Spitzenschach und Nachwuchsförderung sind in Hohenems zwei Seiten ein und der selben Medaille
- Reinhard Kuntner


Der SK Hohenems hat sich heuer erstmals beim Wettbewerb "Jugendfreundlichster Verein Österreichs" beteiligt. Die Jury des ÖSB hat denn auch die Aktivitäten des Vereins gewürdigt (Urkunde liinks), von 25 Vereinen die an dem Wettbewerb teilnahmen landete Hohenems an 17. Stelle. In den Unterkategorien "Vereinsaktivitäten" und "Öffentlichkeitsarbeit (Berichte)" erhielten wir sogar die höchsten Bewertungen. Da Trainer mit B- oder C-Schein entscheidend zu einer hohen Gesamtwertung beitragen ist Hohenems (noch) nicht unter den Top-Ten der jugendfreundlichsten Vereine Österreichs. Diesem Umstand wird in Hohenems allerdings keine hohe Bedeutung beigemessen, stehen doch mit Helmut Cyris, Günter Amann, Dmitry und Valery Atlas auch ohne Schein absolute Spitzentrainer zur Verfügung.
Die Ergebnisse der letzten Monate, u.a. die Mittelfeldplätze von Laslo Nussbaumer und Emilian Hofer bei den U12 Staatsmeisterschaften und die Qualifikation beider Hohenemser Nachwuchsmannschaften für das Vorarlberger Nachwuchs-Cupfinale Ende Mai beweisen, dass von allen Trainern hervorragende Arbeit geleistet wurde.
Im Bereich des Spitzenschachs hält Hohenems weiterhin seine starke Position in Österreich. Der Gewinn der Bronzemedaille in der stärksten Bundesligasaison aller Zeiten liegt noch keine 3 Monate zurück. Die organisatorischen Weichen für die neue Bundesligasaison (1. und 2. BL-West) sind gestellt. Es wird vermehrt auf Training und auch Einsatz junger und heimischer Kräfte gesetzt, wobei gleichzeitig praktisch alle Spitzenkräfte gehalten werden konnten. Das derzeit größte Talent des heimischen Schachsports, der Lustenauer Georg Fröwis wird ab Herbst seine Chance in der 1. Bundesliga bekommen.
Ein besonderes Highlight für das Hohenemser Team steht an vom 16. - 24. Oktober 2008. In Kalithea/Griechenland findet DAS Ereignis für europäische Vereinsmannschaften statt der European Club Cup 2008, zu vergleichen mit der Champions League im Fußball. Hohenems wird mit einem attraktiven Team teilnehmen und hat dabei die einmalige Chance, sich im Kreise der weltbesten Teams mit ganz starken Spielern aus ganz Europa zu messen.
Nachwuchscup: beide Hohenemser Teams gewinnen ihre Semifinalgruppe
- Reinhard Kuntner
Starker Auftritt unserer beiden Nachwuchsteams beim Cup-Semifinale in Dornbirn. Sowohl Hohenems 1 als auch Hohenems 2 gewannen ihre Semifinal-gruppen, Hohenems 2 sogar mit dem Maximum von 9 Mannschafspunkten. Bild oben, von rechts nach links: Johannes Hillbrand, Emilian Hofer, Leon und Laslo Nussbaumer (Hohenems 1)
Unteres Bild, von links nach rechts: Kai Medwed, Vincent Nussbaumer, Patrick Nussbaumer und Maximilian Niederstetter, Julian Kranzl spielte auch eine Partie fehlt aber auf dem Bild (Hohenems 2). Damit konnten die Fortschritte der Buben im Vergleich zu den Ergebnissen von vor einem Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden.
Mit U16-Landesmeister Johannes Hillbrand stand in der Mannschaft Hohenems 1 auf Brett 1 diesmal zudem ein sehr erfahrener Spieler zur Verfügung, der die nötige Sicherheit gab.
Das Finale findet am 31. Mai in Hohenems statt.
Bilder vom Semifinale in Dornbirn
Bereits gestern wurde die erste Runde des Vbg.-Cups gespielt. Hier überraschte Hohenems 2 (Robert Sandholzer, Pascal Levy, Kurt Kaufmann, Helmut Cyris) mit dem Aufstieg in die zweite Runde. Dabei gelang sogar ein überraschender Sieg gegen Götzis 1. Hohenems 1 steigt erst in Runde 2 ins Geschehen ein.
