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Hatz auf wen ist die Frage. Ein ganz klarer Favorit ist nicht auszumachen, mit Zillertal, SIR Bernhard (Salzburg) und vielleicht auch Kufstein/Wörgl raufen sich drei Teams um den Titel, die alle schon Bundesliga 1-Luft geschnuppert haben, bei SIR und Kufstein liegt das erst ein paar Monate zurück. Während die Salzburger ihr Team zusammen halten konnten, hat Kufstein/Wörgl Kunin und Hertneck abgegeben. Bei Zillertal taucht neu der Name Votava auf. Sollte der tschechische GM öfters zum Einsatz kommen, dann werden auch die Tiroler ein gewichtiges Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden. Die eine oder andere Verstärkung geholt haben auch Rum (Wegener, Fedorovsky), Schwaz (Deglmann), Götzis (Raykhman), Hohenems (Breder, Kessler) und Bregenz (Serafimov, Graf). Ranshofen, Mozart Salzburg, Schwarzach und ASK Salzburg setzen auf Altbewährtes. Abgänge gab nicht allzu viele, in Summe ist die Liga vermutlich stärker als je zuvor.

Es ist also zu erwarten, dass die Teams bei den regionalen Auftaktrunden in Hohenems (Bregenz, Götzis, Hohenems, Ranshofen), Wörgl (Rum, Schwaz, Zillertal, Kufstein/Wörgl  und Salzburg (SIR, Mozart, Schwarzach und ASK) gleich ordentlich zur Sache gehen werden. Schonzeit wird es vermutlich nicht geben, denn wer den Start verpasst wird es im Laufe der weiteren Meisterschaft schwer haben. Die Meisterschaft der 2. Bundesliga-West 2012/13 verspricht eine hochinteressante zu werden. Es gibt zwei bis drei Titelanwärter aber auch fünf bis sechs starke und unberechenbare Jäger, denen die Favoriten jederzeit zum Opfer fallen können. Auch der Abstiegskampf ist offen. Platz 10 dürfte jedenfalls zum Hochrisikoplatz werden, den es zu vermeiden gilt. In der vergangenen Saison hat er bekanntlich nicht gereicht.

Die Regionalrunde Hohenems wird vom 5. - 7. Oktober 2012 im Pfarrheim St. Karl gespielt. Die Veranstaltung ist öffentlich und bewirtet. Zuseher sind herzlich willkommen.

altEinen neuen und interessanten Modus hat sich der ÖSB einfallen lassen. Die Jugend-Bundesländer-Meisterschaft wurde in einen Schnellschachbewerb umgewandelt. Die Teams bestehen aus 8 Spieler/innen, fünf Burschen U10, U12, U14, U16 und U18 sowie drei Mädchen U10, U14 und U18, wobei die Reihung bei der Aufstellung streng nach ELO zu erfolgen hatte. Das 9-rundige Turnier wird an einem einzigen Tag abgewickelt, gefolgt von den Einzel-Staatsmeisterschaften im Schnellschach tags darauf und den Einzel-Blitzstaatsmeisterschaften zum Abschluss am Sonntag, insgesamt ein kompaktes Angebot an Österreichs Schachjugend, das dann auch zahlreich angenommen wurde. Die Premiere gab es an diesem Wochenende in Mattersburg, bestens vorbereitet und durchgeführt von unseren burgenländischen Schachfreunden.

