirch) vor Arnd Mayer (SV Jedesheim). Emilian gewann 4 Partien, remisierte 4 mal und musste sich nur dem Turniersieger geschlagen geben. Er ist damit für das Meisterturnier 2013 qualifiziert.

Detaillierte Informationen inklusive aller Partien bietet der Schachverband Württemberg auf seinen Seiten an.

Schachabteilung des SV Jedesheim

 

altEine grandiose EM mit 1173 Teilnehmern aus 46 Ländern ging gestern in Prag zu Ende. Österreich stelle 17 Teilnehmer, davon drei aus Vorarlberg. Patrick Nussbaumer (B12) und Luca Kessler (B16) vom SK Hohenems erzielten solide 4,5 Punkte aus 9 Partien und holten damit exakt 50 % der möglichen Punkte. Für Patrick bedeutete dies gegenüber der Startrangliste eine Verbesserung, der 82. Rang von 151 Teilnehmern ist für ihn daher ein großer Erfolg. Luca Kessler hingegen dürfte sich wohl deutlich mehr erwartet haben. Bis zur 6. Runde ließ der Zwischenstand von 4 Siegen bei 2 Niederlagen noch auf ein gutes Gesamtergebnis hoffen, doch in den restlichen 3 Runden lief dann nicht mehr viel zusammen. Lediglich ein halber Zähler kam noch dazu, Luca fiel damit in der Tabelle auf Schlussrang 53 zurück.

Das beste Ergebnis aller österreichischen Teilnehmer gelang Annika Fröwis (Bregenz/Lustenau). Annika eroberte 6 Punkte und den 10. Gesamtrang in der Kategorie G18 (59 Teilnehmerinnen).

Russland stellte mit 186 Spielern das größte Kontingent und gewann mit 5 mal Gold, 3 mal Sílber und 2 mal Bronze auch mit Abstand die meisten Medaillen. Polen unterstrich mit 2 Goldmedaillen seine Stärke auch im Nachwuchsbereich. Die Schachnation Armenien kam auf eine Gold- und zwei Silbermedaillen. Insgesamt scheinen 17 Länder in der Medaillenstatistik auf. Die Dominanz der Osteuropäer ist nach wie vor erdrückend. Insgesamt haben die Österreicher mit einem Rang unter den ersten 10 (Annika Fröwis) sowie drei weiteren Top 20-Plätzen (Martin Christian Huber, Lukas Handler, Anna-Lena Schnegg) einen guten Eindruck hinterlassen, wenngleich da und dort der eine oder andere Traum von einer Spitzenplatzierung nicht in Erfüllung gegangen ist. 

Seite des Veranstalters mit allen Partien, Bildern und VideosErgebnisse

altEmilian Hofers letzter Auftritt in Mureck (er steigt 2013 in die Altersklasse U16 auf) verlief leider nicht nach Wunsch, von der Form in St. Veit war er weit entfernt. Dabei verlief das erste Drittel des Turniers durchaus vielversprechend. Besonders in Runde 3 konnte sich Emilian gegen seinen Jahrgangskollegen und oftmaligen Gegner bei Staatsmeisterschaften, den Steirer Martin-Christian Huber auszeichnen. Mit den schwarzen Steinen spielend hielt er lange dem weißen Dauerdruck stand und nutzte nach einer Ungenauigkeit Hubers elegant die Chance zu einem Dauerschach. Zwei Remis, eines davon gegen die Nummer 1 des Turnieres, sowie 1 Sieg gegen den Schotten Wynne Stuart standen zu diesem Zeitpunkt zu Buche, beste Voraussetzungen eigentlich für den weiteren Verlauf des Turniers. Doch dann riss der Faden leider. Zwar gelangen in weiterer Folge nochmals 2 Gewinnpartien, eine davon, gegen den Bulgaren Kaloyan spektakulär aber doch glücklich, 4 mal musste Emilian jedoch seinen eigenen König umlegen. Besonders in den letzten beiden Partien gegen den Tschechen Tomas Ptacek und den Finnen Toni Pajunen dominierte Emilian zwar bis ins Mittel- bzw. Endspiel, hatte aber nicht mehr die Kraft, die sehr guten Stellungen zum Gewinn zu führen, im Gegenteil, beide Partien gingen völlig unnötigerweise sogar noch verloren, entweder durch grobes Übersehen (gegen den Finnen) oder das plötzliche Einlegen des Rückwärtsganges aus dominierender Stellung heraus. In der Partie gegen Ptacek spielte jedoch die beiderseitige Zeitnot in einem schwierigen Endspiel am Ende die entscheidende Rolle. In so einer Situation sind schon vielen Spielern die besten Stellungen aus den Händen geglitten, das darf auf keinen Fall zu streng bewertet werden. Ansonsten gilt die alte Fußballerweisheit "Tore die man selbst nicht schießt bekommt man" übertragen halt auch im Schach. Am Ende wurde es für Emilian der 24. Rang bei 40 Teilnehmern.

