Hohenems ließ sich bei den vier Finalrunden in St. Veit/Glan die Tabellenführung nicht mehr entreissen und ging letztlich mit 3 Matchpunkten Vorsprung durchs Ziel. Es war die Krönung einer unglaubliches Saison, nur einmal in Runde 10 gab eine knappe Niederlage, die aber bedeutungslos blieb.
Den Grundstein zum zweiten Titelgewinn der Vereinsgeschichte legte die Mannschaft in einem dramatischen Kampf gegen Vorjahrsmeister Jenbach in Runde 8. Jenbach ging mit 2,5 : 0,5 in Führung und schien einem Sieg entgegenzusteuern. Falko Bindrich und Dennis Breder schafften aber noch den Ausgleich. Die endgültige Entscheidung brachte dann Runde 9. Hohenems setzte sich knapp gegen Wulkaprodersdorf durch, während Jenbach mit dem 3 : 3 gegen St. Veit einen weiteren Matchpunkt abgab. Der Vorsprung wuchs damit auf drei Punkte an. Die knappe Niederlage gegen Feffernitz in Runde 10 blieb bedeutungslos, den in Runde 11 war Jenbach gegen Maria Saal chancenlos. Die Kärntner traten in Bestbesetzung an fügten dem Meister eine empfindliche Niederlage zu. Aber auch ohne diese Schützenhilfe hätte es für Jenbach nicht mehr gerreicht, den Hohenems schaffte in der Schlussrunde gegen die starke Salzburger Mannschaft SIR Bernhard einen weiteren Mannschaftssieg.
Schlusstabelle und Detailergebnisse
Peter Kranzl machte sensationelle Bilder von der Bundesliga-Schlussrunde in St. Veit/Glan
Viele Schachfans aus Vorarlberg haben dem Team am Wochenende bei der LIVE- Übertragung vor dem PC-Bildschirmen die Daumen gesdrückt. Der Meistertitel wird am Montag, 24. März im Klubheim des SK Hohenems gefeiert, ein Großteil der Mannschaft wird anwesend sein, jeder Fan ist eingeladen, mit den Spielern auf den Titel anzustoßen. Wir beginnen früh (11.00 Uhr) und sind sicherlich bis Mittnacht dort.
Noch nie in 19 Jahren Schachbundesliga hat der SK Hohenems eine Serie von 7 Siegen in den ersten 7 Runden einer Saison hingelegt. In der Spiel-Saison 2013/14 gelang das Kunststück und doch, der Ausgang der Meisterschaft ist noch völlig offen.
Härtester Verfolger ist Vorjahrsmeister und Titelfavorit Nr. 1 SK Sparkasse Jenbach. In der Auftaktrunde am Donnerstag, 16.00 Uhr kommt es dann auch gleich zur direkten Begegnung mit dem dominierenden Verein der letzten Jahre.
Am Freitag spielt das Bundesliga-Team des SK Hohenems dann gegen den drittplatzierten SV Wulkaprodersdorf. Die Burgenländer liegen zwar bereits 4 Matchpunkte hinter uns, sie werden aber sicher auch noch versuchen, die kleine Chance um den Meistertitel zu nutzen. Immerhin gelang den Wulkaprodersdorfern der bisher einzige Sieg gegen Vorjahrsmeister Jenbach.
Keinen Deut einfacher wird es am Samstag, wartet mit dem SV Raika Rapid Feffernitz der derzeit Viertplatzierte der Tabelle. Die Kärntner spielen mit einer Mischung aus slowenischen und österreichischen Nationalspielern und trachten sicherlich danach, noch einen Stockerlplatz zu ergattern.
Am Sonntag zum Abschluss der Saison wartet dann Mittelständler SIR Bernhard Glatz aus Salzburg. Der Aufsteiger hat bisher erst zwei Wettkämpfe verloren und erwies sich als zäher Gegner mit einer sehr ausgeglichenen Mannschaft.
