Noch 25 Tage bis zur Jubiläumsolympiade, die Vorbereitungen laufen seit einigen Wochen auf Hochtouren und gehen bald in die Zielgerade. Hier das wichtigste in Kürze:
Die Runden 4 bis 6 der 2. Bundesliga-West in Rum verliefen praktisch nach dem selben Muster wie schon die Startrunden Anfang Oktober. Zunächst gab es die obligatorische Auftaktniederlage am Freitag, diesmal gegen den Tabellenführer und Titelaspiranten Nr. 1, SIR Bernhard, dann folgte ein Zittersieg im Ausmaß von 3,5 : 2,5 (gegen Mozart Salzburg) um mit einem klaren 4,5 : 1,5 (gegen Schwarzach) abzuschließen.
Die Begegnung gegen SIR Bernhard war nicht ganz so einseitig, wie das Ergebnis (4,5 : 1,5) besagt. Der Sieg des Favoriten ging allerdings in Ordnung und war nie in Gefahr. Lediglich Luca Kessler (Bild rechts) geriet von Beginn weg unter Druck, konnte nicht rochieren und ging im weißen Angriffswirbel schließlich unter. Marco Baldauf hielt gegen IM Geske problemlos remis. Auf Brett 1 hielt Valery Atlas (von der Computerwertung bestätigt) die Partie gegen IM Stefan Bromberg bis zum 30. Zug völlig offen. Der Durchbruch eines zentralen Freibauern brachte dann aber rasch die Entscheidung zu Gunsten des für SIR spielenden Deutschen. Guntram Gärtner hatte noch nach dem 40. Zug trotz Minusbauer ein ausgeglichenes Endspiel gegen IM Lorenz Drabke verlor dann unnötigerweise doch noch. Auch Dmitry Atlas hielt die Partie lange im Gleichgewicht, ehe sein Gegner mit seinem 28. Zug einen Freibauer schaffen und klar in Vorteil kommen konnte. Leon Mons spielte die Partie technisch sauber nach Hause. Der einzige Salzburgspieler der aus der Reihe tanzte war IM Gregory Pitl, dem in ausgeglichener Stellung ein grober Fehler passierte. Robert Sandholzer (Bild links) ließ sich nicht zweimal bitten und hielt mit seinem Sieg die Niederlage in noch erträglichem Rahmen.
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Erstmals fanden am Wochenende drei Runden der 1. Bundesliga in Hohenems statt. Der Löwensaal erwies sich als schmucke Schacharena, klein aber fein. Die Live- Präsenz im Internet, sowohl was Partieübertragung wie auch Live-Video-Stream anbetrifft, wurde noch nie so intensiv genutzt wie diesmal. Insgesamt gab es mehr als 7500 Zugriffe an den drei Tagen, mehr als 250 Schachfans waren fast ständig gleichzeitig on-line.
Großes Interesse war auch von Seiten der Medien vorhanden. Der ORF brachte einen 2-minütigen Beitrag in Vorarlberg Heute. Ca. 40.000 Haushalte sehen diese Sendung. Die VN brachten einen halbseitigen Vorbericht. Die Veranstaltung war Werbung pur für den Schachsport.
Während die Organisation hervorragend klappte, ging es sportlich leider daneben. Das 3:3 gegen ein sehr starkes Feffernitz war zwar ein große Überraschung und bewies, dass die Mannschaft gegen jeden Gegner punkten kann, allerdings war hier auch eine Portion Glück dabei. Gegen Absam und Ansfelden gab es hingegen minimal Niederlagen. Die Topscorer der Runde waren Georg Fröwis und Dennis Breder mit je 2,5 Punkten aus 3 Partien. Valery Atlas und David Baramidze kamen auf 50 %. Leider konnten sowohl Milan Novkovic als auch Luca Kessler diesmal keine Punkte beisteuern. Die Mannschaft befindet sich mit nur einem Mannschaftspunkt nun in einer schwierigen Lage. Allerdings teilen wir dieses Schicksal mit drei anderen renommierten Klubs, denen ebenfalls nur ein 3:3 gelang: Fürstenfeld, Wulkaprodersdorf und Husek Wien. Erster Tabellenführer ist der amtierende Meister Baden, der wie auch Jenbach und St. Veit das Punktemaximum aufweisen. Die Runden 4 bis 7 finden vom 17. - 20. Jänner in Graz statt.
Noch ein Schäufelchen drauf legen konnte Alexa Nussbaumer beim Schachrallye- Schülerturnier beim Schachklub Sonnenberg in Nüziders. Dem Turniersieg in Frastanz vor 4 Wochen ließ Alexa einen weiteren folgen, diesmal sogar mit der makellosen Bilanz von 5 Siegen aus 5 Partien. Hinter ihr ein starkes Feld von 4 Kindern des SK Rankweil auf den Plätzen 2 bis 5 mit David Seidl (Rang 2) und Jannick Sonderegger (Rang 3).
Verbessert gegenüber dem letzten Turnier zeigte sich auch Julian Kranzl in der Jugendklasse. Julian musste sich nur Turniersieger Maximilian Hofer geschlagen geben. Ein weiteres Remis gegen Valentin Steger kostete ihn aber einen Stockerlplatz. Im Klublokal des SK Bad Sonnenberg reichte es diesmal zu Rang 4.
Siegerehrung Klasse Schüler, im Bild von links nach rechts: Organisator Christian Leitgeber, David Seidl (SK Rankweil), Alexa Nussbaumer (SK Hohenems), Jannick Sonderegger (Sk Rankweil) und Stephan Ammann von Veranstalter SK Sonnenberg.
Trotz Bundesligafieber laufen die Vorbereitungen auf die 25. Vorarlberger Schacholympiade für Schüler und Jugendliche auf Hochtouren. Wie schon in der Vorabinfo angekündigt gibt es zum Jubiläum ein umfangreiches Programm und auch einige Neuerungen: