Licht und Schatten wechselten sich in Graz zwar ab, unterm Strich durften wir aber mit dem Ergebnis zurfrieden sein. In Runde 4 - noch ohne David Baramidze - gab es ein eher glückliches 3:3 Remis gegen Mayrhofen/Zillertal. In Runde 5 gelang der erwartete Pflichtsieg gegen Pöchlarn gleich im Ausmaß von 5:1. In der 6. Runde lief dann allerdings nichts zusammen: Salzburg hatte mit IM Stefan Bromberger Verstärkung geholt und lieferte uns einen erbitterten Kampf in dem wir schließlich mit nur 4 Remis eine empfindliche aber verdiente Niederlage kassierten. Damit war Hohenems vor der 7. Runde gegen Lackenbach bereits wieder unter Druck geraten. Gegen die Burgenländer lief der Motor dann aber rund und der wichtige zweite Matchsieg in dieser Saison konnte unter Dach und Fach gebracht werden. Hohenems verbesserte sich damit vom 11. auf den 7. Rang. Die besten Scorer waren David Baramidze und Guntram Gärtner mit 2,5 aus 3. Ebenfalls 2,5 Punkte (ohne Niederlage) allerdings aus 4 Partien steuerte Alexander Naumann bei. Ausgeglichen mit 2 aus 4 präsentierten sich Ed Rozentalis und Valery Atlas. Georg Fröwis startete zunächst mit einer deutlichen Niederlage gegen Fabian Platzgummer holte dann aber noch 1,5 Punkte und damit 50 % der möglichen Punkte. Dmitry Atlas hatte bei seinen 1 aus 3 Pech, denn in der einzigen Verlustpartie vom Sonntag hatte er bereits großen Vorteil, verlor in Zeitnot aber den Faden. Bild: Guntram Gärtner (rechts) gab in dieser Grazer Runde ein sehr erfolgreiches Comeback und hat zusammen mit Georg Fröwis (links) am Abend beim gemütlichen Teil gut lachen. Immer mehr zu einer echten Stütze wird Georg Fröwis. Wie schon gegen Baden in Runde 3 steuerte er wieder in der Sonntagsrunde diesmal gegen Lackenbach und mit dem vollen Punkt entscheidend zum Mannschaftssieg bei.
Hohenems steht nach den drei Auftaktrunden vom November mit einem einzigen, hart erkämpften Punkt gegen das Top-Team aus Baden mitten in den Abstiegsrängen. Allerdings sollte gerade dieses Mannschaftsunentschieden aus der dritten Runde die Moral des Teams gestärkt haben. Jedenfalls kann Hohenems die nächsten 4 Runden in der steirischen Landeshauptstadt erhobenen Hauptes angehen. Die Begegnungen lauten:
Runde 4: Hohenems - Mayrhofen/Zillertal 3 : 3
Runde 5: ASVÖ VHS Pöchlarn - Hohenems 1 : 5
Runde 6: Hohenems - Wüstenrot SIR Salzburg 2 : 4
Runde 7: ASVÖ SK Lackenbach - Hohenems 2 : 4
Alle Partien werden live übertragen. Dabei gibt es für die Zuschauer einige interessate Neuerungen. Unter anderem kann laufend die Computer-Bewertung der Partie beobachtet werden. Die Aufstellungen sind ca. 15 Minuten vor der jeweiligen Runde on-line verfügbar. Ein Public Viewing gibt es in den Klubräumen des SK Hohenems. Aktuelle Tabelle
Morgen, Dienstag 28. Dezember beginnt der Schach Austria Jugendcup mit dem Qualifikationsturnier in Vorarlberg. Acht Teams kämpfen um zwei Finalplätze, darunter drei U14-Mannschaften aus Hohenems, zwei aus Dornbirn und je eines aus Bregenz, Lochau und Rankweil. Das von der SAGÖ (Schulschach AG Österreich) unter deren Obmann Herbert F. Just ins Leben gerufenen Turnier wird erstmals ausgetragen und findet seinen Höhepunkt beim Finalturnier vom 15. - 17. April in Salzburg. Die beiden besten Mannschaften eines Bundeslandes sind dafür qualifiziert. Der Schach Austria Jugendcup ist somit eine Art Bundesliga für U14-Vereinsmannschaften. Es ist zu hoffen, dass er bald auf ein ähnlich großes Echo stoßen wird wie sein Vorbild, der 1. Bundesliga. Obwohl das Motto der Organisatoren "Schach mit Spaß und Freude! Schach bildet und verbindet!" lautet wird interessant zu beobachten sein, wer von den jungen Schachtalenten in einigen Jahren den Sprung in die richtige Bundesliga schafft. Dass dies möglich ist, beweist nicht nur Georg Fröwis, der schon seit zwei Jahren für den SK Hohenems in der Bundesliga auf Punktejagd geht, sondern auch Spieler wie Fabian Platzgummer (SK Mayrhofen/Zillertal), Mario Schachinger, Georg Halvax und Daniel Hartl (alle SK MPÖ Maria Saal) und natürlich die österreichische Nummer 1, GM Markus Ragger ebenfalls vom SK MPÖ Maria Saal. Der 22-jährige Kärntner ist das große Vorbild vieler junger österreichischer Schachkids und noch nicht gar so lange seinem Jugendalter entwachsen. Seine aktuelle ELO-Zahl beträgt 2615.
