Schach verbindet nicht nur Völker und Nationen sondern auch Generationen
- Reinhard Kuntner
Dieser Schnappschuss stammt vom freitägigen Bewerbspiel in der Vorarlberger B-Klasse Unterland SK Dornbirn 3 - SK Hohenems 4. Auf Brett 4 kam es zur Begegnung Alexa Nussbaumer (Hohenems) - Werner Berktold (Dornbirn). Der Altersunterschied der beiden Kontrahenten betrug satte 78 Jahre! Alexa ist 9 Jahre jung und steht erst am Anfang einer hoffentlich langen Schachlaufbahn. Hr. Berktold zeigte am Schachbrett mit seinen 87 Jahren noch immer gute Übersicht und vor allem etwas längere Ausdauer als seine junge Herausforderin.
Nach wechselhaftem Spiel mit anfänglichen deutlichen Vorteilen für Alexa setzte sich im Endspiel doch die Erfahrung durch. Werner Berktold hat das Schachspiel übrigens erst mit 65 Jahren erlernt und spielt seither mit Begeisterung in der Vorarlberger Mannschaftsmeisterschaft mit. Er nimmt auch regelmäßig an den Vorarlberger Senioren-Meisterschaften teil. Alexa wurde heuer Zweite bei den Österreichischen Meisterschaften in der Mädchenwertung U9 und bekam für ihr Spiel von Herrn Berktold ein dickes Lob.
Hand aufs Herz liebe Sportsfreunde. Welche Sportart hat mehr zu bieten?
Chess rules! Yeah!
Bundesliga 2012/13: Der Westen eröffnet, am kommenden Freitag beginnt die große Hatz
- Reinhard Kuntner

Hatz auf wen ist die Frage. Ein ganz klarer Favorit ist nicht auszumachen, mit Zillertal, SIR Bernhard (Salzburg) und vielleicht auch Kufstein/Wörgl raufen sich drei Teams um den Titel, die alle schon Bundesliga 1-Luft geschnuppert haben, bei SIR und Kufstein liegt das erst ein paar Monate zurück. Während die Salzburger ihr Team zusammen halten konnten, hat Kufstein/Wörgl Kunin und Hertneck abgegeben. Bei Zillertal taucht neu der Name Votava auf. Sollte der tschechische GM öfters zum Einsatz kommen, dann werden auch die Tiroler ein gewichtiges Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden. Die eine oder andere Verstärkung geholt haben auch Rum (Wegener, Fedorovsky), Schwaz (Deglmann), Götzis (Raykhman), Hohenems (Breder, Kessler) und Bregenz (Serafimov, Graf). Ranshofen, Mozart Salzburg, Schwarzach und ASK Salzburg setzen auf Altbewährtes. Abgänge gab nicht allzu viele, in Summe ist die Liga vermutlich stärker als je zuvor.
Es ist also zu erwarten, dass die Teams bei den regionalen Auftaktrunden in Hohenems (Bregenz, Götzis, Hohenems, Ranshofen), Wörgl (Rum, Schwaz, Zillertal, Kufstein/Wörgl und Salzburg (SIR, Mozart, Schwarzach und ASK) gleich ordentlich zur Sache gehen werden. Schonzeit wird es vermutlich nicht geben, denn wer den Start verpasst wird es im Laufe der weiteren Meisterschaft schwer haben. Die Meisterschaft der 2. Bundesliga-West 2012/13 verspricht eine hochinteressante zu werden. Es gibt zwei bis drei Titelanwärter aber auch fünf bis sechs starke und unberechenbare Jäger, denen die Favoriten jederzeit zum Opfer fallen können. Auch der Abstiegskampf ist offen. Platz 10 dürfte jedenfalls zum Hochrisikoplatz werden, den es zu vermeiden gilt. In der vergangenen Saison hat er bekanntlich nicht gereicht.
Die Regionalrunde Hohenems wird vom 5. - 7. Oktober 2012 im Pfarrheim St. Karl gespielt. Die Veranstaltung ist öffentlich und bewirtet. Zuseher sind herzlich willkommen.
Schnellschach- und Blitz- Team und Einzel-Staatsmeisterschaften: Vorarlberg sammelt 10 Medaillen
Einen neuen und interessanten Modus hat sich der ÖSB einfallen lassen. Die Jugend-Bundesländer-Meisterschaft wurde in einen Schnellschachbewerb umgewandelt. Die Teams bestehen aus 8 Spieler/innen, fünf Burschen U10, U12, U14, U16 und U18 sowie drei Mädchen U10, U14 und U18, wobei die Reihung bei der Aufstellung streng nach ELO zu erfolgen hatte. Das 9-rundige Turnier wird an einem einzigen Tag abgewickelt, gefolgt von den Einzel-Staatsmeisterschaften im Schnellschach tags darauf und den Einzel-Blitzstaatsmeisterschaften zum Abschluss am Sonntag, insgesamt ein kompaktes Angebot an Österreichs Schachjugend, das dann auch zahlreich angenommen wurde. Die Premiere gab es an diesem Wochenende in Mattersburg, bestens vorbereitet und durchgeführt von unseren burgenländischen Schachfreunden.
