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Die Erfolgsstory von Helmut Cyris' Hohenemser Schachschülern geht weiter! Das Team Hohenems Schüler 1 schaffte das beinahe Unmögliche und qualifizierte sich für das Landesfinale des Nachwuchscups am 2. Juni 2007. Im Bild die Helden, die durch unglaublichen Kampfgeist und in der entscheidenden Phase auch durch die nötige Coolness dieses Kunststück zu Stande brachten: Emilian Hofer, Laslo Nussbaumer, Stephan Böhler, Leon Nussbaumer und Lucas Begle. Auf dem Bild fehlt Simon Partel der ebenfalls eine Partie spielte.

Die Ausgangslage war klar: von den vier im Hohenemser Klubheim angetretenen Mannschaften mußte man den dritten Rang erreichen, um das Nachwuchscupfinale der besten 6 Schüler- und Jugendteams Vorarlbergs am 2. Juni zu erreichen. Die Frage war, was tun, wenn die Gegner durchschnittlich 325 ELO-Punkte mehr haben und 4 Jahre älter sind? Na, ja, auf jeden Fall hieß es, den Kopf nicht hängen lassen und das beste versuchen so ungefähr nach dem Motto: die Lage ist zwar hoffnungslos, aber nicht ernst. In den Begegnungen mit Dornbirn 2 und Lustenau gab es tatsächlich kaum etwas zu holen, die Übermacht war einfach zu groß. Eine Minimalchance konnte man sich vielleicht gegen Sonnenberg ausrechnen, aber auch da waren die Gegner an allen Brettern ELO-mässig zum Teil deutlich im Vorteil und im Schnitt doch ca. 3 Jahre älter.

In Runde 1 gegen Dornbirn 2 gelang Laslo Nussbaumer (U12, ELO 1200) bereits eine ganz große Überraschung, er remisierte gegen die frischgebackene U16-Staatsmeisterin Michaela Kessler (U14, ELO 1619) und dieses eine Remis sollte sich im weiteren Verlauf des Turniers noch als sehr wertvoll herausstellen. Auch Emilian Hofer (U10, ELO 1446) kämpfte gegen Gideon Ladenhauf (U18, ELO 1885) verbissen und erreichte im Endspiel eine ausgeglichene Stellung. Erst ein Turmeinsteller in hoher Zeitnot kostete dann doch noch die Partie. In der anderen Begegnung siegte Lustenau gegen Sonnenberg 4:0 und somit hattte Hohenems den kleinen Vorteil des halben Brettpunktes.

In Runde 2 hieß der Gegner Lustenau und erwartungsgemäß lautete das Endergebnis 4:0 für Fröwis & Co. Da aber auch Sonnenberg in der zweiten Partie gegen Dornbirn 2 das selbe Schicksal ereilte behielt Hohenems den knappen Vorsprung von einem halben Brettpunkt und somit war klar, dass in der direkten Begegnung gegen die Oberländer in der letzten Runde ein 2:2 Unentschieden für den Aufstieg genügte.

Der Wettkampf gegen Sonnenberg begann aber denkbar ungünstig, bereits nach wenigen Minuten mußte Laslo Nussbaumer auf Brett 3 die Segel streichen, es hieß 0:1. Durch eine feine Angriffsleistung schaffte Stephan Böhler auf Brett 4 jedoch bald darauf den 1:1 Ausgleich. Verbissen gekämpft wurde auf Brett 1 und 2. Emilian Hofer stand zwar schlechter, hielt sich aber lange Zeit. Erst gegen Ende der Partie konnte sein um 6 Jahre älterer Gegner seine vorteilhafte Stellung verwerten. Nun hing alles von Leon Nussbaumer auf Brett 2 ab. Leon spielte früh mit einer Figur mehr, seine Königstellung war aber nicht die beste und so mußte er immer höllisch auf gegnerische Angriffschancen auf den entblösten König aufpassen. Er meisterte aber alle Aufgaben prächtig und erhielt am Ende eine völlig gewonnene Stellung bei allerdings nur mehr einer Minute Bedenkzeit. Nun hieß es in der verbleibenden Zeit mit Technik den Gegner noch matt zu setzen. Leon schaffte das auch, ließ dabei seine Fans aber ganz schön mitzittern, denn nach seinem letzten Mattzug standen noch ganze 8 (!) Sekunden auf der elektronischen Uhr. Aber es war geschafft, 2:2, das genügte zum Aufstieg.

Auch die zweite Hohenemser Schülermannschaft in der Aufstellung Vincent Nussbaumer (Br.1),Maximilian Niederstetter (Br.2), Patrick Nussbaumer (Br.3) und Johannes Begle (Br.4) , die in Dornbirn in der zweiten Seminfinalgruppe antrat hatte ihre Erfolgserlebnisse. Gegen Götzis gelang ein schöner 3:1 Sieg und schließlich gelang es allen Spielern zumindest einmal zu gewinnen. Am Ende sprang Rang vier bei fünf teilnehmenden Mannschaften heraus, was diesmal zum Aufstieg aber noch nicht reichte.