Vorarlberg schickte sein bestmögliches Team und zählte als drittgesetzte Mannschaft zu den Medaillenanwärtern. Nach 5 Runden und einem 5,5 : 2,5 Sieg gegen Vorjahrssieger Wien war die Mannschaft sogar verlustpunktfrei auf Rang 1. In Runde 6 hieß der Gegner Steiermark. Der Rekordsieger der BLJMM erwies sich allerdings auch heuer als unüberwindbare Hürde. Die klare 1,5 : 6,5 Niederlage warf das Team auf Rang 3 zurück, die Chance auf den Turniersieg war damit praktisch vorbei. In Runde 7 folgte überraschend eine weitere Niederlage gegen Oberösterreich, die jedoch für den Turnierausgang letztlich bedeutungslos war. Mit einem 5:3 Sieg zum Abschluss gegen Gastgeber Burgenland konnte der dritte Platz und die Bronzemedaille gesichert werden. Die beiden Hohenemser Patrick Nussbaumer und Emilian Hofer steuerten mit 5,5 Punkten aus 8 Partien bzw. 5/8 wertvolle Punkte zu diesem tollen Erfolg bei.

Bild von links nach rechts: Johann Glavanich vom Veranstalterteam, davor Matea Martic (Dornbirn, MU10), Marta Pilsan (Dornbirn, MU14), Annika Fröwis (Lustenau, MU18), Mag. Stephan Hofer (Team-Coach), davor Valentin Steger (Bregenz, BU10), Luca Kessler (Dornbirn, BU16), Emilian Hofer (Hohenems, BU14), Patrick Nussbaumer (Hohenems, BU12) und Fabian Matt (Wolfurt, BU18). 

Jugend-Bundesländer-Mannschaftsmeisterschaft 2012Fotos

 

altDie Vorarlberger Schachfans dürfen sich auf zwei besondere schachliche Leckerbissen freuen. Beide Veranstaltungen finden im neu renovierten Löwensaal in Hohenems statt. Vom 2. - 4. November gibt zunächst die 1. Bundesliga ein 3-rundiges Gastspiel. Fast acht Jahre gab es kein Bundesligaschach mehr in Vorarlberg, in Bälde ist es wieder soweit. Die 12 besten Vereinsmannschaften Österreichs kämpfen um die ersten Punkte in der neuen Saison. Gestern war Meldeschluss, die Kadermeldungen bringen keine allzu großen Überraschungen, die Bundesliga 2012/13 ist aber doch ein Stück stärker besetzt als in der vergangenen Saison. Der SK Hohenems konnte alle Spieler aus der Vorsaison halten, neu im Kader (sowohl 1. als auch 2. BL) sind IM Dennis Breder und Luca Kessler. Die Kader der 2. Bundesliga-West (Startrunden vom 5. - 7. Oktober 2012 im Pfarrheim St. Karl Hohenems - kleine Runde mit Bregenz, Götzis, Ranshofen und Hohenems 2) sind bereits online.

Etwas ganz besonders hat sich der Vorarlberger Schachverband und der veranstaltende Verein SK Hohenems für die 25. Schacholympiade für Schüler und Jugendliche einfallen lassen. Die Jubiläums-Olympiade wird ganz groß gefeiert werden! Symbolträchtig kehrt die 25. Olympiade an ihren Ursprungsort zurück. Mit 108 Teilnehmern starte am 27. Dezember 1988 die erfolgreichste Jugendturnierserie des Vbg. Schachverbandes am selben Ort, dem damals noch "alten" Löwensaal". Gespielt wurde bei der Premiere noch in einem 4-tägigen, gemeinsamen Turnier mit getrennten Wertungen in den Klassen U10, U12, U14, U16 und U19. Seither haben in 24 Olympiaden mehr 1000 Spieler teilgenommen. Mehr als 60 davon haben es in die ELO-Rating-Liste der FIDE, viele weitere zumindest in die österreichischen Wertungsliste geschafft. Wir schätzen, dass von denen die inzwischen das Alterslimit für eine Olympiade überschritten haben ca. 130 Spieler und Spielerinnen heute noch aktiv Turnierschach spielen. Genau für diese Gruppe wird es bei der 25. Olympiade einige besondere Gustostückerl geben. Zum einen wird eine All-Time-Best Olympia-Auswahl bestehend aus acht Spielern am 4. Jänner gegen niemand Geringeren als Österreichs Nr. 1 GM Markus Ragger (geboren im Geburtsjahr der Olympiade 1988 !) ein beinhartes Uhrenhandicap-Match spielen. Anschließend werden wir gemeinsam bei Live-Musik (Günter Amann & Friends) bis spät in den Abend gemeinsam "25 Jahre Schacholympiade" feiern. Für die meisten unter-40-jährigen Spieler Vorarlbergs war die Olympiade ja doch für einige Jahre ein guter und ständiger Begleiter und Impulsgeber. Als Draufgabe gibt's dann für alle (!) ehemaligen Teilnehmer früherer Olympiaden noch einmal die Gelegenheit Olympia-Feeling hautnah zu erleben. Am 5. Jänner steigt das Olympia-Nostalgieturnier als 7-rundiges Schnellschach-Turnier. Da heißt es dann nochmals für einen Tag bis zu 25 Jahre jünger werden und eintauchen in die eigene Schach-Vergangenheit, Freunde von damals treffen, Spaß haben.

