Bundesfinale Schülerliga Schach: Aydan Bas (BG Dornbirn) mit 100 %
- Reinhard Kuntner
Nicht zu halten war Aydan Bas (Bild Mitte) beim Bundesfinale der Schülerliga Schach der Mädchen vom 30. Mai bis 1. Juni 2011 in Tschagguns. Aydan hatte sich mit dem Team des BG Dornbirn beim Landesfinale ganz souverän für dieses Finale der besten Mädchen-Schulauswahlen Österreichs qualifiziert.
Mit Vanessa Roeck (BRG Landeck, 1619 Bild links) und Melanie Lasinger (EG Auhof, OÖ, 1536, Bild rechts) schlug sie auch zwei nominell deutlich stärkere Spielerinnen und holte sich damit die Brettwertung auf Brett 2 mit dem Maximum von 9 Punkten aus 9 Partien. Zusammen mit ihren Mannschaftskolleginnen Martha Pilsan (Brett 1, 6 aus 9), Emma Lembke (Brett 3, 3 aus 9) und Lisa Hu (Brett 4, 0,5 aus 9) belegte das Team den guten 4. Rang, jedoch mit Respektabstand zu den drei Bestplatzierten Teams aus Landeck (1.), EG Auhof (OÖ) und Gleisdorf (Stmk.). Die zweite Vorarlberger Mannschaft, die VMS Klostertal errang den 7. Rang bei 10 Mannschaften.
Boris Gelfand spielt 2012 mit Vishi Anand um die Weltmeisterschaft
- Reinhard Kuntner
Boris Gelfand, hier bei der Pressekonferenz unmittelbar nach dem Gewinn der 6. und letzten Partie gegen Alexander Grischuk, hat es geschafft. Er wird in der ersten Hälfte 2012 (lt. FIDE) gegen den amtierenden Weltmeister Viswanathan Anand als Herausforderer antreten. Zuvor im Viertelfinale eliminierte der Israeli Shakhriyar Mamedyarov (Aserbaidschan) und in einem dramatischen Duell, das über die volle Länge (inkl. 4 Schnellschach und 2 Blitzpartien) ging auch den Amerikaner Gata Kamsky.
Boris Gelfand gehört seit 20 Jahren zur Weltspitze, der ganz große Wurf blieb ihm bisher aber versagt. Jetzt ist der zweifache Vater einer fünfjährigen Tochter und eines erst wenige Wochen alten Buben am Ziel seiner Träume.
Wenn das Gefühl nicht täuscht, dann dürfen sich die Schachfans auf einen dramatischen Weltmeisterschaftskampf freuen. Beiden Spielern sind Eskapaden am oder neben dem Brett fremd, gute Voraussetzungen für einen Titelkampf, von dem man sich etliche schachliche Leckerbissen erwarten kann. Beide Spieler verdienen sich die Sympathien der Fans, für uns Hohenemser blutet das Herz aber vielleicht doch ein bisschen mehr für Boris. Mit ein bisschen Stolz dürfen wir daran erinnern, dass Boris in unserer ersten Bundesliga-Saison 1995/96 (damals hieß sie noch Staatsliga) in Dornbirn eine Partie für den SK Hohenems gespielt und auch gewonnen hat. Auch danach war Boris mehrere male zu Gast in Hohenems. In Erinnerung ist vielleicht noch ein KO-Blitzturnier, das er im Finale gegen seinen Jugendfreund und Trainingspartner Valery Atlas gewonnen hat. Valery gehörte in den Neunzigerjahren auch dann und wann zum Sekundantenteam von Boris, z.B. beim Kandidatenturnier in Sanghi Nagar (Indien)
Partie Boris Gelfand (SK Hohenems) - Tibor Tolnai (SC Fürstenfeld) Dornbirn, Nov. 1995
Cupfinale 2011, gleiches Bild wie bei der Jugend: Hohenems vor Dornbirn
- Reinhard Kuntner
Der Vorarlberg-Cup 2011 wurde zum 13. mal in Serie eine sichere Beute des SK Hohenems. Dabei konnten wir dieses Jahr nicht wie gewohnt personell aus dem Vollen schöpfen. Dmitry Atlas und Günter Amann waren unabkömmlich, beide standen im Vorjahr noch im Siegerteam. Bis ins Finale mussten es diesmal Guntram Gärtner, Robert Sandholzer, Robert Jedlicka und Reinhard Kuntner "richten". Dies gelang recht gut, am schwierigsten war die Aufgabe im Viertelfinale. Traditionell verstärkte IM Valery Atlas die Mannschaft im Finale und war an diesem Abend dann auch Garant dafür, dass die seit 1999 andauernde, fast schon unheimliche Serie nicht abriss. Valery besiegte gleich zu Beginn Milan Novkovic (Dornbirn), dann auch Guido Neuberger (Feldkirch) und auch Simon Heinrici (Lustenau).
