Gleich mit 10 Hohenemser Kindern nahm unser Schachklub beim Lustenauer Rallye-Turnier teil. Zum ersten mal dabei: Alexa Nussbaumer, die nicht länger ihren Brüdern nur zuschauen wollte. Die erst 5 jährige kleine Dame gewann in der Schülerklasse gegen doch um einige Jahre ältere Teilnehmer gleich zwei Partien und bestätigte damit, dass es sicher nicht zu früh war, den Schritt in den Turniersaal zu wagen.
In der Jugendklasse war Hohenems mit den Plätzen vier bis sechs durch Leon Nussbaumer, Kai Medwed und Emilian Hofer mannschaftlich sehr stark. Laslo Nussbaumer kam auf Rang 14 und Max Niederstetter auf Rang 29 (38 Teilnehmer) Emilian spielte das erste mal in der Jugendklasse.
In der Schülerklasse erzielte Patrick Nussbaumer 4 Punkte aus 5 Partien und kam damit auf den sehr guten 5. Rang. Bruder Vincent folgt auf Rang 8. Mit Noah Kreiser hat zum ersten mal ein Bub aus Helmuts letztjährigem Schulprojekt mitgespielt und auf Anhieb mit 3 aus 5 Rang 12 erreicht. Unmittelbar danach landete Julian Kranzl ebenfalls mit 3 aus 5 auf Rang 13. Und für großes Aufsehen sorgte eben mit Rang 18 bei 31 Teilnehmern der jüngste Sproß der Schachdynastie Nussbaumer, Alexa.
Ergebnisse auf der Seite des VSCHV
Am 16. Oktober geht's ab nach Kalithea, ab 17. wird dann täglich ab 13.00 Uhr MEZ gespielt, 7 Runden nach Schweizersystem. Mindestens ein Teil der Begegnungen (lt. Veranstalter mehr als 50 Bretter) werden - wenn die Ankündigung stimmt - mit einer Stunde Verzögerung live übertragen. Befürchtet werden wohl elektronische Einflüsterer, eine Übertragung mit Zeitversatz findet ja nicht zum ersten mal statt.
Wie auch immer, für den SK Hohenems ist dieses Turnier der Superlative ein weiterer absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Es ist das sechste Antreten beim Europacup und es wäre schon eine ausgewachsene Sensation, wenn uns ein besseres Resultat wie im Jahre 2002 gelänge. Damals, gespielt wurde übrigens am selben Ort im selben Hotel Athos Palace am Strand von Kassandra, dem südlichen der drei Finger der Halbinsel Chalkidiki, erzielte Hohenems mit dem 12. Rang das bisher beste EC-Ergebnis.
Diesmal sind 62 Männer- und 18 Frauenteams am Start, so viele wie noch nie. Es ist ein wahres Großereignis mit 600 SpielerInnen, darunter 23 GM's mit mehr als 2700 ELO Punkten. Die beiden ganz Großen, Anand und Kramnik fehlen, da parallel in Bonn die Schachweltmeisterschaft läuft. Hohenems ist in der Setzliste mit einem ELO-Durchschnitt der ersten 6 Spieler von 2503 an 18. Stelle. Gegen die topgesetzten Russen von URAL Sverdlovskaya mit 2712 nimmt sich das freilich bescheiden aus. Die Leistungsdichte der 10 besten Teams ist denn auch enorm. Selbst das zwölftplatzierte deutsche Team von SV Mühlheim Nord weist noch einen Schnitt von 2592 auf.