Die Chancen für Hohenems auf die Europacup-Qualifikation (Platz 1-3) stehen gut. Damit es zu mehr reicht, müsste die bisher einmalige Serie von 12 Matches in Serie ohne Niederlage (11 Siege und ein 3:3 gegen Jenbach in der letztjährigen Schlussrunde) noch ein wenig anhalten.
Um die drei Europacuplätze (ECC 2014 in Bilbao vom 12. - 21. September) wird es sicher noch sehr harte Kämpfe geben. Auch Gastgeber St. Veit und Maria Saal werden bei der Vergabe der Plätze noch ein Wörtchen mitreden. Auch der Abstiegskampf verspricht noch Spannung, wenngleich Tschaturanga, Ansfelden und Absam schon ein sehr gutes Abschluss-Wochenende benötigen, um noch den rettenden 9. Rang zu erreichen.
Die Partien sind wie immer live zu sehen:
Donnerstag, 20. März ab 16.00 Uhr SK Hohenems - SK Sparkasse Jenbach 3 : 3
Freitag, 21. März ab 14.00 Uhr SV Wulkaprodersdorf - SK Hohenems 2,5 : 3,5
Samstag, 22. März ab 14.00 Uhr SK Hohenems - SV Raika Rapid Feffernitz 2,5 : 3,5
Sonntag, 23. März ab 10.00 Uhr SIR Bernhard Glatz (Sbg.) - SK Hohenems 2,5 : 3,5
Bild: Blumenhalle St. Veit, hier findet der Showdown der Bundesliga 2013/14 statt. Auch drei Runden der 2. Bundesliga-Mitte werden zeitgleich gespielt.
Die Schlussrunden in Salzburg sind für Tabellenführer Zillertal vermutlich nur mehr Formsache. Der Vorsprung auf den Zweiten Kufstein/Wörgl beträgt satte 3 Matchpunkte und 5,5 Brettpunkte, die Gegnerschaft am Walserberg ist so ziemlich die gleiche: beide Teams spielen noch gegen Ranshofen und SIR Bernhard 2. Während Zillertal zudem noch gegen Dornbirn anzutreten hat, heißt der dritte Gegner von Kufstein/Wörgl Rochade Rum.
Weit spannender verspricht der Kampf gegen den Abstieg zu werden. Sollte der SK Absam den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga nicht schaffen, dann gibt es in der 2. Bundesliga-West 3 Absteiger. Zwei Absteiger stehen mit ASK Salzburg und SK Pradl fest, Bregenz, Dornbirn und Schwaz spielen vermutlich den dritten Absteiger aus. Besondere Bedeutung kommt der Partie Schwaz gegen Dornbirn am Samstag zu.
Größere Rangverschiebungen sind für die meisten Vereine noch möglich, auch für unser Team Hohenems 2. Der zweite oder dritte Rang ist genau so möglich wie am Ende ein Mittelfeldplatz. Die drei Begegnungen der Hohenemser lauten:
Freitag, 7. März 16.00 Uhr Ranshofen - Hohenems 2
Samstag, 8. März, 14.00 Uhr Hohenems 2 - Schwarzach
Sonntag, 9. März, 10.00 Uhr ASK Salzburg - Hohenems 2
Alle Partien werden von Karl Theny live übertragen.
Alexa bei den Jugendlichen, Lena und Simon (Schüler) und Anja (Volksschüler) gingen am vergangenen Wochenende in den Räumen der Fachhochschule bei traditionellen Josefiturnier an den Start. Das Turnier bildet den Abschluss der Schachrallye.
Alexa erspielte sich einen soliden Mittelfeldplatz mit 50 % der möglichen Punkte
In der Gesamtwertung nach 6 Turnieren (wovon die besten 5 in die Wertung kamen) belegte Alexa den 8. Rang von 51 gewerteten Spieler/innen. Damit war sie in diesem Bewerb auch bestplatziertes Mädchen.
