Josefiturnier Dornbirn: 133 Kinder beim Abschluss der VBG Schachrallye, Hohenems gewinnt Teamwertung 2010/11
- Reinhard Kuntner


Der SK Dornbirn hatte mit seinem Josefiturnier auch heuer wieder einen Riesenerfolg. 133 Kinder und Jugendliche spielten in vier Klassen um Titel und Ehren. Beim SK Hohenems ist der Umbruch voll im Gange. Emilian, Kai, Leon und Laslo haben die ELO-Grenzen erreicht, andere waren diesmal durch schulische Verpflichtungen verhindert. Dennoch rührte Nachwuchstrainer Helmut Cyris kräftig die Werbetrommel und fuhr mit 13 Kindern zur Fachhochschule. Horatiu Pilsan als Lehrbeautragter an Vorarlbergs Kaderschmiede machte es wieder möglich, dass das Turnier unter optimalen Bedingungen und großzügigem Raumangebot durchgeführt werden konnte. Im Bild von links nach rechts: Justin Kaufmann, ihm gelang ein dritter Rang in der Unterstufe, er durfte einen weiteren Pokal seiner Sammlung hinzufügen. Kristian Mladenovic (Bild Mitte) und Saymen Velic (Bild rechts) sind mit die jüngsten aus Helmuts Trainingsgruppe an der VS Hohenems-Markt. Beide konnten bei ihrem ersten Antreten bei einem Turnier schon die ersten Erfolge feiern. Saymen geht sogar erst in die Vorschule, ist aber beim Training und beim Turnier schon mit großer Begeisterung dabei.
Bestplatzierter Hohenemser in der Jugendgruppe (diese spielte an zwei Tagen) war Vincent Nussbaumer mit 3/5 auf Platz 9. Bei den Schülern belegte Alexa Nussbaumer bei ebenfalls 3 Punkten Rang 8. Dabei zeigte sie in einigen Partien ganz tolle Leistungen. Bei den Volksschülern war Mert Can im 22. Rang der beste Hohenemser.
Alle Ergebnisse: Josefiturnier 2011
2. BL-West: perfekter Abschluss einer sehr guten Saison, Dmitry Atlas erzielt IM-Norm
- Reinhard Kuntner


Salzburg war eine Reise wert, besonders für Marco Baldauf (links), der auf Brett 1 eine beeindruckende Vorstellung gab. Er remisierte gegen GM Goran Dizdar (Absam) und gewann gegen Bernhard Bayer (Schwaz). Grossartige 2 Punkte aus 3 Partien erzielte Leon Nussbaumer (mittleres Bild) auf Brett 5. Er gewann gegen die weit höher einzuschätzenden Christof Kondrak (Schwaz) und Daniel Schnegg (Jenbach). Den meisten Grund zur Freude hat aber Dmitry Atlas (rechts), dem es an diesem Wochenende gelang, seine insgesamt 2. IM-Norm zu fixieren. Das ganze lief wie bei einem Uhrwerk ab: zuerst mussten die "richtigen" Gegner kommen und dann musste auch das Ergebnis stimmen, benötigt wurde noch 1 Punkt aus 2 Partien. Die richtigen Gegner kamen: am Freitag GM Eckhard Schmittdiel (Absam) und am Sonntag IM Thomas Reich (Jenbach) und beide male trotzte Dmitry den prominenten Gegnern durch konsequentes Spiel das benötigte Remis ab. Herzliche Gratulation.
Ebenfalls ungeschlagen blieb Guntram Gärtner mit zwei Remis gegen Georg Fuchs (Absam) und Ludwig Deglmann (Jenbach). Ausgeglichen bilanzieren kann auch Matthias Burschowsky (1,5 aus 3). Seine insgesamt 6 aus 10 mit ELO-Leistung 2281 können sich sehen lassen. Sein erstes Remis in der 2. BL-West erzielte Kai Medwed, der auf dem 4. Brett drei gute Partien spielte und die eine oder andere Chance erst spät in der Endphase und in Zeitnot vergab. Auch Laslo Nussbaumer, für den es das erste Antreten in der zweithöchsten Spielklasse war gelangen zumindest zwei gute Partien. Zählbare Erfolge waren diesmal noch keine dabei, doch konnte er wichtige Wettkampferfahrung sammeln und kennenlernen, mit welcher Härte auf diesem Nieveau um jeden halben Punkt gerungen wird.
Hohenems trat an diesem Wochenende mit 3 Jugendspielern an. Das Highlight des Wochenendes war mit Sicherheit der 4:2 Sieg gegen Schwaz. Die letzte Runde ging gegen das ELO-mäßig deutlich überlegene Team von Jenbach nur knapp mit 3,5 : 2,5 verloren. Meister wurde Kufstein vor Absam und Bregenz. Hohenems belegte den 4. Schlussrang.
Bundesliga-Finale in St. Veit/Glan
- Reinhard Kuntner

