Unser ehemaliger Klubkollege GM Jan Gustafsson sorgt seit geraumer Zeit auf und neben dem Brett für Aufsehen in der deutschsprachigen Schachszene. Gusti war ja bekanntlich einer jener Rebellen, die dem Deutschen Schachbund für die Olympiade in Khanty-Mansiysk letztlich eine Absage erteilten. Unstimmigkeiten über die Betreuung und adequate finanzielle Bedingungen führten zur Absage und in der Folge zu teilweise sehr emotionalen Statements. Jan Gustafsson beteiligte sich jedoch nie an irgendwelchen Schlammschlachten sondern reagierte auf seine Weise. Letztlich war Jan dann doch in Khanty bei der Olympiade dabei, als Coach der Dänen, die mit dem 19. Rang ein Jahrhundertergebnis erzielten. Nach Kritik an der Situation in Deutschland zeigte er selbst, wie es besser geht. Das beeindruckt.
Seine Seite Jan Gustafsson bietet eine Kolumne in der Jan die internationale Schachszene auf pointierte Art kommentiiert. Weiters sind zu finden: die Rubrik Partienanalysen mit guten Analysen topaktuell gespielten Partien und vielem mehr, u.a. Jan Gustafsson lehrt Schach. Seine Seite ist eine absolute Bereicherung im deutschsprachigen Informationsangebot. Sehr empfehlenswert, öfters mal hinein zu schauen.
Am Schachbrett war Gusti schon sehr lange Profi. Jetzt ist er auch Medienprofi. Wir wünschen ihm am hart umkämpften Sponsoringmarkt jedenfalls viel Erfolg. Gusti war 10 Jahre lang Bundesligaspieler beim SK Hohenems, die letzten 5,6 Jahre in einer Führungsrolle. Rein wirtschaftliche Gründe haben dazu geführt, dass Jan ab heuer unseren Mitkonkurrenten, den Österreichischen Meister SK Jenbach verstärkt. Es kann leicht sein, dass bei der Startrunde der Bundesliga am 19. November in Graz (Hohenems trifft dabei auf Jenbach) Gusti auf der gegnerischen Seite Platz nehmen wird. Dass der Hohenems Coach dabei eine ganz kleine Träne verdrücken wird müssen, wird niemand merken. Im Profigeschäft gibt es keine Sentimentalitäten.
Starke Leistung von Günter Amann beim 7-rundigen Open in Luzern. Günter erkämpfte sich in 7 Runden (kompakt in 4 Tagen gespielt) 4,5 Punkte gegen durchwegs sehr respektable Konkurrenz. Damit belegte er bei 72 Spielern in der Kategorie A den 13. Rang. Günter blieb in diesem Turnier ungeschlagen. Er remisierte gegen eine Reihe starker IM's wie: Miklos Galyas (2484), Gyula Meszaros (2425), Alexander Beletzky (2454) und Hansjuerg Kaenel (2349).
Turniersieger wurde der Bulgare IM Petar Arnaudov (6 Punkte) vor GM Normunds Miezis (Lettland) und IM Maxime Aguettaz (Frankreich)



Eine ganz starke Vorstellung gelingt Patrick Nussbaumer (Bild Mitte) bei der Jugendschach-WM in der Kategorie U10. Er holt 6 von 11 möglichen Punkten und landet damit auf dem 63. Rang bei 154 Teilnehmern. Patrick gelingen 4 Siege (u.a. gegen den Chinesen Dai Wenzhi in der letzten Runde) und 4 Remis bei nur 3 Niederlagen. Emilian Hofer (rechtes Bild)erkämpfte in dem 11-rundigen Marathon 4,5 Punkte was bei 156 Teilnehmern Platz 114 bedeutete. Gerade in der U12 Kategorie war die Leistungsdichte enorm. Emilian hatte in den Runden 6 bis 8 eine Durststrecke zu überwinden und war in der letzten Runde nicht gerade vom Losglück begünstigt. Mit dem Sieg gegen den Russen Artem Kalyapin in der 9. Runde gelang ihm aber ein Bravourstück und in Runde 10 remisierte er gegen den Schweizer Meister Martin Schweighoffer.