Vorarlberg schickte sein bestmögliches Team und zählte als drittgesetzte Mannschaft zu den Medaillenanwärtern. Nach 5 Runden und einem 5,5 : 2,5 Sieg gegen Vorjahrssieger Wien war die Mannschaft sogar verlustpunktfrei auf Rang 1. In Runde 6 hieß der Gegner Steiermark. Der Rekordsieger der BLJMM erwies sich allerdings auch heuer als unüberwindbare Hürde. Die klare 1,5 : 6,5 Niederlage warf das Team auf Rang 3 zurück, die Chance auf den Turniersieg war damit praktisch vorbei. In Runde 7 folgte überraschend eine weitere Niederlage gegen Oberösterreich, die jedoch für den Turnierausgang letztlich bedeutungslos war. Mit einem 5:3 Sieg zum Abschluss gegen Gastgeber Burgenland konnte der dritte Platz und die Bronzemedaille gesichert werden. Die beiden Hohenemser Patrick Nussbaumer und Emilian Hofer steuerten mit 5,5 Punkten aus 8 Partien bzw. 5/8 wertvolle Punkte zu diesem tollen Erfolg bei.
Bild von links nach rechts: Johann Glavanich vom Veranstalterteam, davor Matea Martic (Dornbirn, MU10), Marta Pilsan (Dornbirn, MU14), Annika Fröwis (Lustenau, MU18), Mag. Stephan Hofer (Team-Coach), davor Valentin Steger (Bregenz, BU10), Luca Kessler (Dornbirn, BU16), Emilian Hofer (Hohenems, BU14), Patrick Nussbaumer (Hohenems, BU12) und Fabian Matt (Wolfurt, BU18).
Jugend-Bundesländer-Mannschaftsmeisterschaft 2012Fotos
Int. Jugendturnier Liechtenstein: 3 Einzel- und 2 Teampokale, dazu 2 vierte Plätze
- Reinhard Kuntner
Starker Auftritt der Hohenemser Jugendspieler/innen beim 28. Int. Jugendturnier in Schaan. Aydan Bas verpasste zwar die Titelverteidigung in der Mädchenklasse, sicherte sich aber mit 6 Punkten hinter Juliane Halwachs (SK Rankweil) den zweiten Platz. Dritte wurde nach einem starken Finish Alexa Nussbaumer mit 4,5 aus 7. Carmen Platisa kam mit 4 Punkten auf den 7. Rang und eroberte damit zusammen mit Alexa und Aydan den Sieg in der Teamwertung vor Rankweil.
In der Klasse U14 waren mit Vincent und Patrick Nussbaumer sowie Julian Kranzl und Tunahan Bas vier Spieler aus Hohenems in dem 35-köpfigen Teilnehmerfeld an Start. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus. Es siegte Nguyen Nam-Khang vor Dario Bischofsberger beide aus der Schweiz vor Julian Kranzl und Patrick Nussbaumer, wobei Julian nur durch die Drittwertung hauchdünn die Nase vorne hatte. Patrick remisierte in der Schlussrunde gegen den Turniersieger und hätte bei einem Sieg selbst das Turnier gewonnen. Nicht in die Titelentscheidung eingreifen konnte Vincent Nussbaumer, er landete mit 4 aus 7 (Rang 17) im Mittelfeld. Tunahan Bas kam mit 3 Punkten auf den 23 Rang. Die Teamwertung wurde ganz klar eine Beute des SK Hohenems vor Aschaffenburg-Schweinheim und Sprengschach Wil.
In der Klasse U18 konnten Leon Nussbaumer und Emilian Hofer ziemlich genau ihre Startränge behaupten. Leon schlug in der letzten Runde seinen Teamkollegen Emilian Hofer und sicherte sich mit 5 aus 7 Rang 4. Emilian fiel durch die Niederlage auf Rang 8 zurück (4 aus 7). In der Teamwertung machte sich natürlich das Fehlen eines dritten Spielers bemerkbar, trotzdem wurde der dritte Platz nur um einen halben Zähler verfehlt.
Das Turnier war für Patrick Nussbaumer und Emilian Hofer auch eine gute Vorbereitung für die in zwei Wochen stattfindende Bundesländermeisterschaft im Schnellschach sowie den österreichischen Einzelschnellschach- und Blitzmeisterschaften der Jugend in Mattersburg.
