Der Reigen der Sommeropen hat begonnen. An verschiedenen Schauplätzen waren einige Vorarlberger Spieler darunter auch solche des SK Hohenems im Einsatz.

In Wien fand vom 12. - 20. Juli die Senioren Team EM 2015 statt. Erstmals spielte eine Vorarlberger Auswahl international mit. Spielberechtigt waren Männer der Jahrgänge 1955 und älter sowie Frauen der Jahrgänge 1965 und älter. Das Team Vorarlberg spielte in der Aufstellung FM Dieter Pilz (Dieter verbrachte die ersten 18 Lebensjahre in Vorarlberg, wenn er mit Turnierschach erst als Tiroler anfing), Sigi Härtl (mittlerweile auf der Kanareninsel La Palma zu Hause), Günter Frick und der Berichterstatter. Krankheits- (Günter) und zeitbedingt (es wurde mitten in der Nacht um 10.00 Uhr früh gespielt) ein wenig gehandicapt fand sich das Team in Runde 6, nach lediglich 2 Matchpunkten, auf dem letzten Spieltisch wieder. Danach stabilisierte sich die Mannschaft aber und vermied weitere Niederlagen. Endrang 31 bei 42 Teams (als Startnummer 26) war nicht gerade berauschend,  17,5 Punkte aus 36 Partien bedeuteten aber immerhin beinahe 50 % der möglichen Punkte. Die Mannschft hatte die Ehre, in Runde 1 gegen den späteren Turniersieger St. Petersburg zu spielen. Die Niederlage mit 1:3 hielt sich sogar noch in Grenzen.

Bild von links nach rechts: Sigi Härtl, Dieter Pilz, Reinhard Kuntner und Günter Frick.

Ergebnisse European Senior Team Chess Championship 2015

Wiederum eine sehr respektable Leistung zeigte Emilian Hofer beim 34. St. Veiter Jacques Lemans A-Open. Emilian startete als Nummer 27 und stand am Ende auf Rang 17 mit 55, Punkten aus 9 Partien. Mit seiner ELO-Performance von 2201 entführte er 27 int. ELO Punkte aus Kärnten.

Ergebnisse A-Open St. Veit 2015

Etwas weiter weg sein Glück versucht hat Georg Fröwis zusammen mit einigen Schachfreunden aus Österreich inkl. Vorarlberg. Nach ein paar Tagen Sommerurlaub in Südfrankreich ging es weiter nach Barcelona zum XVII Obert Internacional Sant Martí 2015 Grup A. In Runde 8 kam es zum Österreicher-Duell Fröwis-Diermair welches Georg verlor. Damit war ein Spitzenplatz außer Reichweite.

Ergebnisse Barcelona

 

Was wäre der SK Hohenems ohne seine Altacher Schüler und Jugendlichen? Der hohe Altach-Anteil im Nachwuchsbereich wurde am gestrigen Sonntag beim 19. Jedesheimer Jugendopen besonders deutlich. Von den fünf Starter/innen im regulären 7-Rundenturnier waren vier aus Altach, wobei 18-Sieger Emilian Hofer für seinen veranstaltenden deutschen Klub, den SV Jedesheim antrat. Anja und Lena Rumpold sowie Julian Ströhle alle wohnhaft in Altach starteten bei U10 bzw. U12. Lediglich Simon Koller rettete die Hohenemser Ehre. Anja und Simon mischten mit den Rängen drei und vier im U10-Bewerb kräftig mit. Meist noch Lehrgeld bezahlen musste Julian Ströhle (Rang 9 bei 10 Teilnehmern). Lena Rumpold holte mit 4 aus 7 einen guten Mittelfeldplatz bei U12 und war damit bestes Mädchen.

Starke Beteilung von der Volksschule Altach (fünf Buben der 3. und 4. Klassen) gab es auch beim Beginnerturnier. Gute drei Punkte aus 5 Partien holten Davud Ekici, Matteo Müller, David Ammon und Justin Dünser. Zwei Punkte eroberte Ömer Akin. Bild rechts: Helmut Cyris mit seinen Schützlingen der VS ALtach. Lena Rumpold schaut sich an, was denn da so aus Altach nachwächst. Da in der VS Altach im neuen Schuljahr wieder eine Anfängergruppe neu startet, haben einige der jungen Schachenthusiasten schon angekündigt, beim Klubtraining des SK Hohenems einzusteigen. 

Ergebnisse des 19. Jedesheimer Jugenturniers 2015 

Tags zuvor fand im Herrenriedstadion bei Rekordtemperaturen jenseits der 35° Marke  (die in Jedesheim am folgenden Tag nicht geringer waren) das angekündigte Blitzturnier mit anschließender Sommerparty statt. Immerhin stürzten sich 10 Unentwegte in die Hitzeschlacht, die wie das Beginnerturnier in Jedesheim im Freien stattfand. Es gewannen ex aeqo Emilian Hofer und Reinhard Kuntner mit je 8,5 vor Silvia Karner und Benjamin Kienböck. Gut an die 30 Schachfreunde, sowie deren Freunde und Angehörigen ließen sich dann gemütlich nieder unter den drei Lärchen im Herrenriedstadion. Im Schatten mit leichtem Luftzug, kühlen Getränken, Grillspezialitäten und Kuchenbuffet klang der Abend dann erst bei Einbruch der Dämmerung aus. 

