
Jede Organisation muss für ihre Produkte und Leistungen werben. Auf Neudeutsch heißt das dann auch "man betreibt Communications" um seine Zielgruppen zu erreichen. Das gilt selbstverständlich auch für einen Schachklub. Speziell der SK Hohenems tut auf diesem Gebiet ja einiges mit seiner Homepage, mit guten Kontakten zur Presse, mit Veranstaltungen wie "Business meets Chess" vom vergangenen Frühjahr wo zig-tausende Vorarlberger Haushalte die ultimative Botschaft ins Wohnzimmer geliefert bekamen "Schach ist in, Schach ist cool, Schach macht Spaß".
Eine weitere interessante "Kommunikationsschiene" ganz effektiv benutzt hat kürzlich Laslo Nussbaumer (Bild, 11 Jahre). Er hat in seiner Klasse im Gymnasium Dornbirn ein Referat über Schach gehalten und zwar im Rahmen des Religionsunterrichts. Jetzt wollen wir nicht so weit gehen zu behaupten, Schach sei für uns Schachspieler eine Art Religion, aber wenn man Laslo's Referat liest, dann kommt schon ganz toll die Begeisterung rüber, die wir Schachspieler, ob jung oder alt für unser Hobby immer wieder verspüren. Danke Laslo für Deinen Beitrag und die paar kleinen Ungenauigkeiten z.B. über Kasparovs Alter :-) sind überhaupt nicht tragisch.
Schach
Ich habe dieses Thema gewählt, weil ich auch ein Schachspieler bin. Mir macht es Spaß. Übrigens ist Schach Sport. Sogar das zweit bekannteste der Welt. Es kommt nach Fußball. Schach erfand Lazlo Gundi. So hieß er. Schach ist ungefähr 850 Jahre alt. Früher hatte es aber andere Regeln. Schach ist ein Denkspiel. Ein Schachbrett hat 64 Felder. Es gibt Schnellschachspieler und auch Dauerschachspieler. Eine Partie (das heißt ein Spiel) dauert ungefähr 2Stunden. Bei Großmeistern sogar ungefähr 6 Stunden. Es ist kaum zu glauben, dass diese so lange spielen. Es gibt auch Turniere, bei denen man schneller spielt. Zum Beispiel Blitzturniere. Hier werden im Schnitt 10 Minuten gespielt.
Bevor ihr zuhört muss ich euch die drei goldenen Regeln bekannt machen: Bauern ins Zentrum bringen, Figuren entwickeln, König in Sicherheit bringen; ich finde noch eine wichtige Regel ist: Den König nicht nackt machen.
Ich möchte euch jetzt ein Schachbrett mit 16 weißen und 16 schwarzen Figuren zeigen.
Erklärung der Figuren: Bauern, Springer, Läufer, Turm, Dame und der edle König!
Okay, jetzt möchte ich noch zwei Großmeister vorstellen.
Garry Kasparrov: 20 Jahre ungeschlagener Weltmeister. Kombinationen Meister. Mit 4 Jahren Schach begonnen. Eine 776 Züge lange Schachpartie auswendig wissen und 30.000 andere. Er ist jetzt 61 Jahre alt. Er hat mit 49 aufgehört.
Robert Fischer: 1 Jahr aber geschlagener Weltmeister. Schnellschachmeister. Mit 7Jahren Schach begonnen. Mit 12 Jahren 22Großmeister besiegt. Man nannte ihn Bobby.
In Russland (bisher das stärkste Land der Welt im Schach) wurde ein Schachhaus aufgebaut. In der wurden Partien zu Kombinationen geführt.
Der Schachklub Hohenems
Mein Trainer heißt Helmut Cyris. Er ist ein ausgezeichneter Jugendtrainer, der mir und meinen 3 Brüdern mit viel Geduld und Freude Schach beigebracht hat. Durch ihn habe ich die Welt des Schachs erst richtig entdeckt.
Seit ca. einem Jahr gehen wir zusätzlich ins Schachtraining bei der sechsfachen Staatsmeisterin Helene Mira (Felix).
Da ich heuer als Vizelandesmeister zur Staatsmeisterschaft eingeladen war, wurde unser Club sofort aktiv und unterstütze mich mit einem zusätzlichen Spitzentrainer Dmitry Atlas.
Das faszinierende beim Schach sind die unendlich großen Möglichkeiten der verschiedenen Stellungen und Kombinationsmöglichkeiten.
Meine Trainer haben mir alle viele Inputs gegeben und ich bin ihnen allen sehr dankbar dafür und wünsche mir im Schach noch viel Neues dazu zu lernen.
Ich hoffe mein Referat hat euch gefallen.
Laslo Nussbaumer
