Eine 11-köpfige Delegation das Österreich nahm an den Europäischen Jugendmeisterschaften im Bulgarischen Badeort Albena am Schwarzen Meer teil, darunter als einzige Teilnehmerin aus Vorarlberg, Alexa Nussbaumer. Alexa spielte im U8 Bewerb der Mädchen und holte nach 9 Runden stolze 3 Punkte. Sie spielte dabei meist gegen Gegnerinnen aus Osteuropa. Die beste Partie gelang ihr gegen die Russin Kleopatra Kovalenko in Runde 8 (Bild: links Alexa, rechts Kleopatra). Alexa hatte über weite Strecken klaren Vorteil, zum Schluss einigten sich die beiden Mädchen auf remis. In der Schlussrunde tat Alexa nochmals alles, um das Punktekonto weiter aufzubessern, doch gegen Nino Darchiashvili aus dem Mutterland des Mädchenschachs, Georgien, musste sie nach 2 stündigem Kampf doch die Hand zur Aufgabe reichen. In Summe bot Alexa bei diesen Europameisterschaften in dennoch eine famose Leistung. Alexa zeigte sich gegenüber den EU-Meisterschaften in Mureck deutlich verbessert. Die Europameisterschaften waren traditionell sehr stark besetzt. Von den 50 Teilnehmerinnen im Feld der Mädchen U8 waren überhaupt nur 10 Westeuropäerinnen am Start. Es gewann Nurgyul Salimova (BUL) vor Tamar Esadze (GEO) und Elizaveta Solozhenkina (RUS).
Mit den Nussis, Emilian Hofer und Julian Kranzl nahmen gleich 7 unserer jungen Spieler bei der heurigen Trainingswoche mit GM Philipp Schlosser und Helene Mira in Bregenz teil. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde das traditionelle Familienturnier ausgetragen. Hier griffen dann auch Christoph (als Partner von Alexa) und Maria Nussbaumer (als Partnerin von Hele Mira) aktiv ins Geschehen ein. Es gewann das Brüderpaar Enno und Nils Proyer (Dornbirn, Bild Mitte) vor Papa Armin und Sohn Timo Kranz (Götzis, links neben den Proyers) und dem Nussi-Duo Leon und Laslo Nussbaumer (Bild rechts) auf Platz drei.
Punktegleich auf Rang vier landete das U12-Team Emilian Hofer und Vincent Nussbaumer. Eine ganz starke Vorstellung gaben Christoph und Alexa Nussbaumer, sie erreichten Platz sechs noch vor Helmut's Schützlingen Patrick Nussbaumer und Julian Kranzl. Maria Nussbaumer und Helene Mira belegten schließlich den neunten Rang von 22 Mannschaften. Geleitet wurde das Turnier von RS Stephan Hofer und Albert Baumberger, wobei es sich der Präsident des Vbg. Schachverbandes (Bild ganz links) nicht nehmen ließ, zusammen mit seinem Enkel David Seidl beim Turnier selbst mitzuspielen.
Ergebnisse und Bilder auf der Seite der Bregenzer Schachwerkstatt

Das Schach-Sommermärchen geht für den frisch gebackenen Staatsmeister Georg Fröwis nahtlos weiter. Georg spielt seit gestern bei dem mit 661 Teilnehmern größten österreichischen Sommer-Open in den traumhaft schönen Prunksälen des Wiener Rathauses. Die erste Runde hat er standesgemäß gewonnen. In Runde 2 ist er bereits auf Brett 34 aufgerückt und ist somit in der LIVE-Übertragung zu sehen.
Inzwischen ist Georg ein gefragter Mann. Am Samstag Vormittag gab er zusammen mit dem Deutschen Meister GM Igor Khenkin eine Simultanvorstellung auf dem Rathausplatz.
Das Turnier dauert noch bis zum 21. August.
Georg Fröwis setzte beim Vienna-Open 2011 in der letzten Runde mit dem Schwarz-Remis gegen IM Alexander Fauland noch einmal ein starkes Zeichen. Er schloss das Turnier mit 6,5 Punkten aus 9 Partien und dem 26. Rang ab. Noch einmal nahm er 13 ELO-Punkte mit und wird in der FIDE-September-Liste nach der erfolgreichen Turnierserie (Oberwart, Staatsmeisterschaft, IM-Turnier im Stilwerk und Vienna Open) auf neu 2420 kommen und damit auch im Federation Ranking für Österreich einen gewaltigen Satz nach vorne machen. Georg katapultiert sich innerhalb von 2 Monaten von Rang 53 in die Top-15 Österreichs.
Seine Leistungen, besonders der Gewinn des Staatsmeistertitels, sind natürlich auch unserem Nationaltrainer GM Zoltan Ribli nicht verborgen geblieben und so hat er bereits kurz nach der Staatsmeisterschaft an einem Training des Nationalkaders in Wien teilgenommen.
Ein sehr gutes Turnier spielte GM David Shengelia. Er führte vor der letzten Runde, die er dann auch gegen GM Gerald Hertneck gewann. Trotzdem wurde er in einem Fotofinish vom bulgarischen GM Marijan Petrov noch um 0,5 BH-Punkte abgefangen. Georg war in dem 390 Teilnehmer umfassenden Feld des A-Turniers siebentbester Österreicher.
Es geht Schlag auf Schlag. Keine zwei Wochen nach dem sensationellen Gewinn der Österreichischen Meisterschaften sicherte sich Georg Fröwis auch den Titel eines Internationalen Meisters. Der seit einiger Zeit in der Wiener Schachszene sehr umtriebige IM und Schachjournalist Stefan Löffler hat im Wiener Stilwerk in außer-gewöhnlichem Ambiente ein bemerkenswertes Turnier vorbereitet und erfolgreich über die Bühne gebracht.
Vier Dreierteams haben in 9 Runden einen interessanten Teambewerb gespielt, wie man ihn in dieser Form bisher in Österreich noch nicht gesehen hat. Georg (Bild Mitte) bildete zusammen mit Stefan Löffler (Bild links) und der erst 15-jährigen Wiener Nachwuchshoffnung Christoph Menezes (Bild rechts) ein Team und belegte damit in der Teamwertung den zweiten Rang. In der Einzelwertung war er ex aequo mit den beiden Deutschen Julian Jorczik und Aljoscha Feuerstack mit je 6 Punkten vorne. Alle drei erfüllten mit diesem Score genau das Soll für die Norm. Georg startete fulminant in das Turnier und gewann gegen die drei Niederländer IM Chiel van Oosterom, Lars Ootes und IM Joost Michielsen. Danach ging Sicherheit vor und so endeten die restlichen Partien remis.
Mit diesem Turnier hat Georg Fröwis alle erforderlichen Normen sowie eine ELO-Zahl von mehr als 2400 ELO-Punkten erreicht. Er ist damit in neunzig Jahren Vorarlberger Schachgeschichte nach Guntram Gärtner (IM seit 2000) erst der zweite in Vorarlberg aufgewachsene Schachspieler, der die hohe Auszeichnung von der FIDE verliehen bekommen wird. Die formelle Überreichung der Urkunde geschieht vermutlich beim 82. FIDE-Kongress vom 15. - 22. Oktober in Krakau.