altIm Kurzentrum Bad Vöslau / Niederösterreich werden morgen Samstag 27. Okt. (ab 15.00 Uhr) die Blitz-Staatsmeisterschaften und am Sonntag die Schnellschach-Staatsmeisterschaften 2012 durchgeführt. IM Georg Fröwis und Luca Kessler sind für beide Bewerbe gemeldet. Die weiteren Vorarlberger am Start sind Julia Novkovic (Dornbirn) und Annika Fröwis (Bregenz).

Die Schnellschach-Staatsmeisterschaften werden in 9 Runden Schweizer System entschieden und von Karl Theny live übertragen.

Knapp eine Woche vor Start der Bundesliga in Hohenems (Löwensaal 2. - 4. November 2012) treffen sich Österreichs Spitzenspieler, um die letzten beiden noch zu vergebenden Meistertitel dieses Jahres zu ermitteln. In beiden Bewerben ist GM Markus Ragger der Topfavorit. GM David Shengelia, Siegi Baumegger, Eva Moser, Christian Weiss, Mario Schachinger, Andreas Diermair, Robert Kreisl, Georg Fröwis und anderre werden natürlich versuchen, ihm das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Blitz-STM 2012Schnellschach-STM 2012LIVE-Übertragung Schnellschach (So ab 11.00 Uhr)

altaltGefeiert werden durfte heute im Hause Nussbaumer: geschwisterliche Doppelsiege in dieser Form sind auch in der Jugendschachszene recht selten. Alexa (9 Jahre) lag vor der letzen Runde noch auf Platz 2 und hatte gegen den mit 4 aus 4 bis dahin führenden Timo Kranz anzutreten. Alexa hatte 3,5 Punkte auf dem Konto, der Turniersieg war nur bei einem vollen Erfolg möglich. Alexa bewahrte Ruhe und Übersicht und konnte die Partie tatsächlich gewinnen. Timo Kranz (SK Götzis) belegte den zweiten Platz, Jannick Sonderegger (SK Rankweil) kam ebenfalls mit 4/5 auf Rang drei. Mit Carmen Platisa hatte Hohenems ein zweites Mädchen am Start. Carmen erspielte sich 2 Punkte.

In der Jugendgruppe wurde mit längerer Bedenkzeit an zwei Tagen gespielt. Patrick Nussbaumer als Nummer 1 der Teilnehmerliste spielte von Anfang an konzentriert auf den Turniersieg und landete auch einen Sieg nach dem anderen. Vor der letzten Runde hatte er bereits einen ganzen Punkt Vorsprung. Patrick wurde in der letzen Runde von Utku Yilmaz (von Gastgeber Frastanz) voll gefordert und hatte am Ende auch das nötige Glück um auch diese Partie noch zu gewinnen und mit 5 Punkten aus 5 Partien einen lupenreinen 100 %-Turniersieg zu erzielen. Patrick hat am Sommercamp (mit GM Philipp Schlosser) teilgenommen, hat die Europameisterschaften und die Bundesländer-Jugendmeisterschaften erfolgreich gespielt. Eine spürbare Verbesserung seiner Spielstärke war schon länger zu beobachten. Der Turniersieg in Frastanz war eine Bestätigung. Auf den Plätzen landeten Bogdan Piskaykin (Friedrichshafen) und Alexander Gerold (Rankweil).

Für den zweiten Hohenemser Teilnehmer, Julian Kranzl, lief es am Samstag noch optimal (2/2). Am Sonntag riss der Faden dann aber leider fast vollständig. Lediglich 1 Remis kam noch dazu, der 11. Rang wird aber sicher Ansporn sein, bei künftigen Turnieren wieder weiter vorne mitzumischen. 

Ergebnisse:SchülerJugend

 

altDieser Schnappschuss stammt vom freitägigen Bewerbspiel in der Vorarlberger B-Klasse Unterland SK Dornbirn 3 - SK Hohenems 4. Auf Brett 4 kam es zur Begegnung Alexa Nussbaumer (Hohenems) - Werner Berktold (Dornbirn). Der Altersunterschied der beiden Kontrahenten betrug satte 78 Jahre! Alexa ist 9 Jahre jung und steht erst am Anfang einer hoffentlich langen Schachlaufbahn. Hr. Berktold zeigte am Schachbrett mit seinen 87 Jahren noch immer gute Übersicht und vor allem etwas längere Ausdauer als seine junge Herausforderin.