Hohenems spielt in der Formation
1 David Baramidze
2 Arik Braun
3 Alexander Naumann
4 Michael Bezold
5 Valery Atlas
6 Milan Novkovic
7 Dmitry Atlas
Coach: Reinhard Kuntner
Wenn es die Technik zuläßt, wird es täglich einen Blog <unter weiter> auf dieser Seite geben. Hier sind schon einmal die wichtigsten Links:
Veranstalterseite mit Live-Partien
Aufstellungen und Ergebnisse
Weiterlesen: European Club Cup 2008: SK Hohenems goes Hellas

Bedingt durch die Abwesenheiten von Luca und Michaela Kessler sowie Annika Fröwis (Europameisterschaften) haben Teamchef Gerhard Fröwis von Beginn weg arge Aufstellungssorgen geplagt. Dazu kam im letzten Moment der Ausfall des Mädchenbrettes U16, sodaß man sogar gezwungen war mit 9 Teilnehmern nach St. Leonhard (NÖ) zu fahren.
In Anbetracht dieser Umstände muß das Abschneiden von Team Vorarlberg 2008 als sensationell bezeichnet werden. Mit 6 Mannschaftssiegen, einem Unentschieden und nur zwei Niederlagen belegte Vorarlberg den nicht erwarteten fünften Rang. Wesentliche Beiträge dazu lieferten die drei Teilnehmer des SK Hohenems: Emilian Hofer kam mit 7,5 Punkten aus 9 Partien in der Brettwertung U10/1 auf den zweiten Rang, Laslo Nussbaumer steuerte 5 aus 9 bei und Johannes Hillbrand kam bei sehr starker Gegnerschaft auf 50 % der Punkte.
Ergebnisse unter BLJM2008
Fotoserie auf der Seite der Schachschule Landeck
Bild Team Vorarlberg 2008 mit (von links nach rechts)
hintere Reihe: Mathias Gassner, Emilian Hofer, Laslo Nussbaumer, Martha Pilsan
vordere Reihe: Stephan Ammann, Enno Proyer, Elias Klocker, Johannes Hillbrand und Fabian Matt.
Die Bilanz der Hohenems-Spieler zum Auftakt zur Schachbundesliga in Deutschland ist insgesamt ausgeglichen. Am überzeugendsten spielten Jan Gustafsson und David Baramidze auf Brett 1 und 2 für den Hamburger SK. Beide remisierten zwei mal und holten einmal den vollen Punkt. Gusti gelang dabei ein schneller Weissieg gegen seinen Hohenems-Coach Michael Bezold. David spielte die ersten Partien für seinen neuen Verein. Ausgeglichen mit je drei bzw. zwei Remis starteten Alex Naumann und Ed Rozentalis in die neue Saison. Michael Bezold am Spitzenbrett von Aufsteiger Bayern München gelang ein Remis gegen Igor Nataf. Arik Braun erzielte ebenfalls 0,5 aus 2, seinen Eppingern gelang mit zwei 4,5 : 3,5 Siegen aber ein Auftakt nach Maß.
Alle Details unter: Bundesliga-Ergebnisdienst Hamburg
Partien, Live-Blogs: Schachbundesliga.de
16 Jugendliche und Schüler sowie 17 Erwachsene beteiligten sich letztes Wochenende am Intensivtraining mit GM Michael Bezold. Das Hohenemser Klublokal war bei einem Training schon lange nicht mehr so gut gefüllt.
Ausserordentlich interessant war Michaels Vortrag über seinen Werdegang vom starken oberfränkischen Jugendspieler zum Großmeister, seine Begegnungen mit Schachgrößen wir Michail Botwinnik, Tigran Petrossjan oder Bobby Fischer in der Pulvermühle. Das Umfeld eines ganz starken Klubs - in seinem Fall der frühere Seriensieger der deutschen Schachbundesliga Bayern München - war seiner Meinung nach entscheidend für den nötigen Leistungssprung.
Im Programm für die Schüler war auch ein zweirundiges Simultan in Form eines Uhrenhandicaps eingebaut (je 25 Minuten Bedenkzeit). Kai Medwed und Enno Proyer schafften dabei einen Sieg.
Die Trainingsserie mit GM Michael Bezold soll drei bis vier mal pro Jahr stattfinden und wird auch weiterhin für alle ambitionierten SchachspielerInnen der Region offen stehen.