Am 15. Jänner beginnt die 23. Vorarlberger Schacholympiade für Kinder und Jugendliche im Pfarrsaal St. Konrad in Hohenems-Herrenried. Diese traditionsreiche Veranstaltung kehrt somit nach vielen Jahren des "Exils" in Feldkirch wieder an ihren Ursprung zurück. Erstmals wurde die Vorarlberger Schacholympiade Ende Dezember 1988 im Hohenemser Löwensaal ausgetragen. Viele Spieler die heute in ihren Vereinen die Spitzenbretter besetzen, haben sich bei der Schacholympiade ihre ersten Sporen verdient. Erstmals findet die Schacholympiade ausserhalb der Weihnachtsferein statt. Der Termin Mitte Jänner und die Einführung von zwei Einsteigergruppen (1. bis 4. Schulstufe und 5. bis 8. Schulstufe) soll ganz besonders die vielen Schulschachgrupen im Land ansprechen. Mit der Schacholympiade in Hohenems (Einsteigergruppen spielen an einem Tag - alle 7 Runden am Sonntag, 16. Jänner), dem Josefiturnier in Dornbirn und dem Landesschulschachfinale in Nenzing gibt es jetzt drei große Turniere, die besonders für Kinder und Jugendliche mit wenig Turniererfahrung gemacht sind.
Für Vereinsspieler/innen (ELO 1201 und höher) der Kategorien U10, U12, U14 und U16 stellt die Schacholympiade aber weiterhin eine echte und schwere Bewährungsprobe dar. Fünf harte Runden in zwei Tagen (je 1 Stunden Bedenkzeit pro Partie und Spieler) warten auf Vorarlbergs Schachjugend. Der Bewerb der Vereinsspieler/innen beginnt bereits am Samstag. Tolle Preise warten auf die Teilnehmer, jeder hat die Chance auf einen Gewinn. Die schlauen Kids unterstützen das Turnier. Unter den Einsteiger/innen (1. bis 4. Klasse) werden 10 kostenlose Jahreszugänge auf sämtliche Lernspiele verlost. Die Schlauen Kids präsentieren bei der Schacholympiade auch ihre Lernspiele und stehen Lehrern, Eltern und Kindern auch gerne für alle Fragen zur Verfügung. In den anderen Alterskategorien warten neben den Sieger-Trophäen schöne Buchpreise, die ebenfalls verlost werden.
Einen starken Teilnehmeranstieg verzeichnete die 23. Vorarlberger Schacholympiade für Kinder und Jugendliche, die nach vielen Jahren wieder nach Hohenems zurückkehrte. Positiv bemerkbar machte sich dabei die Einführung von Einsteigergruppen für Kinder mit wenig Turniererfahrung.
Insgesamt wurde in 6 verschiedenen Klassen gespielt. Hohenems war mit je 2 Gold, Silber und Bronzemedaillen der erfolgreichste Klub und stellte mit 21 Teilnehmern vor Dornbirn (19) auch die meisten Teilnehmer. Während in den Klassen U10 bis U16 durchwegs die bekannten Spieler und Favoriten am Ende die Nase vorne hatten, sah man in den Einsteigergruppen viele neue Gesichter. Bild: Laslo Nussbaumer (links, Sieger U16) und Emilian Hofer (rechts, Sieger U14) holten zwei goldene Glaspokale für den SK Hohenems. Im Rahmenprogramm konnten sich die Kinder und Jugendlichen mit Dmitry Atlas, Julia und Milan Novkovic, Helene Mira und Siegfried Halwachs in Simultanmatches messen. Sergiy Yakovlev zeigte den Kindern, was es mit Fischer Random Schach auf sich hat und bei Helmut Cyris konnten sich die Kinder an Sidoku Zahlenrätseln versuchen. Daniela Kremsl von den Schlauen Kids zeigte viele tolle Lernspiele, von denen 10 Jahreszugänge verlost wurden. Nebst schönen Glaspokalen für die ersten drei jeder Kategorie erhielten je 5 Teilnehmer einer Gruppe durch Losentscheid ein Schachbuch. Ergebnisse:
Alexa Nussbaumer (7 Jahre) macht sich immer besser. Nach Platz 5 beim Rallyeturnier in Nüziders holte sie sich beim Schnellschachturnier in Götzis in der Kategorie Schüler den 3. Rang. Damit war sie auch ganz klar das bestplatzierte Mädchen. Alexa verlor lediglich gegen den Sieger David Pernsteiner (Lustenau), gewann dann aber alle anderen Partien und landete mit 4 Punkten aus 5 Partien verdient in den Pokalrängen.
Ebenfalls einen dritten Rang eroberte Bruder Laslo in der Jugendgruppe, die der Bregenzer Alexander Fürst gewann. Vincent und Patrick Nussbaumer landeten diesmal auf den Plätzen.
Das Turnier in Götzis, das diesmal nicht als Rallyeturnier ausgetragen wurde, war die letzte Chance zur Formüberprüfung vor den ersten drei Runden des Austria-Cups, die am 28. Dezember in Hohenems gespielt werden.