Der Arbeitstag im Klubheim des SK Hohenems beginnt an manchen Samstagen um 9.00 Uhr morgens. Immer dann wenn Nachwuchstraining angesagt ist, lauschen die Zuhörer in zwei Gruppen ganz aufmerksam ihren Trainern. Bei den Kleinsten ist dabei manchmal auch elterliche Unterstützung vonnöten, wie von Maria Nussbaumer (Bild rechts hinten). Nachdem Hohenems für die nächste Saison plant, ein Frauenteam ins Rennen zu schicken, sind Maria und Aydan natürlich besonders interessiert, ihr Schach zu verbessern. Auch Jan Medwed (vorne links) und unser Gast-Schachstudent Maximilian Hofer vom SK Feldkirch (vorne rechts) nehmen regelmäßig an den Trainings teil.
Training ist natürlich harte Arbeit vor allem für unsere Trainer. Da ist viel Vorbereitung nötig und auch die Trainer selbst arbeiten ständig an der Verbesserung ihren Fähigkeiten. Milan Novkovic z.B. durchläuft gerade ein mehrwöchiges Ausbildungsprogramm. Am Ende wird er einer der ersten Schach A-Trainer Österreichs sein.
Während die Trainer ihren Schützlingen Strategie und Taktik nahe zu bringen versuchen, wurde und wird auch an anderer Stelle gearbeitet. Wie ihr ja bereits gemerkt habt, haben wir vor ein paar Tagen den Re-Launch unserer Homepage vorgenommen. Es gibt eine Reihe von Verbesserungen wie Administrator und Informatikstudent Jan Amort erklärt: "Ich habe gerade einige Arbeitssitzungen hinter mir. Die Arbeit hat sich gelohnt. Die Redakteure werden sich beim Erstellen von Beiträgen in Zukunft leichter tun und die Übersichtlichkeit ist für Besucher nun noch besser. Die Seite hat keine statische Breite mehr, sondern passt sich der Bildschirmgröße an, die Termine sind wesentlich übersichtlicher, die Bildergalerien angenehmer anzusehen, etc."
Dmitry Atlas beim Training mit unserer Schülergruppe. Dmitry hat in seiner Kindheit und Jugend im weissrussischen Minsk selbst viele Jahre lang Schachtrainings besucht und kann seine Erfahrungen nun an den Hohenemser Nachwuchs weiter geben. Dmitry ist Doktor der Philosophie und von Beruf Software-Entwickler.
Bisherige Teilnehmer: Maximlian Hofer, Julian Kranzl, Patrick Nussbaumer, Noah Kreiser, Maximilian Niederstetter und Jan Medwed. Neu dazugestoßen sind die Staatsmeisterschaftsteilnehmerinnen Alexa Nussbaumer mit Mutter Maria und Aydan Bas, sowie Ekrem Coskun, der zwar etwas später mit dem Schach begonnen hat, sich jetzt aber enorm schnell entwickelt.
Milan Novkvovic bei der Arbeit mit der Jugendgruppe. Die Jugendlichen sind schon ein bisschen stärker belastbar und arbeiten bei den Samstagsrtainings daher schon 4 Stunden am Stück. Milan hat sich dazu sein eigenes Programm entwickelt, das körperliche Lockerungsüberungen genau so mit einbezieht wie Studien als Aufwärmübung, Partieanalysen von Weltmeistern oder das Weiterspielen von Stellungen, die sich in der Turnierpraxis ergeben haben. Milan ist von Beruf Organisationsfachmann für die AV und die Logistik eines großen Vorarlberger Unternehmens.
Die Teilnehmer von Milans Gruppe (von links nach rechts) Laslo Nussbaumer, Emilian Hofer, Vincent Nussbaumer, Leon Nussbaumer, Kai Medwed. Von Anfang an dabei war, angesteckt durch das Schachfieber seiner Kinder, auch Dr. Christoph Nussbaumer. Christoph hat zuletzt in seiner ersten Saison in der B-Klasse Oberland 6,5 Punkte aus 9 Partien erzielt und ist das beste Beispiel dafür, dass man auch im Erwachsenenalter noch leicht ins Turnierschach einsteigen kann. Christoph ist selbständiger Unternehmensberater und mit seiner Firma Nussbaumer Strategy Consultants auch in strategische Entwicklungsprozesse involviert. "Schach ist ein sehr strategisches Spiel. Es gibt einige Parallelen zum realen Leben. Auch in der Wirtschaft kommt es darauf an, Züge gut voraus zu planen".
Während in den Turnierräumen die beiden Trainingsgruppen arbeiten, bleibt auch das Klubbüro nicht unbesetzt. Guntram Gärtner und Helmut Cyris begutachten gerade die Neuerungen auf der Klub-Homepage. Helmut hat vor Jahren mit seinem Engagement in der Jugendarbeit den Grundstein zum Aufschwungs im Nachwuchsbereich gelegt. Er arbeitet nach wie vor intensiv an der Basis. Er gibt Schachunterricht an der Volksschule Hohenems Markt, arbeitet mit einer Gruppe im Klub und gibt, so es die Zeit noch zu lässt, noch das eine oder andere Einzeltraining. Guntram ist gelernter Betriebswirt und kümmert sich um die Klubfinanzen. Dies ist ein Job von dem die meisten Mitglieder während des Jahres nicht viel merken, der aber bei den großen Aktivitäten des Vereins viele Stunden Arbeit nach sich zieht. In neuerer Zeit macht Guntram zusätzlich noch Training.
Eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist unverzichtbar für jede öffentliche Organisation, nicht nur für Sportvereine. Der SK Hohenems ist in der lokalen Presse (VN Heimat, Gemeindeblatt, on-line auf www.vol.at) sehr präsent. Die Erfolge unseres Nachwuchses bei den Landesmeisterschaften waren den VN sogar einen längeren Artikel im Sportteil des Blattes wert. Das schöne daran: mit Ferdl Tschabrun haben wir lokal einen Journalisten, der aktiv auf uns zu kommt. Es ist gar nicht nötig, der Presse ständig hinterher zu laufen und um die Veröffentlichung von Beiträgen zu bitten. Die Presse selbst findet das was wir tun offensichtlich so spannend, dass gerne darüber berichtet wird.