Sie sind als Favoriten ins Turnier und letztlich der Favoritenrolle auch gerecht geworden. Dabei lief nicht wirklich alles ganz nach Wunsch, Vincent Nussbaumer erwischte, gesundheitlich angeschlagen einen ganz schlechten Start (große Rochade 0-0-0) doch dann erfing sich Vincent gegen das BRG Innsbruck (Chiara Polterauer) und sicherte dem Team einen wichtigen 3:1 Sieg. Auch bei Enno Proyer lief es nicht ganz nach Wunsch, als Nummer 2 des gesamten Teilnehmerfeldes schloss er aber immerhin mit 5/9 positiv ab. Den Ausschlag gab für das BG Dornbirn möglicherweise die mannschaftsliche Geschlossenheit und die Tatsache, dass 5 Spieler zugegen waren, wobei jeder wenn nötig für den anderen einspringen konnte. So erkämpften Laslo und Patrick Nussbaumer auf den Brettern 3 und 4 zusammen 9 Punkte aus 11 Partien. Dass eigentlich nicht wirklich was schief gehen konnte, dafür sorgte Julian Kranzl mit makellosen 9 Punkten aus 9 Partien und dem Gewinn der Brettwertung auf Brett 3.

Bild: das Siegerteam mit Betreuerin Helene Mira (Zweite von links), Julian Kranzl, Patrick Nussbaumer, Vincent Nussbaumer, Laslo Nussbaumer (alle SK Hohenems) und Enno Proyer (SK Dornbirn).

Das BG Dornbirn setzt damit eine lange Tradition des Vorarlberger Schulschachs fort, besonders das Dornbirner Stadtgymnasium hat sich schon seit den 80-er Jahren immer wieder als die beste Schulauswahl Österreichs erwiesen. Im Finale der Unterstufe erreichte das BRG/BORG Dornbirn-Schoren mit 4 Spielern des SK Dornbirn sowie Maximilian Magner vom SK Wolfurt den guten 4. Rang.  

Ergebnissse Oberstufe

Ergebnisse Unterstufe

Ein heißes Finale im Herrenriedstadion wurde letztlich deutlich von Titelverteidiger Hohenems gewonnen. Mit einer Unterbrechung (2013: Dornbirn) hieß der Cupsieger seit 1999 immer Hohenems. Heiß ging es nicht nur in der Partie Valery Atlas gegen Milan Novkovic in Runde eins zu, auch die Temperaturen hatten schweißtreibendes Niveau. Milan wählte gegen den langjährigen Teamkollegen im Hohenemser Bundesligateam die französische Verteidigung und opferte für Aktivität gleich zwei Qualitäten. Bei beidseitiger knapper Zeit (bei Valery bereits weniger als 1 Minute) endete die Partie schließlich in einer Zugwiederholung. Wie Dornbirns Coach F. Außerer später nachwies, hätte es einen allerdings nicht leicht zu findenden Gewinnweg für Milan gegeben. Das Remis besiegelte so aber die knappe 1,5 : 2,5 Niederlage Dornbirns und damit war auch eine Vorentscheidung im VBG-Cup 2015 gefallen. Im Parallelspiel gelang Lustenau (ohne Rainer Bezler, dafür mit den lange abwesenden Rober Mrsic und Klaus Doskocil) ein 3:1 gegen Lochau.

In Runde zwei setzte sich Hohenems mit 3,5 : 0,5 sicher gegen Lochau durch, während Dornbirn Mühe hatte, das 2,5 : 1,5 gegen Lustenau zu fixieren. In Runde drei fehlte dann auf Hohenemser Seite Valery Atlas, doch ließ die Mannschaft auch so nichts mehr anbrennen: 3:1 Sieg gegen Lustenau. Dornbirn und Lochau teilten die Punkte. Die Punkte der Hohenemser erzielten an diesem Abend:

Valery Atlas: 1,5 aus 2; Matthias Burschowsky: 3 aus 3 (alles Schwarzpartien!); Guntram Gärtner: 3 aus 3; Emilian Hofer: 1 aus 2; Robert Jedlicka: 0,5 aus 1; Robert Sandholzer: 0 aus 1. Siegerfoto von links nach rechts: Robert Jedlicka, Emilian Hofer, Robert Sandholzer, Matthias Burschowsky; Guntram Gärtner (Valery Atlas fehlt)

Endergebnis VBG-Cupfinale 2015:

1. SK Hohenems    6 MP     9 BP

2. SK Dornbirn       3 MP     6 BP

3. SK Lustenau      2 MP     5,5 BP

4. SV Lochau         1 MP     3,5 BP

Reifes Spiel zeigte Benjamin bei den U10 Staatsmeisterschaften in Cap Wörth. Die vier Gewinnpartien bei denen er die Favoritenrolle inne hatte, gewann er problemlos. Aus der Aussenseiterrolle heraus lieferte er den Favoriten Marc Morgunov, Leopold Wagner und Daniel Kristoferitsch sehr harten Widerstand und wurde mit einem Remis gegen Leopold Wagner belohnt. Auch in den anderen beiden Partien war sehr lange ein Punktegewinn möglich. Am Ende nach 7 Runden belegte Benjamin den ausgezeichneten 4. Rang, lediglich um einen halben Wertungspunkt in der Drittwertung von der Bronzemedaille entfernt.

Die Goldmedaille ging an den Favoriten Marc Morgunov aus Wien. Silber für Vorarlberg holte Leopold Wagner. Simon Graf (Dorbirn) komplettierte den starken Auftritt des Vorarlberger U10 Nachwuchses mit 3 Spielern unter den Top sechs. Ergebnisse:

U8 Mädchen

U8 Buben

U10 Mädchen

U10 Buben

Bilder

Partien