Dreikönigsturnier Feldkirch: Georg Fröwis gewinnt, Luca Kessler wird Dritter
- Reinhard Kuntner

Georg Fröwis gewinnt (traditionell immer in den geraden Jahren) das Dreikönigsturnier in Feldkirch und ist damit Schnellschach-Landesmeister 2014. Er war ungefährdet, erspielte sich 6 Punkte aus 6 Partien und musste lediglich einmal, in der Schlussrunde, nach Kampf den Punkt mit seinem Mannschaftskollegen Luca Kessler teilen. Luca kam damit auf 5,5 Punkte. Einzig IM Nedeljko Kelecevic von der SG Winterthur verhinderte einen Doppelsieg der beiden jungen Vorarlberger Hoffnungsträger und zwängte sich mit ebenfalls 5,5 Punkten aber der etwas besseren Feinwertung zwischen die beiden auf Rang 2.
Gute 4,5 Punkte und die Plätze 14 bzw. 18 erspielten sich Emilian Hofer und Vincent Nussbaumer, die damit beide den Schnellschachsieger von Hohenems vom letzten Freitag, Felix Bahl hinter sich lassen konnten.
Bild: IM Georg Fröwis (links) und Luca Kessler (rechts)
Riesiges Interesse an der Schacholympiade: 105 Kinder und Jugendliche zeigen ihr Können in Hohenems
- Reinhard Kuntner
Der Salomon Sulzer Saal in Hohenems platzte aus allen Nähten, mit so großem Zuspruch haben die Organisatoren nicht gerechnet. 105 junge Schachfans zwischen 6 und 17 Jahren stürmten in den letzten zwei Tagen förmlich die neue Austragungsstätte der Schacholympiade. So viele Teilnehmer hatte die Schacholympiade zuletzt vor 15 Jahren. Der Salomon Sulzer Saal in Hohenems ist übrigens ein historisches Gebäude, es diente von 1772 bis zum Machtübernahme der Nazis im Jahre 1938 als Synagoge für die Jüdische Gemeinde in Hohenems.
Gespielt wurde in 5 verschiedenen Altersklassen und bei den Jüngsten (U8) stellte Hohenems auch einen Sieger. Benjamin Kienböck (7 Jahre, Bild rechts) spielte sein erstes richtiges Turnier und gewann in einem recht starken Feld von 20 Teilnehmer/innen auf Anhieb. Von sieben Partien gewann er sechs, nur einmal, gegen den Deutschen Brian Gan (am Ende Zweiter) musste er den Punkt teilen. Eine zweite Medaille für Hohenems (die silberne) gewann Alexa Nussbaumer in der Klasse U12. Nach einem etwas unglückliches Auftakt mit einem Patt in gewonnener Stellung steigerte sie sich aber gewaltig, gewann vier Partien und remisierte zwei. Sie musste nur dem überlegenen Sieger Manuel Zebandt vom SV Jedesheim/Deutschland den Vortritt lassen.
Aber auch einige andere Spieler und Spielerinnen des SK Hohenems zeigten bei dieser Olympiade ansprechende Leistungen, insbesondere Anja Rumpold als zweitbestes Mädchen bei U8, Marte Lukas als Vierter bei U10 (Qualifikation für LEM), Lena Rumpold als bestes Mädchen U10 und Patrick Nussbaumer als Vierter bei U16/18.
Insgesamt stellte der SK Hohenems 20 Spieler/innen bei dieser Jugendschacholympiade.
Der Medaillenspiegel (und Detailergebnisse):
U8: 1. Benjamin Kienböck (SK Hohenems) 2. Brian Gan (SK Kolbenmoor/D) 3. Jonas Loretz (SK Sonnenberg)
U10: 1. Simon Fitz (SK Dornbirn) 2. Maxwell Gan (SK Kolbenmoor/D) 3. Simon Graf (SK Dornbirn)
U12: 1. Manuel Zebandt (SV Jedesheim/D) 2. Alexa Nussbaumer (SK Hohenems) 3. Richard Reif (Friedrichshafen/D)
U14: 1. Christian Kozissnik (SK Wolfurt) 2. Lukas Meier (Sprengschach Will/CH) 3. Phil Notegger (SK Wolfurt)
U16_U18: 1. Felix Bahl (SK Wolfurt) 2. Michael Kuhn (SK Rankweil) 3. Enno Proyer (SK Dornbirn)