Der Abend verlief optimal. In den ersten beiden Runden gegen Dornbirn und Feldkirch gelang je ein sehr früher k.o., einmal durch Robert Sandholzer und einmal durch Robert Jedlicka. Der Rest der Mannschaft zog es dann sicher durch. Damit was das Finale praktisch schon entschieden. In der dritten Runde gegen Lustenau genügte theoretisch schon ein 2:2. Nachdem Dornbirn gegen Feldkirch den zweiten Punkt holte, war die Partie gegen Lustenau schon bedeutungslos. Im Gefühl des sicheren Turniersieges servierte das Team locker aus und kam zu einem klaren 4:0. Auch Dornbirn erteilte in Runde drei Feldkirch mit 4:0 die Höchststrafe und schob sich damit noch an den Montfortstädtern vorbei an die zweite Stelle.
Bild von links nach rechts (mit Punkteausbeute im Finale): IM Guntram Gärtner (2,5), Obmann Reinhard Kuntner, Robert Sandholzer (2), Robert Jedlicka (2), IM Valery Atlas (3)
Oster-Open Bad Ragaz: Nussis heizen Gegnern gewaltig ein, für Georg Fröwis lief es nicht nach Wunsch
- Reinhard Kuntner
Nicht weniger als sechs Hohenemser kämpften über die Feiertage beim Oster-Open im Schweizer Bad Ragaz. Eine prächtige Vorstellung in dem 7-rundigen Turnier gaben die Nussis, allen voran Leon (Rang 34) und Laslo (Rang 43) mit je 4 Punkten aus 7 Partien. Aber auch Vincent (3/7 Rang 69) und Patrick (2/7 Rang 94) sammelten Punkte gegen z.T. sehr starke Gegner. Auch Christoph wagte sich in den Ring und eroberte immerhin auch 1,5 Punkte (102.). Mit besonders starken Leistungen warteten Leon und Laslo in der letzten Runde auf in der beide als klare Aussenseiter ihren Gegnern den vollen Punkt abnahmen und sich damit im Klassement noch weit nach vorne schieben konnten. Mit 108 Teilnehmern wurde in Bad Ragaz neuer Teilnehmerrekord erzielt. Georg Fröwis gab früh zwei Remis ab und kam nicht wie gewünscht auf Touren. Am Ende reichte es nur für Rang 15.
Open Bad Ragaz 2011 Ergebnisse
Bild von links nach rechts: Laslo, Patrick, Vincent, Leon und Alexa, hinten, die diesmal ihren Brüdern nur über die Schulter sah.
Auch im wesentlich größeren 15. Int. Neckar-Open in Dezisau (750 Teilnehmer, 17 GMs !) platzierten sich die zwei Hohenemser Bundesligaspieler GM David Baramidze und GM Arik Braun hervorragend. Arik Braun kam mit 7,5 Punkten aus 9 Partien auf Rang zwei, David Baramidze blieb ohne Niederlage und belegte punktegleich Rang drei. Er blieb als einziger ungeschlagen gegen Sieger Arkadij Naiditsch der auf fantastische 8,5/9 kam.
