Morgen, Dienstag 28. Dezember beginnt der Schach Austria Jugendcup mit dem Qualifikationsturnier in Vorarlberg. Acht Teams kämpfen um zwei Finalplätze, darunter drei U14-Mannschaften aus Hohenems, zwei aus Dornbirn und je eines aus Bregenz, Lochau und Rankweil. Das von der SAGÖ (Schulschach AG Österreich) unter deren Obmann Herbert F. Just ins Leben gerufenen Turnier wird erstmals ausgetragen und findet seinen Höhepunkt beim Finalturnier vom 15. - 17. April in Salzburg. Die beiden besten Mannschaften eines Bundeslandes sind dafür qualifiziert. Der Schach Austria Jugendcup ist somit eine Art Bundesliga für U14-Vereinsmannschaften. Es ist zu hoffen, dass er bald auf ein ähnlich großes Echo stoßen wird wie sein Vorbild, der 1. Bundesliga. Obwohl das Motto der Organisatoren "Schach mit Spaß und Freude! Schach bildet und verbindet!" lautet wird interessant zu beobachten sein, wer von den jungen Schachtalenten in einigen Jahren den Sprung in die richtige Bundesliga schafft. Dass dies möglich ist, beweist nicht nur Georg Fröwis, der schon seit zwei Jahren für den SK Hohenems in der Bundesliga auf Punktejagd geht, sondern auch Spieler wie Fabian Platzgummer (SK Mayrhofen/Zillertal), Mario Schachinger, Georg Halvax und Daniel Hartl (alle SK MPÖ Maria Saal) und natürlich die österreichische Nummer 1, GM Markus Ragger ebenfalls vom SK MPÖ Maria Saal. Der 22-jährige Kärntner ist das große Vorbild vieler junger österreichischer Schachkids und noch nicht gar so lange seinem Jugendalter entwachsen. Seine aktuelle ELO-Zahl beträgt 2615.
Am 15. Jänner beginnt die 23. Vorarlberger Schacholympiade für Kinder und Jugendliche im Pfarrsaal St. Konrad in Hohenems-Herrenried. Diese traditionsreiche Veranstaltung kehrt somit nach vielen Jahren des "Exils" in Feldkirch wieder an ihren Ursprung zurück. Erstmals wurde die Vorarlberger Schacholympiade Ende Dezember 1988 im Hohenemser Löwensaal ausgetragen. Viele Spieler die heute in ihren Vereinen die Spitzenbretter besetzen, haben sich bei der Schacholympiade ihre ersten Sporen verdient. Erstmals findet die Schacholympiade ausserhalb der Weihnachtsferein statt. Der Termin Mitte Jänner und die Einführung von zwei Einsteigergruppen (1. bis 4. Schulstufe und 5. bis 8. Schulstufe) soll ganz besonders die vielen Schulschachgrupen im Land ansprechen. Mit der Schacholympiade in Hohenems (Einsteigergruppen spielen an einem Tag - alle 7 Runden am Sonntag, 16. Jänner), dem Josefiturnier in Dornbirn und dem Landesschulschachfinale in Nenzing gibt es jetzt drei große Turniere, die besonders für Kinder und Jugendliche mit wenig Turniererfahrung gemacht sind.
Für Vereinsspieler/innen (ELO 1201 und höher) der Kategorien U10, U12, U14 und U16 stellt die Schacholympiade aber weiterhin eine echte und schwere Bewährungsprobe dar. Fünf harte Runden in zwei Tagen (je 1 Stunden Bedenkzeit pro Partie und Spieler) warten auf Vorarlbergs Schachjugend. Der Bewerb der Vereinsspieler/innen beginnt bereits am Samstag. Tolle Preise warten auf die Teilnehmer, jeder hat die Chance auf einen Gewinn. Die schlauen Kids unterstützen das Turnier. Unter den Einsteiger/innen (1. bis 4. Klasse) werden 10 kostenlose Jahreszugänge auf sämtliche Lernspiele verlost. Die Schlauen Kids präsentieren bei der Schacholympiade auch ihre Lernspiele und stehen Lehrern, Eltern und Kindern auch gerne für alle Fragen zur Verfügung. In den anderen Alterskategorien warten neben den Sieger-Trophäen schöne Buchpreise, die ebenfalls verlost werden.
Alexa Nussbaumer (7 Jahre) macht sich immer besser. Nach Platz 5 beim Rallyeturnier in Nüziders holte sie sich beim Schnellschachturnier in Götzis in der Kategorie Schüler den 3. Rang. Damit war sie auch ganz klar das bestplatzierte Mädchen. Alexa verlor lediglich gegen den Sieger David Pernsteiner (Lustenau), gewann dann aber alle anderen Partien und landete mit 4 Punkten aus 5 Partien verdient in den Pokalrängen.
