3. Rudolf Hollenstein-Gedenkturnier mit 5 Hohenemsern, Emilian Hofer am 10. Platz
- Reinhard Kuntner
44 Teilnehmer machten sich am vergangenen Samstag trotz bestem Sommerwetter auf nach Höchst um in 7 Runden den Sieger im 3. Rudolf Hollenstein-Gedenkturnier zu ermitteln. Die Favoritenrolle lag bei IM Robert Kreisl vom SK Maria-Saal, doch setzte ihm die junge Vorarlberger Garde sehr stark zu. Fabian Matt (SK Wolfurt) gewann 6 Partien und remisierte gegen Robert Kreisl was zum Turniersieg reichte, nachdem der für SK Maria-Saal spielende Steirer ein weiteres Remis gegen Dr. Helmuth Koch abgab. So gesehen haben nicht nur die Vorarlberger Jugendspieler sondern auch die Senioren starke Akzente gesetzt. Unterstrichen wird das auch durch die Ränge 5 von Helene Mira (Bregenz) und 9 durch Günter Dellanoi (Höchst).
Und die Hohenemser? Einen guten 10. Rang in dem beachtlich starken Teilnehmerfeld erreichte Emilian Hofer mit 4,5 Punkten aus 7. Punkten. Auf ebenso viele Punkte und Rang 13 kam Sergiy Yakovlyev. Sergiy ließ damit so manchen arrivierten Landesligaspieler hinter sich. Gute Mittelfeldplätze (17. und 18.) mit je 4 aus 7 belegten Kurt Kaufmann und Patrick Nussbaumer. Etwas weniger gut wie sonst lief es diesmal für Julian Kranzl mit 3/7 und Rang 32.
Rudl hätte jedenfalls seine Freude gehabt beim Anblick der vielen Jugendspieler. Fast die Hälfte des Teilnehmerfeldes war jünger als 18 Jahre. Auf dem Siegerfoto von links nach rechts: Günter Dellanoi vom veranstaltenden Klub SK Höchst, IM Robert Kreisl (2.), Fabian Matt (1.) und Luca Kessler (3.)
Bundesliganachlese: dem Erfolgsgeheimnis auf der Spur
- Reinhard Kuntner
Die Bundesligasaison 2011/12 ist zu Ende. Für Hohenems war es die siebzehnte in ununterbrochener Reihenfolge. Grund genug, ein paar Fragen zu stellen und sich zu überlegen, wie es weiter gehen soll. Aus Vereinsmeiers Sicht, aber vielleicht auch aus der Überlegung, was denn die österreichische Schachszene von dieser Bundesliga hat.
Eins scheint klar zu sein. Die österreichische Schachbundesliga hat von ihrer Anziehungskraft nichts, aber auch gar nichts verloren. Seit gestern steht fest, dass mit Absam, Husek Wien und Union Ansfelden drei bestens bekannte Teams die Rückkehr ins Oberhaus geschafft haben. Husek und Ansfelden sind ehemalige Meisterteams, Absam konnte sich bisher meist nur ein, zwei Saisonen halten, doch dürfte kein anderer österreichischer Verein so oft der Versuchung erlegen sein, es wieder einmal "oben" zu versuchen. Mit Zwettl und Feffernitz konnten sich zuletzt zwei Neulinge halten. St. Veit hat bereits seine dritte Saison überstanden und schickt sich an, in den Kreis der Etablierten aufzurücken. Die sechs Platzhirsche, die scheinbar durch gar nichts von ihren saftigen Weidegründen in der Bundesliga zu vertreiben sind, belegten denn auch die Ränge 1 bis 6 in der eben abgelaufenen Meisterschaft: Meister Baden, Jenbach, Wulkaprodersdorf, Fürstenfeld, Maria-Saal mit Österreichs Nummer 1, Markus Ragger (Bild rechts) und Hohenems.
Die wichtigsten Fragen, die sich aufdrängen sind:
- Verdient das starke Geschlecht eigentlich zurecht diese Bezeichnung, nachdem die Männer in der Bundesligasaison 2011/12 keine 50 % zusammen gebracht haben?
- Muss man sich um die Österreicher in der Bundesliga wirklich solche Sorgen machen, nachdem Spieler dieser Föderation immerhin am zweit häufigsten eingesetzt wurden und dabei beinahe 100 Punkte einstreifen konnten?
