76 junge Vorarlberger Schachtalente lieferten sich an diesem Wochenende in sechs verschiedenen Klassen dramatische Partien. Alle Klassensieger wurden erst in der letzten Runde ermittelt und niemand kam ganz ungeschoren davon, keiner hat alle Partien gewonnen. Oft entscheidet in solchen Turnieren die Tagesform, daher gewinnt auch nicht immer der Favorit. Die besten bei dieser Schacholympiade haben aber alle schon ziemlich viel Erfahrung und haben sich ihre Erfolge mit hartem Training redlich verdient. Die einzelnen Klassensieger:
Einsteiger Schüler: Jonas Karlinger, Dornbirn (Zweiter von rechts)
Einsteiger Jugend: Ömer Corbaci, Dornbirn (ganz links)
U10: Phil Notegger, SK Wolfurt (Zweiter von links)
U12: Alexander Fürst, SK Wolfurt (ganz rechts)
U14: Maximilian Hofer, SK Feldkirch (Vierter von links)
U16: Mathias Gassner, SK Sonnenberg (Dritter von links)
Die Turnierergebnisse im einzelnen:
Einsteiger SchülerEinsteiger JugendU10U12U14/U16
Auch aus Hohenemser Sicht dürfen wir mit dieser 24. Schacholympiade sehr zufrieden sein. Zunächst gehört ja auch einiges dazu, eine solche Großveranstaltung auf die Beine zu stellen und erfolgreich durchzuführen. Ein mittlerweile bewährtes Team hat für einen reibungslosen Turnierablauf gesorgt und auch dafür, dass alle Teilnehmer, Eltern und Betreuer im Hohenemser Pfarrsaal Markt so richtig verwöhnt wurden. Die lobenden Worte vieler Teilnehmer sind für das gesamte Team Bestätigung und Auftrag für die Jubiläums-Olympiade 2013.
Mit 4 Pokalrängen für den SK Hohenems kann sich auch der sportliche Erfolg durchaus sehen lassen. In der Klasse U10 belegte Alexa Nussbaumer mit 3,5 Punkten aus 5 Partien und nur einem halben Punkt Rückstand auf den Turniersieger den ausgezeichneten Platz 2.
Alexa links neben Turniersieger Phil Notegger, rechts Valentin Steger aus Bregenz.
U10 mit 6 Teilnehmern spielte vollrundig.
Das Siegerbild U12 mit Alexander Fürst (SK Wolfurt) als Erster, Bogdan Piskaykin (links) aus Friedrichshafen als Zweitem und Juliane Halwachs (Rankweil) rechts als Dritte.
Die Hohenemser Teilnehmer: Mert Öztürk und Tunahan Bas landeten im Mittelfeld, für Timo Bader war das Turnier noch zu schwer.
U12 spielte die Olympiade 2012 mit 12 Spielern ( irgendwie logisch ... )
In der Klasse U14 lief es für Turnierfavorit Vincent Nussbaumer bei dieser Olympiade überhaupt nicht nach Wunsch, er verfehlte mit Rang 4 sogar einen Pokalrang. Dafür sprang Klubkollege Julian Kranzl in die Bresche und holte mit 3 Punkten aus 5 Partien den zweiten Rang. (Bild links).
Turniersieger Maximilian Hofer Feldkirch) in der Mitte und Alexander Gerold (Rankweil) als Dritter rechts.
In der Kategorie U14 waren neun und bei U16 sieben Spieler am Start. Die beiden Gruppen spielten gemeinsam in einem Turnier mit in Summe 16 Teilnehmern.
In der Klasse U16 geigte Patrick Nussbaumer (Bild links) so richtig auf. Er spielte freiwillig zwei Klassen höher und musste sich nur Turniersieger Mathias Gassner geschlagen geben. Der zweite Rang ist ein Bombenerfolg, ebenso wie der dritte für Aydan Bas (Bild rechts), die 3 Punkte erzielte.

Bei den Einsteigern 1 (Volksschüler) waren 30 Kinder am Start. Turniersieger Jonas Karlinger (Dornbirn, Bild Mitte) war letztes Jahr schon im Vorderfeld, diesmal reichte es sogar für den ersten Rang. Gloria Fürst (Bild links) sorgte dafür, dass dass im Hause Fürst in Bregenz vielleicht bald die Glasvitrine erweitert werden muss. Ebenso wie die Nussis aus Hohenems (mit Patrick und Alexa) heimsten auch die Fürsts gleich zwei der begehrten Trophäen ein. Mit Sunjay Grabher-König (Bild rechts) wurden auch die großen Anstrengungen der Lochauer Schachfreunde belohnt. Ein Pokalrang geht auf das Konto der Leiblachtaler, die in früheren Schacholympaiden schon sehr viele Treppchenplätze eingenommen haben.
Zwei Hohenemser waren auch dabei: Linus Lukas auf Rang 18 und Carmen Platisa aus Helmuts Gruppe von der Volksschule Markt.
Bei den Einsteigern der Unterstufe (VMS und Gymnasien) schaffte diesmal mit dem Dornbirner Ömer Corbaci (Bild rechts) ebenfalls ein Spieler den Durchbruch bis ganz an die Spitze, der schon letztes Jahr weit vorne war. Benjamin Emberger aus Wolfurt (Bild Mitte) stammt aus der Schachgruppe des Gymnasiums Mehrerau und konnte in diesem Turnier mit 6 Punkten aus 7 Partien als einziger dem Turniersieger einigermaßen Paroli bieten. David Österreicher aus Nenzing auf Platz 3 (Bild links) hatte bereits 2 bzw. 2,5 Punkte Rückstand auf die Plätze 1 bzw. 2.
Einziger Hohenemser in dieser Gruppe: Mert Can auf Rang 10.
Wenn man auf die Siegerbilder schaut, dann dürfte die Vorarlberger Mädchen- und Frauenschachreferentin - so es eine gäbe - total stolz auf ihre Schützlinge sein. In vier von 6 Bewerben scheint auf dem Siegerbild auch ein Mädchen auf. Wenn nicht alles täuscht, dann sind da einige Nachfolgerinnen für die mittlerweile in die Kategorien U18 aufgerückten Vorbilder Annika Fröwis und Michaela Kessler zu sehen. Und das sind zusammengefasst noch einmal unsere vier Amazonen, die bei dieser 24. Vbg. Schacholympiade sehr deutlich in Erinnerung gerufen haben, dass Schach keineswegs eine nur männliche Disziplin ist:
Gloria Fürst (SK Wolfurt), 2. Einsteiger Schüler
Alexa Nussbaumer (SK Hohenems), 2. U10
Juliane Halwachs (SK Rankweil), 3. U12
Aydan Bas (SK Hohenems), 3. U16
Von den insgesamt 76 Teilnehmer/innen waren 12 Mädchen am Start. Mit Matea Martic (Dornbirn, U10 - Rang 4), Martha Pilsan (Dornbirn, U14 - Rang 6), Denise Kemter (Dornbirn, Einsteiger 1 - Rang 7) und Edith Scheil (Lochau, Einsteiger 1 - Rang 11) erreichten einige weitere Mädchen vordere Plätze.