26. Vorarlberger Schacholympiade für Schüler und Jugendliche: nur noch 8 Tage!
- Reinhard Kuntner
In etwas mehr als einer Woche ist es wieder soweit. Die Schachjugend Vorarlbergs und darüber hinaus trifft sich in Hohenems zur Schacholympiade [ ACHTUNG diesmal im Salomon Sulzer Saal !]. Dabei geht es doch um mehr als bei einer Schachrallye: es werden in jeder Alterskategorie endgültig die Teilnehmerlisten für die Landesmeisterschaften ermittelt. Mindestens zwei Startplätze werden über die Schacholympiade vergeben. Lt. TUWO des Vbg. Schachverbandes hat auch der Jugendreferent des Verbandes ein gewichtiges Wort mitzusprechen und daher gilt: wer sich bei der Schacholympiade ins Rampenlicht spielt, hat gute Chancen, bei den Landesmeisterschaften U10, U12 und U14 im Februar dabei zu sein. Fix gesetzt (bei 8 Startplätzen) sind nur die 3 ELO-Besten sowie die Landesmeister des Vorjahres. Achtung U8-Spieler/innen: Lt. Beschluss des Vbg. Schachverbandes müssen die Teilnehmer/innen vor den Landesmeisterschaften am 22. und 23. Februar zumindest ein Turnier gespielt haben! Diese Olympiade und dann noch das Rallyeturnier in Frastanz am 2. Februar 2014 bieten letzte Gelegenheiten dazu!
Gute Chancen darf sich Emilio Burtscher (Bild rechts, bei der letztjährigen Olympiade) von SK Sonnenberg ausrechnen, auch wenn er bei dieser Olympiade zum ersten mal in der Kategorie U14 anzutreten hat. Zuletzt hat er in Götzis bei der Jugendschachrallye mit einem 2. Rang überrascht.
Ausschreibungen: bitte Olympiade-Banner links anklicken
Anmeldungen bitte per E-Mail unter Angabe der Kategorie und des Namens (bei Neueinsteiger/innen bitte Geb. Datum und Verein oder Wohnort angeben) an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Bei Anmeldung bis 31. Dezember 2013 Mittagessen im Nenngeld inkludiert)
Achtung: für die Teilnahme an dieser Schacholympiade ist die Mitgliedschaft bei einem Verein KEINE Bedingung. Motto: dabei sein ist alles!
Anmeldestand:
1. Bundesliga: Hohenems nach den ersten drei Runden Tabellenführer
- Reinhard Kuntner
Auftakt nach Maß für den SK Hohenems beim Startwochenende in Jenbach: um nicht ähnliche Probleme zu bekommen wie in der letzten Saison war klar, dass diesmal gepunktet werden muss, denn auf dem Programm standen durchwegs Gegner, die man am Ende der Saison hinten in der Tabelle erwarten kann. Das Vorhaben gelang ideal: alle sechs zu vergebenden Mannschaftspunkte konnten diesmal mit auf die Heimreise genommen werden. Offensichtlich war immer noch einiges von dem Schwung der fulminanten Schlussrunde in der letzten Saison vorhanden. Nur so nebenbei, langsam baut sich eine Serie auf: von den letzen 8 Bundesliga-Fights (letzte Saison und neue Saison zusammen) gewann Hohenems 7, dazu gab es noch das 3:3 gegen den Meister am Ende der Saison 2012/13. Doch das ist Schnee von gestern...
Zum Auftakt gab es in Jenbach einen knappen 3,5 : 2,5 Sieg gegen Union Ansfelden. Der Spielverlauf war klarer als das Ergebnis vermuten lässt. Beim Stand von 3,5 : 1,5 lief noch die Partie von Ulrich Ennsdorfer gegen Milan Novkovic. Als alles bereits auf ein Remis hinaus zu laufen schien unterlief Milan ein folgenschwerer Bauerneinsteller, den der Ansfeldner schnörkellos und sicher zum vollen Punkt verwandelte. Matchwinner für Hohenems waren Falko Bindrich und Dennis Breder, die restlichen Partien endeten Remis.