Ergebnisse und Partien EU 14 Mureck 2012 Special mit Fotoserien

 

altZum Abschluss des Schachcamps 2012 mit WIM Helene Mira und GM Philipp Schlosser in der Bregenzer Schachwerkstatt wurde auch heuer wieder das traditionelle Familienturnier gespielt. 17 Zweier-Teams davon 5 mit Hohenemser Beteilung spielten 7 Runden Schnellschach. Am Ende konnte sich das Duo EMilian Hofer (5,5) und Julian Kranzl (4) mit 9,5 Punkten um einen halben Zähler vor den Frasternazern, Josef Steinlechner und Utku Yilmaz (je 4,5) und den Schachtigern aus Wolfurt Notegger Peter (5) und Phil (4) durchsetzen. Die zweite rein Hohenemser Paarung Nussbaumer Laslo und Vincent landete wieder nur um einen halben Punkt dahinter auf Rang 4. Zum ersten mal dabei die Familie Platisa, die in dem sehr starken Feld immerhin 3 Punkte holte und nicht mit der roten Laterne nach Hause fahren musste. In der Hohenemser Papa-Wertung gewann klar Christoph Nussbaumer (4,5) vor Stephan Hofer (39 und Zeljko Platisa (2). 

Ergebnisse und Bilder auf der Seite der Schachwerkstatt 

 

Georg Fröwis beteiligte sich vergangene Woche beim HUSEK VIENNA OPEN, das mit 18 GM's und 18 IM's eine Topbesetzung aufwies. Er kam in 7 Runden auf 4,5 Punkte und verlor lediglich eine Partie gegen die Nr. 1 des Turniers GM Kiril Georgiev (BG). Den Turniersieg sicherte sich Markus Ragger mit 6/7 nach sehenswerten Leistungen.

Begonnen haben inzwischen auch die Schüler- und Jugendeuropameisterschaften in Prag. Nach 4 von 9 Runden haben Patrick Nussbaumer 2 und Luca Kessler 3 Punkte auf ihrem Konto. Luca Kessler hat sich nach der Niederlage in der ersten Runde wieder nach vorne gespielt. Seine Partie der 5. Runde gegen den Franzosen Gary Giroyan (2394) wird morgen ab 15.00 auf den LIVE-Brettern gespielt. 

 

altaltDer Nabel der Schachwelt befindet sich derzeit nicht unweit von Vorarlberg im schweizerischen Biel, ca. 230 km jenseits der Ländlegrenzen an der deutsch-französischen Sprachgrenze im Schweizer Kanton Bern. Wie jeden Sommer wird in Biel das Internationale Schachfestival mit Weltklassebeteiligung gespielt, heuer bereits das 45-zigste. Im Mittelpunkt des Interesses steht das Grandmasterturnier mit Magnus Carlsen (derzeit Nr. 1 der Welt), Wang Hao, Anish Giri, Hikaru Nakamura, Etienne Bacrot und Ersatzmann Victor Bologan, der für den erkrankten Alexander Morozevich eingesprungen ist. Aber auch das Meisterturnier mit mehr als 30 Int. Großmeistern hat es in sich.

Nachdem man im Hause Hofer die letzten Jahre das Großevent eher von der Ferne beobachtet hat, war es heuer soweit: Stephan und Emilian ließen es sich an diesem Wochenende nicht nehmen, die Kämpfe der Meisterspieler aus der Nähe zu beobachten. Das Bild links zeigt Hikaru Nakamura (USA) bei seiner samstägigen Partie (Runde 6) gegen Magnus Carlsen (NOR). In Führung ist 4 Runden vor Schluss der Chinese Wang Hao vor dem niederländischen Jungstar Anish Giri. Gezählt wird übrigens wie im Fußball, ein Remis bringt einen Punkt, ein Sieg aber gleich 3!

Am Sonntag, dann Emilians Premiere in Biel: selbst noch U14 Spieler, beteiligte er sich in der Kategorie U18 (Jahrgänge 1994-98) und sorgte bei diesem Schnellschachturnier (je 15 Minuten pro Partie) mit 6 Punkten aus 7 Partien für einen österreichischen Sieg, mit Sicherheit dem einzigen bei diesem Schachfestival, denn bei Durchsicht der Teilnehmerlisten machen sich österreichische Teilnehmer sehr rar. Während in den 80-er und 90-er Jahren für einzelne Spieler, vor allem aus Vorarlberg, Biel ein fixer Bestandteil des Sommerschachprogramms war, wird die Schweiz vermutlich auf Grund des extrem hohen Preisniveaus inzwischen gemieden. Auch Vorarlbergs Spieler konzentrieren sich auf die österreichische Schachopen-Szene, welche sich vorwiegend auf die östlichen und südlichen Bundesländer konzentriert. So ist Emilian (Bild rechts in der Mitte mit Siegerpokal) schon ab morgen bei den 10. EU Jugendmeisterschaften im steirischen Mureck am Start. Ein Turniersieg in Biel - auch in der Jugendklasse - ist jedenfalls etwas ganz besonderes und sollte Flügel wachsen lassen. Herzliche Gratulation und alles gute für Mureck! 

Jugendturnier BielGM-Turnier (mit Live-Übertragung)EU-Jugendmeisterschaften U14LIVE-Partien (ab 15.00 Uhr)