U12 Staatsmeisterschaften: Laslo und Emilian im Mittelfeld
- Reinhard Kuntner


Erstmals nach einer langen Pause traten gleich zwei Spieler des SK Hohenems bei einer U12 Staatsmeisterschaft an. Emilian Hofer (rechts) und Laslo Nussbaumer (links) reisten mit unterschiedlichen Voraussetzungen, beide aber hoch motiviert zusammen mit acht anderen Kindern aus Vorarlberg nach Wien-Brigittenau. Nach 7 spannenden Runden mit etlichen Hochs aber auch dem einen oder anderen Tief landeten schließlich beide mit 50 % der Punkte fast ex aeqo auf den Rängen 10 und 11 bei 20 Teilnehmern. Erst-, Zweit- und Drittwertung der beiden war völlig identisch, lediglich in der Viertwertung hatte Laslo die Nase um einen halben Punkt vorne. Emilian, als Nummer 7 und als einer von zwei U10 Spielern ins Turnier gestartet, zeigte gegen starke Konkurrenz zumeist sehr gute Leistungen und durfte mit seinem Abschneiden zufrieden sein.
Grund zu großer Freude hatte Laslo, der bei seinen ersten Staatsmeister-schaften mit einer ELO-Zahl von 1248 zunächst den letzten Platz in der Startrangliste einnehmen mußte. Am Ende gewann er aber ebenso wie Emilian drei Partien und remisierte einmal. Damit konnte er gleich 10 (!) höher eingeschätzte Spieler hinter sich lassen. Er wird nicht nur wegen des exzellenten Abschneidens bei diesen Staatsmeisterschaften in der Juli-ELO-Liste einen Riesensatz nach vorne machen.
Beide Hohenemser haben zum Teil ganz starke wenn nicht gar sensationelle Partien gespielt, die über den nachfolgenden Link heruntergeladen und nachgespielt werden können.
Das Vorarlberger Team war insgesamt stark vertreten und stellte auch Teilnehmer in den anderen Kategorien U14, Mädchen U12 und Mädchen U14. Obwohl diesmal die Teilnehmer ohne Medaillengewinn blieben gelang eine überaus kompakte Mannschaftsleistung. Luca Kessler (Dornbirn) und Annika Fröwis (Lustenau) landeten auf vierten Plätzen und von den anderen acht Vorarlbergern hatten am Schluß alle zumindest 50 % der möglichen Punkte. Die Schachklubs Dornbirn, Hohenems, Wolfurt, Sonnenberg, Lustenau und Bregenz haben beim Training gute Arbeit geleistet und Julia Novkovic als Betreuerin vor Ort widmete jedem Spieler und jeder Spielerin ein Maximum an Zeit bei Vorbereitung und Partieanalyse. Wie die vielen heiteren Gesichter auf dem Gruppenfoto beweisen, herrschte eine einmalige Stimmung im ganzen Team. Die Staatsmeisterschaften U12/U14 2008 bescherte Spielern, Betreuern und den mitgereisten Eltern ein unvergeßliches Erlebnis.
Detaillierte Ergebnisse und die Partien gibt es hier.
25. Leutascher Schnellturnier: Hohenems wird Zweiter
- Reinhard Kuntner
Cheforganisator Gerhard Neurauter rief und wie alle Jahre wieder pilgerten Chaissas Schachjünger in Scharen nach Leutach zum traditionellen Mannschaftsschnellturnier. 64 Teams aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz wollten gerade zum 25-Jahr Jubiläum die besondere Atmosphäre im Turniersaal Hohe Munde live miterleben. Gerhard Neurauter darf mit Stolz auf 25 Jahre Leutascher Schachgeschichte zurückblicken. Er hat mit seinem Schnellschachturnier in der mitteleuropäischen Turnierszene etwas ganz besonderes geschaffen und wurde dafür von Bürgermeister Thomas Mößmer und den SpielerInnen geehrt.
Hohenems 1 (David Baramidze, Michael Bezold, Valery Atlas, Guntram Gärtner - im Bild mit Bmst. Thomas Mößmer ganz links) holte sich hinter Bayern München den sehr guten 2. Rang, Dritter wurde Vorjahrssieger Schenkbach. Michael Bezold gewann die Brettwertung auf Brett 2.
Die Vorarlberg Youngsters (Georg Fröwis, Milan Novkovic, Benedikt und Daniel Klocker, Pascal Levy) erreichten das A-Finale. Georg Fröwis spielte ein herausragendes Turnier. Er gewann in der Vorrunde alle (!) Partien und auch im Finale gelangen ihm sensationelle 10 Punkte aus 13 Partien, wobei er alle drei auf Brett 1 angetretenen Großmeister Cyril Marcelin, Peter Enders und auch David Baramidze besiegen konnte.
Hohenems 2 (Dmitry Atlas, Rainer Bezler, Robert Sandholzer, Reinhard Kuntner) landeten im B-Finale im Mittelfeld.
Bilder Hohenems