Am Samstag stand dann das ewig junge Westderby Absam gegen Hohenems auf dem Programm. Während die Absamer krankheitsbedingt auf ihren Topmann GM Goran Dizdar verzichten mussten, rückten bei Hohenems mit GM Michael Bezold und Luca Kessler zwei frische Kräfte an. Die Vorzeichen standen gut und wie am Vortag beeindruckte wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung. Niemand war wirklich in Gefahr und auf den Brettern 2 (Falko Bindrich) und 6 (Luca Kessler) entwickelten sich bald vorteilhafte Stellungen. Entsprechend sicher wurde der 4:2 Sieg (2 Siegen, 4 Remis) nach Hause gespielt.
Die vermeintlich leichteste Aufgabe wartete dann am Sonntag gegen Tschaturanga. Erwartungsgemäß stellte Luca Kessler auf 1-0 für Hohenems. Doch dann kam der Schock der überraschenden Weißniederlage von Georg Fröwis aus besserer Stellung heraus. Zu allem Überdruss war auch auf den Brettern 1 und 2 ordentlich Sand im Getriebe. Um Ed Rozentalis Stellung machten wir uns zwischenzeitlich ernsthaft einige Sorgen, bei Falko Bindrich schien gegen Christian Srienz kaum mehr als ein Remis möglich. Die Partie von Valery Atlas war zwar vorteilhaft, doch durfte bei knapper Zeit und heißer Stellung nicht das geringste schief gehen. Einzig Michael Bezold behielt über die gesamte Partie hindurch einen kleinen aber nachhaltigen Vorteil. Schließlich kippte das Match dann doch glücklich auf unsere Seite. Ed Rozentalis gelang es, einen gefährlichen Freibauern zu bilden und die unglückliche Aufstellung von Sigi Baumeggers Leichtfiguren zu einem Figurengewinn zu nutzen. Damit war der Wettkampf entschieden. Michael und Valery willigten ins Remis ein. Falko konnte seine Stellung trotz Minusbauer nach ungenauem Spiel seines Gegners noch gewinnen. Endergebnis: 4 : 2.
Nachdem Jenbach in dieser Runde eine bittere 1,5 : 4,5 Niederlage gegen Wulkaprodersdorf einstecken musste und Feffernitz gegen Baden ebenfalls nicht über ein 4 : 2 hinaus kam, führt Hohenems bis zum nächsten BL-Wochenende in Wolfsberg (30. Jänner bis 2. Februar 2014) die Tabelle punktgleich mit Feffernitz an. Beste Scorer für Hohenems waren Falko Bindrich mit 3 Punkten aus 3 Partien und Luca Kessler mit 2 Punkten aus ebenso vielen Partien. Bemerkenswert Valery Atlas, er spielte am Sonntag in der 1. Bundesliga seine sechste Schwarzpartie in Reihe. Er hatte bei seinen drei Partien in den Schlussrunden der letzten Saison ebenso Schwarz wie bei den Startrunden der neuen. 3 Siege (letzte Saison) und 3 Remis (jetzt in Jenbach) untermauern, wie wertvoll er für Hohenems ist. Valery, der in dieser Saison noch seine 200. Bundesligapartie spielen wird (5 fehlen noch), ist für Hohenems natürlich ebenso unverkäuflich wie Alaba für Bayern München. Luca Kessler ist mit zwei starken Vorstellungen in der Bundesliga angekommen und fliegt am 17. Dezember zu den Jugendweltmeisterschaften nach Al Ain (UAE).
1. Bundesliga 2013/14 mit Partien. Bild: Absam gegen Hohenems. Ed Rozentalis (Hohenems, links) überrascht Thomas Luther (Absam, rechts) mit einer zweischneidigen Variante der Aljechin-Verteidigung.