Nach wechselhaftem Spiel mit anfänglichen deutlichen Vorteilen für Alexa setzte sich im Endspiel doch die Erfahrung durch. Werner Berktold hat das Schachspiel übrigens erst mit 65 Jahren erlernt und spielt seither mit Begeisterung in der Vorarlberger Mannschaftsmeisterschaft mit. Er nimmt auch regelmäßig an den Vorarlberger Senioren-Meisterschaften teil. Alexa wurde heuer Zweite bei den Österreichischen Meisterschaften in der Mädchenwertung U9 und bekam für ihr Spiel von Herrn Berktold ein dickes Lob.

Hand aufs Herz liebe Sportsfreunde. Welche Sportart hat mehr zu bieten?

Chess rules!     Yeah!

 

altaltDas Bundesligakarussell dreht sich nach halbjähriger Pause endlich (oder schon?) wieder. Drei für unser Team in der 2. Bundesliga-West recht aufschlussreiche Runden sind gespielt. Die Meisterschaft beginnt mit einem klassischen Fehlstart. Bregenz setzt gegen uns wie erwartet die beiden Neuzugänge Serafimov und Graf ein, was ein Match auf Augenhöhe erwarten lässt. Mit vier internationalen Meistern sowie Marco Baldauf und Luca Kessler spielen auf Hohenemser Seite fünf Spieler die auch regelmäßig eine Liga höher zum Einsatz kommen. Nach ca. 3 Stunden Spielzeit sieht das ganze noch recht vielversprechend aus. Die einzige schlechter stehende Stellung von Marco Baldauf gegen Henryk Dobosz endet nach einer Zugwiederholung remis. Die anderen 5 Partien stehen zumindest gleich bis leicht besser, Georg Fröwis hat einen Mehrbauern und die klar bessere Stellung. Doch dann nimmt die Sache überraschend einen ganz anderen und nicht voraussehbaren Lauf. Milan Novkovic verliert in seiner Partie gegen Alfred Weindl den Faden und wird von Schwarz brutal ausgekontert. Auf Brett 6 gibt es das Duell der beiden derzeit besten Vorarlberger Jugendspieler, Fabian Matt (Bregenz) und Luca Kessler (Hohenems). Luca gelingt es ein besser stehendes Endspiel überzeugend zu gewinnen und den Wettkampf auf 1,5 : 1,5 zu stellen. Während Guntram Gärtner ein passives Turmendspiel gegen Rainer Bezler mühelos zum Remis führt geben die Stellungen von Georg Fröwis und Valery Atlas zunehmend Grund zur Sorge. Immer im Bemühen ein vorzeitiges Remis zu vermeiden weicht Georg klaren Remisfortsetzungen immer wieder aus und landet irgendwann prompt in einer schlechteren Stellung, die dann sogar verliert. Auf Brett 1 bei Atlas - Serafimov passiert ähnliches. Der längere Zeit vorhandene, spürbare weiße Vorteil schwindet zunehmend dahin und endet in einem für Schwarz vorteilhaften Turmendspiel welches der bulgarische Neuzugang der Bregenzer überzeugend in ein Endspiel Dame gegen Turm verwandelt. Die schlechte weiße Königsstellung und die sehr knappe Bedenkzeit entscheiden die Partie rasch. Bregenz gewinnt 4:2.

Tags darauf steigt dann auch Neuzugang Dennis Breder erstmals für Hohenems in den Ring. Dennis trägt seine Partie gegen Ranshofens GM Zoltan Medvegy in überzeugender Manier vor und lässt dem Favoriten nie die Chance auf aktives Gegenspiel. Echte Gewinnversuche gibt es allerdings auch von seiner Seite nicht, das Remis legt den Grundstein zum späteren knappen Hohenemser 3,5 : 2,5 Sieg. Georg Fröwis und Johann Webersberger, beide in der Wiener Betriebsliga für die TU Wien aktiv,  einigen sich sehr früh auf ein Remis. Alle anderen Bretter machen Druck und wollen die Auftaktniederlage vergessen machen. Am Ende wird es knapp, sehr knapp und es braucht sogar eine Portion Glück. Zunächst findet Dovzik doch noch einen Weg, die schlechter stehende Partie gegen Milan Novkovic durch Zugwiederholung auszugleichen. Dann schwindet der Vorteil von Dmitry Atlas gegen Norbert Frühauf dahin und kann nur durch ein Missgeschick des Ranshofners noch gerettet werden. Guntram Gärtner hätte zwar mit Risiko Gewinnversuche unternehmen können doch war das am Schluss beim Stand von 3:2 nicht mehr nötig. Matchwinner war Marco Baldauf, der gegen Josef Ager ein Springerendspiel mit Mehrbauer verwertete.