Einen schweren Stand hatte Alexa Nussbaumer (Bild links) in der Gruppe Girls U08. Immerhin gelangen ihr 3 Siege und mehrere Partien waren lange und schwer umkämpft. Dabei spielte die erst 7-jährige Alexa - sie kann auch 2011 nochmals bei U8 antreten - einmal länger als 2,5 Stunden und 93 Züge - eine beachtliche Leistung für ein 7-jähriges Mädchen. Mehr als Rang 77 bei 80 Teilnehmerinnen war diesmal aber nicht zu holen. Die Ergebnisse der anderen Vorarlberger: Luca Kessler (SK Dornbirn, U14): 6 aus 11 / Rang 48 (128 Teilnehmer). Fabian Matt (SK Wolfurt, U16): 5,5 aus 11 / Rang 74 (140 Teilnehmer). Michaela Kessler (SK Dornbirn, Girls U16): 5,5 aus 11 / Rang 43 (97 Teilnehmerinnen)

Beim ersten Rallyeturnier der neuen Saison fehlten tws. bedingt durch die WM-Teilnahme die bekannteren Namen aus der Hohenemser Nachwuchsriege. Trotzdem schaffte es Helmut Cyris, 6 Schüler und 2 Jugendliche in Nüziders/Bad Sonnenberg an den Start zu bringen.
Einen beachtlichen 5. Rang mit 4 Punknte aus 5 Runden schaffte dabei Mert Öztürk. Er hatte damit genau so viel Punkte wie die drei Erstplatzierten David Pernsteiner/Lustenau, Nils Proyer/Dornbirn und Julian Halwachs/Rankweil. Die Ränge 7 und 8 belegten mit guten 3 Punkten Tunahan Bas und Justin Kaufmann. Julian Mathis und Felix Leindl kamen auf zwei Punkte (Ränge 14 und 15) und Timo Bader auf 1,5 / Rang 17. (19 Teilnehmer in der Schülerklasse)
Julian Kranzl musste erstmals in der Jugendklasse an den Start wo die Konkurrenz doch ungleich stärker ist als in der Schülerklasse. Am Ende standen 2 Punkte un der 14. Rang zu Buche, ein Ergebnis mit dem Julian nicht ganz zufrieden gewesen sein dürfte. Nur einen Platz dahinter mit ebenfalls 2/5 landete Aydan Bas, die damit vor Rebecca Rauch und Marta Pilsan bestplatziertes Mädchen in der Jugendklasse wurde.
Linkes Bild, vordere Reihe: Julian Mathis, Felix Leindl und Justin Kaufmann (v.l.n.r.) Hintere Reihe: Mert Öztürk, Tunahan Bas und Timo Bader (v.l.n.r.) Teilnehmer der Schülerklasse.
Rechtes Bild: Aydan Bas und Julian Kranzl, Teilnehmer der Jugendklasse
Ein starkes Finish in der Hohenemser Schnellschachserie legte am vergangenen Freitag Robert Sandholzer hin. Er gewann beim sechsten und letzten Turnier erstmals und erreichte damit auch mit Respektabstand den zweiten Rang in der Gesamtwertung. Der erste Rang war schon nach 4 Turnieren fix an Rainer Bezler (SK Lustenau) vergeben gewesen. Rainer erreichte beim 6. Turnier so wie Robert Sandholzer 3,5 Punkte was allerdings nur zum dritten Turnierrang reichte. Den zweiten Platz sicherte sich Kai Medwed mit ebenfalls 3,5 Punkten. Er besiegte Rainer Bezler in einer sehenswerten Partie. Bild: der Klubmeister des SK Hohenems 2010, Robert Sandholzer bei seiner Partie gegen Leon Nussbaumer.
Die Kategorie der Meisterkandidaten wurde ein weiteres mal die Beute von Kurt Kaufmann, der vor Felix Bahl und Vincent Nussbaumer gewann. Schließlich sicherte sich Sergiy Yakovlyev den Sieg in der allgemeinen Klasse vor Alexander Fürst und Christoph Nussbaumer.
An dieser ersten Schnellschachserie beteiligten sich insgesamt in 6 Turnieren 36 Spieler. Drei davon (Robert Sandholzer, Andreas Kezic und Gerhard Fröwis) spielten alle 6 Turniere und hatten dementsprechend 2 Streichresultate. Ein Streichresultat hatten aufzuweisen: Rainer Bezler, Kurt Kaufmann, Vincent Nussbaumer, Sergiy Yakovlyev und Hubert Graier.
Zehn Spieler holten im Rahmen der Gesamtwertung einen Geldpreis (Abstufung: 1. Rang €100,-- / 2. Rang € 90,-- / 3. Rang € 80,-- usw.). Den dritten Rang in der Gesamtwertung hinter Rainer Bezler und Robert Sandholzer sicherte sich Herbert Tschedemnig (SK Dornbirn), dem dazu 4 Turniere genügten.
Allgemeine Klasse Meisterkandidaten Meisterklasse Gesamtwertung