Bei den Schülern erreichte Lena Rumpold den 11. Rang mit 3 Punkten aus 5 Partien und war damit zweitbestes Mädchen der Gruppe. Simon Koller erkämpfte 2 Punkte und wurde 18. (26 Teilnehmer)
In der Gesamtwertung der Schüler schafften sowohl Lena (9.) als auch Simon (10.) gerade noch eine Top-Ten Platz. Lena war bestplatziertes Mädchen in der Schülergesamtwertung. Mit Carmen Platisa, Lukas Marte und Benjamin Kienböck kamen weitere Kinder des SK Hohenems unter die ersten Dreißig (78 gewertete Spieler/innen in der Gesamtwertung.
Ihre bisher beste Platzierung in einem Kinderturnier erreichte Anja Rumpold in der Kategorie Volksschüler. Sie erreichte mit 4 Punkten von 5 möglichen den ausgezeichneten 6. Rang bei 36 Teilnehmern. Damit war sie auch bestplatziertes Mädchen und bekam dafür einen schönen Pokal.
Bild rechts, die Hohenemser Teilnehmer/innen (von links nach rechts): Alexa Nussbaumer, Anja Rumpold, Lena Rumpold, Simon Koller
Benjamin hat es geschafft. Hinter Topfavorit Leopold Wagner (SK Wolfurt) belegte unser 7-jähriges Talent aus Klaus den ersehnten zweiten Rang, der zur Teilnahme an den Österreichischen Meisterschaften U8/U10 vom 19. - 22. Juni 2014 in Cap Wörth berechtigt.
Erstmals waren die 7 Runden an zwei Tagen zu bewältigen. Die Spielbedingungen im Klubheim des SK Dornbirn waren für die 16 Teilnehmer (12 Buben und 4 Mädchen) ausgezeichnet, das frühlingshafte Wetter ermöglichte es, dass sich die Spieler/innen in den Pausen im Freien aufhalten konnten.
Benjamin hatte gleich am Samstag die schwersten Gegner. Die Partie gegen Simon Graf in Runde 1 endete Remis gegen Isak Vojic konnte Benjamin wie schon bei der Schacholympiade gewinnen. Die Partie gegen Turniersieger Leopold Wagner war lange hart umkämpft, doch gab Leopolds wesentlich größere Erfahrung im Endspiel dann doch den Ausschlag zu Gunsten des Neo-Wolfurters. Leopold Wagner gewann damit nach den U10 Landesmeisterschaften auch in der Kategorie U8, beide mit dem Maximum von 7 Punkten aus 7 Partien. Er ist damit der Maßstab für alle U8 und U10 Spieler und so eine starke Referenz an der Spitze kann für das Vorarlberger Nachwuchsschach nur von Vorteil sein.
Am Sonntag gab Benjamin dann nichts mehr ab, wobei in der Schlussrunde auch noch eine kritische Situation glücklich überstanden werden musste. Dritter wurde Isak Vojic (SK Rankweil), der aber ebenfalls die Qualifikation für Cap Wörth geschafft hat (U8 oder U10).
Erfreulicherweise haben sich auch 4 Mädchen an diesen Landesmeisterschaften beteiligt. Alle vier waren vor der letzten Runde mit 3 aus 6 punktegleich. Lisa Beer (SK Bregenz) gewann als einzige diese letzte Runde und sicherte sich damit den Landesmeistertitel bei den Mädchen U8 vor Anna Kicker (Rankweil) und Nola Pichler (Dornbirn). Anja Rumpold (SK Hohenems) war mit Gesamtrang 11 (von 16) viertbestes Mädchen.
Siegerfoto (v.l.n.r.): Benjamin Kienböck (SK Hohenems 2. Rang), Doppellandesmeister Leopold Franziskus Wagner (SK Wolfurt) und Isak Vojic (SK Rankweil 3. Rang)