Eine weitere Steigerung gibt es dann am Sonntag gegen Götzis. Dieser Wettkampf verläuft nicht nur ganz nach dem Geschmack des Coaches sondern auch der zahlreich erschienenen Hohenemser Fans, die das Geschehen gespannt mit verfolgen. 1 (Luca Kessler), 2 (Georg Fröwis) und 3 (Dennis Breder) - Schach ist keine Hexerei. Nach diesem Motto gibt es drei Kurzsiege aus der Eröffnung heraus die den Wettkampf sehr schnell entscheiden. Milan Novkovic, Dmitry Atlas und Robert Sandholzer machten den Sack mit je einem Remis zu. Nach dem ersten Wochenende nimmt die Mannschaft einen Mittelfeldplatz ein. Die nächsten drei Runden werden vom 30. November bis 2. Dezember in Rum gespielt.

Im Bild die beiden Hohenemser Neuzugänge, links: Luca Kessler, ihm gelingt mit 2 überzeugenden Schwarzsiegen ein Traumstart in die neue Saison. Bild rechts: IM Dennis Breder macht 1,5 Punkte aus 2 Partien und überzeugt mit ruhiger Spielführung und großer Übersicht.

2. Bundesliga-WestBundesligaseite

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Hatz auf wen ist die Frage. Ein ganz klarer Favorit ist nicht auszumachen, mit Zillertal, SIR Bernhard (Salzburg) und vielleicht auch Kufstein/Wörgl raufen sich drei Teams um den Titel, die alle schon Bundesliga 1-Luft geschnuppert haben, bei SIR und Kufstein liegt das erst ein paar Monate zurück. Während die Salzburger ihr Team zusammen halten konnten, hat Kufstein/Wörgl Kunin und Hertneck abgegeben. Bei Zillertal taucht neu der Name Votava auf. Sollte der tschechische GM öfters zum Einsatz kommen, dann werden auch die Tiroler ein gewichtiges Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden. Die eine oder andere Verstärkung geholt haben auch Rum (Wegener, Fedorovsky), Schwaz (Deglmann), Götzis (Raykhman), Hohenems (Breder, Kessler) und Bregenz (Serafimov, Graf). Ranshofen, Mozart Salzburg, Schwarzach und ASK Salzburg setzen auf Altbewährtes. Abgänge gab nicht allzu viele, in Summe ist die Liga vermutlich stärker als je zuvor.

Es ist also zu erwarten, dass die Teams bei den regionalen Auftaktrunden in Hohenems (Bregenz, Götzis, Hohenems, Ranshofen), Wörgl (Rum, Schwaz, Zillertal, Kufstein/Wörgl  und Salzburg (SIR, Mozart, Schwarzach und ASK) gleich ordentlich zur Sache gehen werden. Schonzeit wird es vermutlich nicht geben, denn wer den Start verpasst wird es im Laufe der weiteren Meisterschaft schwer haben. Die Meisterschaft der 2. Bundesliga-West 2012/13 verspricht eine hochinteressante zu werden. Es gibt zwei bis drei Titelanwärter aber auch fünf bis sechs starke und unberechenbare Jäger, denen die Favoriten jederzeit zum Opfer fallen können. Auch der Abstiegskampf ist offen. Platz 10 dürfte jedenfalls zum Hochrisikoplatz werden, den es zu vermeiden gilt. In der vergangenen Saison hat er bekanntlich nicht gereicht.

Die Regionalrunde Hohenems wird vom 5. - 7. Oktober 2012 im Pfarrheim St. Karl gespielt. Die Veranstaltung ist öffentlich und bewirtet. Zuseher sind herzlich willkommen.