
Die besten U16 und U18 Spieler und Spielerinnen Österreichs trafen sich in der Karwoche in Wien um die neuen Meister zu ermitteln. Mit Kai Medwed (U18 Bild links) und Emilian Hofer (U16 Bild rechts) gingen auch zwei Hohenemser Spieler recht optimistisch an den Start. Nach den 7 Runden waren dann zwar Teilerfolge zu verzeichnen, insgesamt blieben die beiden aber doch leicht unter ihren Möglichkeiten. Sowohl bei U16 als auch bei U18 wurde aber deutlich, dass sich das österreichische Nachwuchsschach in einer sehr dynamischen Entwicklungsphase befindet. Das Niveau war durchwegs sehr hoch. Emilian Hofer spielte als 13-jähriger bei dieser U16-Staatsmeisterschaft und kann daher theoretisch noch 3 x (!) in dieser Altersklasse antreten. Er erzielte 2 Punkte aus 7 Partien mit einem schönen Sieg gegen den U14-Staatsmeister 2009 Daniel Ly. Kai Medwed kam auf 3 Punkte aus 7 Partien. Gegen die schweren Kaliber Lukas Handler, Fabian Matt und Daniel Schnegg war nichts zu holen, gegen die Spieler mit ELO
Warum nicht gleich so? Nach einem verpatzten Start mit lediglich einem Remis aus den ersten vier Partien, drehte Guntram Mathis (Bild) bei der diesjährigen Vorarlberger Seniorenmeisterschaft in den Runden 5 bis 9 gewaltig auf und holte noch 5 Punkte aus ebenso vielen Partien. Damit gelang ihm mit 5,5 aus 9 noch der Vorstoß auf den 11. Rang bei insgesamt 34 Teilnehmer/innen.
Sieger wurde Hans-Uwe Kock vom SK Rankweil mit 7,5 Punkten vor Hans Rigg (Lochau) und Sigi Härtl (Dornbirn), beide 6,5 Punkte.
Der zweite Hohenemser, Mario Milo, erzielte 3,5 Punkte und belegte damit Rang 26. Mit nur zwei Spielern war für die Vertreter des SK Hohenems in der Teamwertung von vorne herein nichts zu holen. Es gewann Lustenau (Erich Peterlunger, Manfred Riedmann und Mischa Ignjatovic) vor Höchst (Albert Hämmerle, Günter Dellanoi und Isidor Riedl) und Dornbirn (Sigi Härtl, Werner Berktold und Sepp Hofer)


Der SK Dornbirn hatte mit seinem Josefiturnier auch heuer wieder einen Riesenerfolg. 133 Kinder und Jugendliche spielten in vier Klassen um Titel und Ehren. Beim SK Hohenems ist der Umbruch voll im Gange. Emilian, Kai, Leon und Laslo haben die ELO-Grenzen erreicht, andere waren diesmal durch schulische Verpflichtungen verhindert. Dennoch rührte Nachwuchstrainer Helmut Cyris kräftig die Werbetrommel und fuhr mit 13 Kindern zur Fachhochschule. Horatiu Pilsan als Lehrbeautragter an Vorarlbergs Kaderschmiede machte es wieder möglich, dass das Turnier unter optimalen Bedingungen und großzügigem Raumangebot durchgeführt werden konnte. Im Bild von links nach rechts: Justin Kaufmann, ihm gelang ein dritter Rang in der Unterstufe, er durfte einen weiteren Pokal seiner Sammlung hinzufügen. Kristian Mladenovic (Bild Mitte) und Saymen Velic (Bild rechts) sind mit die jüngsten aus Helmuts Trainingsgruppe an der VS Hohenems-Markt. Beide konnten bei ihrem ersten Antreten bei einem Turnier schon die ersten Erfolge feiern. Saymen geht sogar erst in die Vorschule, ist aber beim Training und beim Turnier schon mit großer Begeisterung dabei.