Die Jubiläums-Olympiade dauert auf Grund des umfangreichen Programms einen Tag länger als bisher. Die Gruppe U8 spielt zwei Tage, U10, U12 und 14 spielen drei Tage, womit ausreichend Bedenkzeit und gute Turnierschach Bedingungen garantiert sind. Ab sofort wird eine Vorabinfo über dieses schachsportliche Highlight bei allen Jugendveranstaltungen verteilt. Bis zu den Bundesligarunden Anfang November ist dann der Veranstaltungs-Flyer mit allen Details fertig. Auf dieser Web-Seite werden auch immer wieder aktuelle Informationen über die bevorstehende Jubiläums-Olympiade aber auch schöne Erinnerungen an die 24 vergangenen Olympiaden zu finden sein.

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altStarker Auftritt der Hohenemser Jugendspieler/innen beim 28. Int. Jugendturnier in Schaan. Aydan Bas verpasste zwar die Titelverteidigung in der Mädchenklasse, sicherte sich aber mit 6 Punkten hinter Juliane Halwachs (SK Rankweil) den zweiten Platz. Dritte wurde nach einem starken Finish Alexa Nussbaumer mit 4,5 aus 7. Carmen Platisa kam mit 4 Punkten auf den 7. Rang und eroberte damit zusammen mit Alexa und Aydan den Sieg in der Teamwertung vor Rankweil.

In der Klasse U14 waren mit Vincent und Patrick Nussbaumer sowie Julian Kranzl und Tunahan Bas vier Spieler aus Hohenems  in dem 35-köpfigen Teilnehmerfeld an Start. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus. Es siegte Nguyen Nam-Khang vor Dario Bischofsberger beide aus der Schweiz vor Julian Kranzl und Patrick Nussbaumer, wobei Julian nur durch die Drittwertung hauchdünn die Nase vorne hatte. Patrick remisierte in der Schlussrunde gegen den Turniersieger und hätte bei einem Sieg selbst das Turnier gewonnen. Nicht in die Titelentscheidung eingreifen konnte Vincent Nussbaumer, er landete mit 4 aus 7 (Rang 17) im Mittelfeld. Tunahan Bas kam mit 3 Punkten auf den 23 Rang. Die Teamwertung wurde ganz klar eine Beute des SK Hohenems vor Aschaffenburg-Schweinheim und Sprengschach Wil.

In der Klasse U18 konnten Leon Nussbaumer und Emilian Hofer ziemlich genau ihre Startränge behaupten. Leon schlug in der letzten Runde seinen Teamkollegen Emilian Hofer und sicherte sich mit 5 aus 7 Rang 4. Emilian fiel durch die Niederlage auf Rang 8 zurück (4 aus 7). In der Teamwertung machte sich natürlich das Fehlen eines dritten Spielers bemerkbar, trotzdem wurde der dritte Platz nur um einen halben Zähler verfehlt.