Ab Donnerstag 3. bis Sonntag, 6. März 2011 ist St. Veit/Glan kurzzeitig Schachhauptstadt Österreichs. Die 12 österreichischen Spitzenklubs geben sich ein Stell-Dich-Ein bei den Bundesligarunden 8 bis 11. Während an der Tabellenspitze alles klar zu sein scheint, ist am Tabellenende für Hochspannung gesorgt. Jenbach als amtierenden und wohl auch neuer Meister hat zwar gleich am Donnerstag noch Verfolger Wulkaprodersdorf zum Gegner, bleibt aber selbst bei einer knappen Niederlage weiterhin klarer Favorit. Zwei Matchpunkte und 5 Brettpunkte Vorsprung sprechen eine deutliche Sprache. Die spannende Frage ist eher, ob es den Tirolern gelingt, das Husarenstück von letzem Jahr zu wiederholen und alle 11 Begegnungen zu gewinnen.
Am Tabellenende sind Pöchlarn, Styria Graz, Mayrhofen und SIR Salzburg am meisten gefährdet. Drei Klubs müssen den Weg in die 2. Bundesliga antreten. Salzburg hat zwar zwei Punkte mehr auf dem Konto als das derzeitige Schlusstrio, doch stehen mit Jenbach und Baden noch zwei sehr schwere Matches auf dem Programm. In den Begegnungen gegen Pöchlarn und Zillertal darf daher nichts schief gehen. Lackenbach (5 Matchpunkte) und wir selbst (6) sind zwar auch noch nicht endgültig aus dem Schneider, doch müsste bei diesen beiden Mannschaften schon sehr viel schief laufen, wenn es einen der beiden noch erwischen sollte. Im Bild rechts: Georg Fröwis, der bisher eine sehr gute Saison hatte und in St. Veit versuchen wird, seine IM-Norm Chance wahrzunehmen. Dafür wäre allerdings eine Sonderleistung nötig. Über die Zusammensetzung des Teams wird ansonsten derzeit noch nichts weiter verraten, ab Donnerstag 15.30 Uhr sind die Aufstellungen dann in der Liveübertragung einzusehen. Die Spieler des SK Hohenems versprechen wie immer Kampfschach mit hoffentlich vielen spektakulären Partien. Die Mannschaft hofft natürlich auf viele daumendrückende On-Line-Fans. Das Programm für Hohenems:
3. März, 16.00 Uhr Hohenems - Styria Graz 3,5 : 2,5
4. März, 14.00 Uhr Maria Saal - Hohenems 4 : 2
5. März, 14.00 Uhr Hohenems - Wulkaprodersdorf 2 : 4
6. März, 10.00 Uhr St. Veit/Glan - Hohenems 3,5 : 2,5
LMM 2010/11: 15. Landesmeistertitel für Hohenems
- Reinhard Kuntner
Eine überaus erfreuliche Saison 2010/11 ging gestern zu Ende. Der Titel des Vorarlberger Mannschaftsmeisters geht wie im Vorjahr wieder nach Hohenems. Es ist der 15. Titel in der langen Geschichte der Vorarlberger Mannschaftswettkämpfe. Nach dem entscheidenden direkten Duell mit Götzis in Runde 9 ließ die Mannschaft um MF Guntram Gärtner in den letzten zwei Runden nichts mehr anbrennen und servierte sicher aus. Zunächst wurde Lustenau mit 5:1 und zuletzt Dornbirn 2 mit 4:2 besiegt. Die Stützen der Mannschaft waren Günter Amann (8,5/11), Guntram Gärtner (8/10), Robert Sandholzer (7,5/11), Robert Jedlicka (8/11 inkl. 3 Partien für Hohenems 2), Kai Medwed (4,5 aus 8 inkl. einer Partie für Hohenems 2), Dmitry Atlas (3,5/5) und Georg Fröwis (2,5 aus 3).
Trotz einer knappen 2,5:3,5 Niederlage in der letzten Runde gegen Höchst darf sich Hohenems 2 auf eine weitere Saison im Vorarlberger Oberhaus freuen. Nach einer 0:6 Packung in der letzten Runde gegen Götzis 1 muss Hörbranz zusammen mit Götzis 2 in die A-Klasse absteigen. Als entscheidend für den Klassenerhalt stellt sich der knappe 3,5:2,5 Sieg im direkten Duell mit Hörbranz vom Herbst heraus. Reinhard Kuntner erzielte in dieser Mannschaft mit 6,5/9 das beste Einzelergebnis. Wichtige Punkte steuerten bei: Sandro Schmid (2/3), Rico Zanga (2,5/6), Emilian Hofer (3/7), Kurt Hagen (3/9 inkl. 2 Partien für Hohenems 1), Kurt Kaufmann (3/9), Laslo Nussbaumer (2/4) und Leon Nussbaumer (2/6).
Die Mannschaft Hohenems 3 hatte die Meisterschaft schon vor drei Wochen mit hauchdünnem Vorsprung auf Dornbirn 3 auf Platz 1 beendet und ist damit in die A-Klasse aufgestiegen. Die Mannschaftsstützen waren: Laslo Nussbaumer (6/7), Vincent Nussbaumer (5/7), Patrick Nussbaumer (3,5/7), Christoph Nussbaumer (3,5/5), Sergiy Yakovlyev (2/2), Mathis Guntram (2/3) und Helmut Cyris (1,5/2). Je 1/1 steuerten bei: Andreas Kezic, Julian Kranzl und Jan Medwed. Jeder einzelne halbe Punkt wurde auch benötigt, ansonsten wäre sich das Husarenstück nicht ausgegangen.
Bild: Matthias Burschowsky, Guntram Gärtner, Robert Jedlicka, Robert Sandholzer und Günter Amann bei der nächtlichen Analyse der zuvor gespielten Partien. Im Hintergrund: Reinhard Kuntner und Kai Medwed.