Ebenfalls einen dritten Rang eroberte Bruder Laslo in der Jugendgruppe, die der Bregenzer Alexander Fürst gewann. Vincent und Patrick Nussbaumer landeten diesmal auf den Plätzen.
Das Turnier in Götzis, das diesmal nicht als Rallyeturnier ausgetragen wurde, war die letzte Chance zur Formüberprüfung vor den ersten drei Runden des Austria-Cups, die am 28. Dezember in Hohenems gespielt werden.
Das Absamer BL-Wochenende begann mit einer knappen 2,5 : 3,5 Niederlage gegen Ranshofen. Das Freitagsmatch war ein echter Bundesliga-Fight auf Biegen und Brechen der ein etwas kurioses Ende fand. Zunächst gelang es unseren Spielern einige schlechte und sogar verlorene Stellungen zu halten. Valery Atlas bot gegen GM Medvegy eine glänzende Verteidigungsleistung und auch sein Bruder Dmitry hielt IM Dovzik jederzeit auf Distanz. Mit Sorgen hingegen mussten lange Zeit die Partien von Robert Sandholzer, Matthias Burschowsky und Leon Nussbaumer betrachtet werden. Allen dreien gelang es aber irgendwie, zum Teil mit großem Glück zu überleben. Ausgerechnet die einzig wirklich besser stehende Partie entglitt Guntram Gärtner dann bei knapper Zeit. Guntram stand ganz unter dem Eindruck des kritisch stehenden Wettkampfes und war überzeugt, seine Partie unbedingt gewinnen zu müssen. Das ging schief und nach einem Bauerneinsteller war dann sogar der ganze Punkt weg. Schade, aber der Ranshofener Sieg ging insgesamt in Ordnung. Bild: Der erst 15-jährige Leon Nussbaumer holte in seiner erst dritten Bundesligapartie gegen Wolfgang Hackbarth erstmals ein Remis und nimmt aus diesem Wochenende sicher jede Menge Motivation mit.
Einen feinen Turniersieg gibt es aus der Schweiz zu vermelden. Emilian Hofer spielte am vergangenen Sonntag das Finalturnier des Züri Supercups 2010 und gewann ungeschlagen vor der in Vorarlberg bestens bekannen Gilda Thode aus Winterthur. In dem 7-rundigen Schnellschachturnier (10 Minuten plus 10 Sekunden pro Zug) besiegte Emilian seine härteste Rivalin gleich zwei mal. Im Turnier selbst und dann noch einmal im Stickkampf um den Turniersieg. Während Emilian bei zwei Remis gegen Stefan Künzi und Poun Piknoreak 5 Partien gewann, musste Gilda Thode nur gegen Emilian die Segel streichen und kam so ebenfalls auf 6 Punkte. Obwohl nach Buchholz und SB klar vorne, musste nach Schweizer Turnierregelement ein Stichkampf gespielt werden. Emilian bestens in Schuss durch diverse Blitzturnierteilnahmen im Land behielt die Ruhe und gewann auch diese Partie. Emilian hatte sich damit als einziger Nicht-Schweizer in der Science City der ETH in der das Jugendschach seinen fixen Platz hat, einmal mehr durchgesetzt. Bild: Emilian Hofer (SK Hohenems) und Gilda Thode (SG Winterthur)
Mit 11 Kindern stellte der SK Hohenems beim Rallye-Turnier in Bregenz zahlenmäßig eine beachtliche Abordnung. Mit Julian Mathis (Bildmitte)konnte sich einer von Helmut Cyris' Schützlingen auch einen Klassensieg holen. Nebst der Schüler- und Jugendgruppe bot Organisatorin Helene Mira erstmals auch ein Schnupperturnier für Kinder an, die noch keine oder nur wenig Turniererfahrung haben. In dieser Schnuppergruppe holte sich Julian mit 6 Punkten aus 7 Partien den ersten Rang. Auf 4 Punkte und den 4. Rang brachte es Maurice Marte, einen Punkt erreichte Mert Can.
Bei den Schülern erreichte Alexa Nussbaumer den hervorragenden 5. Rang bei 27 Teilnehmern. Sie holte 3,5 Punkte aus 5 Partien und unterlag dabei lediglich dem Turniersieger David Pernsteiner. Die Weltmeisterschaft und die zugehörige Vorbereitung haben Alexa ein wesentliches Stück weiter gebracht. Achter wurde Mert Öztürk mit 3 Punkten. Auf zwei Punkte kamen Tunahan Bas, Timo Bader und Justin Kaufmann.
Ein bisschen enttäuscht über seinen 7. Rang in der Jugendgruppe (3 aus 5) war der zuletzt doch recht erfolgsverwöhnte Vincent Nussbaumer. (die 100 % von der JBLMM sind noch gut in Erinnerung) 2,5 Punkte erreichte Julian Kranzl und 2 Punkte der freiwillig in der Jugendgruppe angetretene Patrick Nussbaumer.