- Stimmt es, dass Vereine die keine oder kaum österreichische Spieler einsetzen sich größter Abstiegsgefahr aussetzen?
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Landesschulschachfinale mit Überraschungen, Julian Kranzl gewinnt Einzelwertung im Hauptbewerb
- Reinhard Kuntner

Nicht mit dem erwarteten Sieg des favorisierten Teams des BG Dornbirn sondern des BG Feldkirch Rebberggasse (u.a. mit Michael Kuhn und Maximilian Hofer) endete der Hauptbewerb (Unterstufengymnasien und VMS). Immerhin die Einzelwertung gewann mit Julian Kranzl (Bild links) ein Spieler des BG Dornbirn. Zum Bundesschulschachfinale fahren aber die Feldkircher.
Auch im Oberstufenbewerb blieb dem BG Dornbirn nur der zweite Rang. Hier hat sich mit der HTL Dornbirn (u.a mit Luca Kessler, Fabian Matt und Kai Medwed) allerdings der Favorit durchgesetzt. Eine sehr starke Leistung bot Laslo Nussbaumer (Bild rechts) vom Team des des BG Dornbirn. Nach Siegen gegen Kai Medwed und einem Remis in der Schlussrunde gegen Luca Kessler sicherte sich Laslo den dritten Rang in der Einzelwertung (nach Fabian Matt und Luca Kessler).
Bei den Volksschülern gab es bei 11 Teams Rang 9 für die Volksschule Hohenems-Markt. Die VS Dornbirn Oberdorf wird Vorarlberg beim Bundesfinale vertreten. Beste Spielerin der VS Hohenems-Markt war Alexa Nussbaumer mit Rang 9 (5/7) in der Einzelwertung. Carmen Platisa erreichte 3,5 Punkte aus 7 Partien. Die anderen (alles Erst- und Zweitklässler) spielten erst ihr zweites Turnier und mussten diesmal noch mit hinteren Rängen vorlieb nehmen.
In der Kategorie Nachwuchs siegte das BG Feldkirch Rebberggasse. Diese Schule eroberte damit zwei Titel. Ergebnisse der Schülerliga Schach 2012:Landesbewerb Vorarlberg:
Bundesligafinale in Jenbach: tanzen die Tiroler zum 3. Meistertitel en suite?
- Reinhard Kuntner
Jenbach dominiert die Bundesliga seit fast drei Jahren nach Belieben und liegt vor dem letzten Bundesligawochenende mit zwei Punkten Vorsprung in Führung. Die Tiroler scheinen im heimischen Turniersaal, dem VZ Jenbach, ungefährdet dem 3. Titel in Serie entgegen zu steuern. Der Erwartungsdruck ist allerdings enorm und noch stehen vier Runden aus, vier Runden gegen Gegner, die vermutlich nicht so nebenbei zum Frühstück verspeist werden können.
Nach 2008 hat auch Hohenems erstmals wieder im Kampf um die Medaillen ein gewichtiges Wörtchen mit zu reden. Nach 7 Runden nimmt Hohenems den dritten Rang ein. Das Halten des dritten Platzes und der damit verbundenen Qualifikation für den European Team Cup 2012 in Israel ist denn auch das realistische Ziel für das Finale dieser Bundesligasaison. Dafür könnten bereits 4 Mannschaftspunkte reichen. Der schärfste Verfolger Wulkaprodersdorf hat ein fast identisches Schlussprogramm und liegt einen Zähler zurück. Die Aufgabe von Fürstenfeld, dem Fünften ist noch schwerer. Die Steirer müssten schon zwei Punkte Rückstand aufholen, haben allerdings auch ein etwas leichteres Restprogramm. Alle Partien können wieder LIVE mitverfolgt werden.
Donnerstag, 19. April 16.00 Uhr Feffernitz - Hohenems 4 : 2
Freitag, 20. April 14.00 Uhr Hohenems - Jenbach 2 : 4
Samstag, 21. April 14.00 Uhr Baden - Hohenems 3,5 : 2,5
Sonntag, 22. April 10.00 Uhr Hohenems - Kufstein/Wörgl 3 : 3
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