Das Turnier war für Patrick Nussbaumer und Emilian Hofer auch eine gute Vorbereitung für die in zwei Wochen stattfindende Bundesländermeisterschaft im Schnellschach sowie den österreichischen Einzelschnellschach- und Blitzmeisterschaften der Jugend in Mattersburg.

U10U14U18Mädchen 

altDie erstmalige Einberufung ins österreichische Nationalteam anlässlich der 40. Schacholympiade in Istanbul war mit Sicherheit der Höhepunkt in der bisherigen sportlichen Karriere von Milan Novkovic. In der selben Turnierhalle mit Schachgrößen wie Kramnik, Grischuk, Gelfand, Aronian, Ivantschuk oder Nakamura zu spielen ist ja schon eine besondere Auszeichnung. Leider kam die österreichische Mannschaft nie in den gewünschten Rhytmus. Außer Martin Neubauer fand trotz guter Leistungen in einzelnen Partien niemand ganz zu seiner Normalform. Österreichs Parade-GM Markus Ragger konnte die zuletzt beim Husek-Open in Wien gezeigte Topform nicht mit nach Istanbul nehmen und tat sich besonders in den ersten fünf Runden mit nur 2/5 sehr schwer. Am Schluss standen für Markus mit 5,5 aus 11 genau 50 % zu Buche. Plus-Ergebnisse erreichten GM Stefan Kindermann(5 aus 9) und David Shengelia (6,5/11). Ebenfalls deutlich im Plus mit 5/7 und über den Erwartungen spielte Martin Neubauer. Die besten Leistungen gelangen dem Team gegen Mexiko (2,5:1,5) sowie gegen die etwa gleichwertigen Teams aus Island und Bosnien-Herzegowina (jeweils 2:2).

Bild: Milan auf Brett drei in der Begegnung der 5. Runde gegen Costa Rica. In dieser Partie gelang ihm ein wichtiger Sieg zum 2,5 : 1,5 Endstand für Österreich. Milan kam mit je 2 Siegen, 2 Remis und 2 Niederlagen auf genau 50 % (3 Punkte aus 6 Partien). 

Sehr erfreulich war das Ergebnis des ohne IM Eva Moser angetretenen österreichischen Frauenteams. Julia Novkovic (SK Dornbirn) übernahm die große Herausforderung auf Brett 1 und zeigte mit 4 Punkten aus 8 Partien eine sehr gute Leistung. Ein Highlight war der Sieg gegen WGM Eva Kulovana, womit dem österreichischen Team ein Sensationssieg gegen Tschechien gelang. Ihr Debüt bei einer Schacholympiade gab die erst 14-jährige Tirolerin Anna-Lena Schnegg. Sie erreichte passable 4/9 und schlug einige deutlich höher eingestufte Gegnerinnen. Veronika Exler (5/10), Anna-Christina Kopinits (6/10) und Katharina Newrlka (4/7) komplettierten das Team und hinterließen trotz der einen oder anderen unglücklichen Niederlage durchweg einen guten Eindruck.

Bei den Herren setzte sich Armenien nach Turin (2006) und Dresden (2008) zum dritten mal den letzten 6 Jahren die Krone auf. Zweiter wurde Russland. Der Topnation jagt nun schon seit 10 Jahren vergeblich einem Olympiasieg hinterher. Bronze sicherte sich das Siegerteam aus dem Jahre 2010, Ukraine. Endrang für Österreich (Startnummer 36):  41

Bei den Frauen konnte Russland dank eines 4:0 in der Schlussrunde gegen Kasachstan den Titel aus dem Jahre 2010 (Chanty Mansiyisk) verteidigen. Zweiter wurde wie schon vor zwei Jahren China. Der letzte Olympiasieg der Chinesinnen liegt damit auch schon 8 Jahre zurück. Dritter wie bei den Männern wurde die Ukraine. Österreich (Startnummer 43) erreichte den 37. Rang.

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