Bestplatzierter Hohenemser in der Jugendgruppe (diese spielte an zwei Tagen) war Vincent Nussbaumer mit 3/5 auf Platz 9. Bei den Schülern belegte Alexa Nussbaumer bei ebenfalls 3 Punkten Rang 8. Dabei zeigte sie in einigen Partien ganz tolle Leistungen. Bei den Volksschülern war Mert Can im 22. Rang der beste Hohenemser.
Alle Ergebnisse: Josefiturnier 2011
Jurastudent Georg Fröwis erzielte in der kürzlich beendeten A-Liga der Wiener Betriebsmeisterschaft seine zweite IM-Norm. Georg spielte im Team der TU Wien und holte in 9 Runden genau die erforderlichen 6 Punkte. Das Ergebnis entsprach einer ELO-Performance von 2457. Unter anderem besiegte er die IM's Helmut Kummer und Harald Grötz. Seine erste IM-Norm holte sich Georg 2009 bei den ÖSterr. Einzelmeisterschaften.
Georg kann damit heuer auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Bis auf eine kurze Schwächephase, ausgerechnet bei den Schlussrunden der Bundesliga, lief es optimal. Seine dritte Norm peilt Georg nun beim 33. internationalen Schachopen in Oberwart vom 9. bis 17. Juli 2011 an.


Salzburg war eine Reise wert, besonders für Marco Baldauf (links), der auf Brett 1 eine beeindruckende Vorstellung gab. Er remisierte gegen GM Goran Dizdar (Absam) und gewann gegen Bernhard Bayer (Schwaz). Grossartige 2 Punkte aus 3 Partien erzielte Leon Nussbaumer (mittleres Bild) auf Brett 5. Er gewann gegen die weit höher einzuschätzenden Christof Kondrak (Schwaz) und Daniel Schnegg (Jenbach). Den meisten Grund zur Freude hat aber Dmitry Atlas (rechts), dem es an diesem Wochenende gelang, seine insgesamt 2. IM-Norm zu fixieren. Das ganze lief wie bei einem Uhrwerk ab: zuerst mussten die "richtigen" Gegner kommen und dann musste auch das Ergebnis stimmen, benötigt wurde noch 1 Punkt aus 2 Partien. Die richtigen Gegner kamen: am Freitag GM Eckhard Schmittdiel (Absam) und am Sonntag IM Thomas Reich (Jenbach) und beide male trotzte Dmitry den prominenten Gegnern durch konsequentes Spiel das benötigte Remis ab. Herzliche Gratulation.
Ebenfalls ungeschlagen blieb Guntram Gärtner mit zwei Remis gegen Georg Fuchs (Absam) und Ludwig Deglmann (Jenbach). Ausgeglichen bilanzieren kann auch Matthias Burschowsky (1,5 aus 3). Seine insgesamt 6 aus 10 mit ELO-Leistung 2281 können sich sehen lassen. Sein erstes Remis in der 2. BL-West erzielte Kai Medwed, der auf dem 4. Brett drei gute Partien spielte und die eine oder andere Chance erst spät in der Endphase und in Zeitnot vergab. Auch Laslo Nussbaumer, für den es das erste Antreten in der zweithöchsten Spielklasse war gelangen zumindest zwei gute Partien. Zählbare Erfolge waren diesmal noch keine dabei, doch konnte er wichtige Wettkampferfahrung sammeln und kennenlernen, mit welcher Härte auf diesem Nieveau um jeden halben Punkt gerungen wird.
Hohenems trat an diesem Wochenende mit 3 Jugendspielern an. Das Highlight des Wochenendes war mit Sicherheit der 4:2 Sieg gegen Schwaz. Die letzte Runde ging gegen das ELO-mäßig deutlich überlegene Team von Jenbach nur knapp mit 3,5 : 2,5 verloren. Meister wurde Kufstein vor Absam und Bregenz. Hohenems belegte den 4. Schlussrang.