Das BG Dornbirn mit Laslo Nussbaumer, Enno Proyer (SK Dornrbirn), Vincent Nussbaumer, Maximilian Niederstetter und Paul Staudacher (im Bild v.l.n.r. kurz nach dem Gewinn des Landesfinales) verteidigte in Graz den dritten Platz aus dem Vorjahr. War es vor einem Jahr noch eine haudünne Angelegenheit, so konnte der dritte Platz diesmal ganz klar abgesichert werden. Der zweite Platz, den am Schluss das BG/BRG Gleisdorf belegte war in Reichweite, nur das BRG Graz Petergasse siegte mit deutlichem Vorsprung. Bemerkenswert ist aber, dass der Vorsprung der Grazer gegenüber dem BG Dornbirn von 11,5 Punkten (2009) auf nunmehr 4,5 Punkte (2010) geschrumpft ist. Unsere Jungs rücken der absoluten österreichischen Spitze immer näher!
Gleichzeitig fand auch das Finale im Oberstufenbewerb statt. Dieses Finale gewann diemal die HTL Villach (letztes Jahr noch Zweite) vor der HTL Wels und dem BG/BRG Lienz. Das BG Feldkirch belegte auf Grund des Totalausfalls von Brett 3 (0/9) nur den vorletzten Rang. Auszeichnen konnte sich aber Johannes Hillbrand, der mit 6,5 Punkten aus 9 Partien die Brettwertung auf dem Spitzenbrett gewann.

Laslo Nussbaumer spielte auf Brett zwei und hatte (wie schon in vergangenen Turnieren öfters zu beobachten) gewisse Schwierigkeiten ins Turnier zu finden. Zunächst 0 aus 2, dann 1,5 aus 5 entsprachen bei weitem nicht seinen Möglichkeiten. Doch dann kam der berüchtigte Schlussspurt mit 3,5 aus 4 (wie auch schon bei den Landesmeisterschaften) und das Turnier endete mit 5/9 doch noch einigermaßen versöhnlich. Laslo muss sich allerdings selbst fragen: "warum nicht gleich von Anfang an?"

Vincent Nussbaumer auf Brett 3 spielte das Turnier hingegen von der ersten bis zur letzten Runde auf hohem Level durch. Er gewann 7 Partien und remisierte zwei mal. Damit gewann er ohne Niederlage die Brettwertung. Die Bundesfinali der Unter- und Oberstufe werden auch ELO gewertet. Vinci hat sich mit dieser sehr starken Vorstellung natürlich auch in ELO-Wertung (Juli 2010) ein ganzes Stück weit nach vorne gearbeitet.

Bei 8 von 9 Partien saß Max Niederstetter auf Brett 4. Max hatte einen Traumstart mit 3 Punkten aus 3 Partien am ersten Tag. Nach drei Niederlagen in der mittleren Phase des Turniers folgten dann zum Schluss wieder zwei ganz wichtige Partiegewinne, die entscheidend zum guten Abschneiden des Teams betrugen. Fünf Punkte aus acht Partien bedeuten auch eine Steigerung gegenüber letztem Jahr um einen Punkt. Max spielte in Graz ein gutes Turnier.
Enno Proyer (SK Dornbirn) auf Brett 1 erspielte sich mit 5,5 aus 9 ein solides Ergebnis. Paul Staudacher, er spielte bisher nur bei Schulturnieren und ist (noch) nicht bei einem Schachklub, kam nur einmal zum Einsatz. Dass die einzige Partie gegen einen routinierten Vereinsspieler verloren ging, war kein Beinbruch. Das Team unter der Leitung von Rudi Proyer hat die Erwartungen in Graz voll erfüllt. Nächstes Jahr treten einige neue Spieler aus den Volksschulen ins BG Dornbirn über, womit die Basis des Teams deutlich breiter wird. Vielleicht darf ja dann 2011 zum Sturm auf die die Bastion BG/BRG Graz Petergasse geblasen werden?
