Nach den ersten fünf Runden lachte Hohenems von der Tabellenspitze. Nach zwei Niederlagen und einem Unentschieden in Kufstein (vom 23. bis zum 25. Jänner 2026) gegen starke Gegner sind alle Aufstiegsambitionen dahin.
Ersatzgeschwächt ging es am Freitag gegen Hausherr Kufstein/Wörgl. Ein paar Tage vor dem Wettkampf sah es sogar so aus, als ob ein Brett frei gelassen werden muss. So weit kam es zum Glück nicht. Alle Spieler die zum Einsatz kamen, waren aber teils klare Elo-Außenseiter. Dass man trotzdem ein 3-3 holen konnte, darf deshalb als Erfolg verbucht werden. FM Benjamin Kienböck besiegte den gefürchteten Südtiroler Angriffsspieler IM Alexander Bertagnolli, Kapitän Philipp Lins gewann gegen FM Volker Seifert, IM Fabian Bänziger (gegen IM Patrick Zelber) und FM Fabian Matt (gegen FM Johannes Rusche) steuerten Remissen bei. Stefan Greußing (gegen FM Francesco Seresin) und Nicolas Wohlgenannt (gegen FM Siegfrid Neuschmied) mussten sich der starken Konkurrenz geschlagen geben.
Verstärkt durch IM Valery und FM Dmitry Atlas ging es am Samstag gegen Schwarz. Valery gab nach Jahrzehnten sein Comeback in der 2. Bundesliga West. Der Wettkampf war auf den Brettern so offen wie es die Aufstellungen versprochen hat. Leider hatten am Schluss die Tiroler Unterländer mit 3.5-2.5 das bessere Ende für sich. Den einzigen Emser Sieg holte sich Philipp Lins gegen FM Klaus De Francesco, halbe Punkte steuerten IM Fabian Bänziger (gegen IM Niklas Schmider), FM Benjamin Kienböck (gegen FM Ludwig Deglmann) und FM Fabian Matt (gegen Moriz Binder) remisierten. Für IM Valery Atlas (gegen IM Oliver Lehner) und FM Dmitry Atlas (gegen Hansjörg Blaas) gab es Niederlagen.
Am Sonntag hieß der Gegner Absam, der nominelle Titelfavorit. An diesem Tag war man leichter Eloaußenseiter und für Hohenems gab es nichts zu holen. IM Fabian Bänziger (gegen IM Sven Tica), FM Fabian Matt (gegen Philipp Hengl) und Philipp Lins (gegen Noah Benedikt) konnten durch Punkteteilungen die Niederlage in Grenzen halten, IM Valery Atlas (gegen IM Darko Doric), FM Benjamin Kienböck (gegen FM Mario Muskardin) und FM Dmitry Atlas (gegen FM Herbert Wohlfahrt) blieb am Ende der Partie nichts anders übrig als ihren Gegner zu Siegen zu gratulieren, 4.5-1.5 für Absam.
Drei Runden vor Schluss (wobei Hohenems nur noch zwei Wettkämpfe offen hat, eine Runde heißt der Gegner "spielfrei") liegt Hohenems auf Rang 3, mehr oder weniger nach unten abgesichert, nach oben nichts mehr möglich. Für die restlichen Vorarlberger Mannschaften heißt es wohl Abstiegskampf bis zum Schluss, wobei für Sonnenberg das Abenteuer "2. Bundesliga" schon nach einem Jahr vorübergehend beendet zu sein scheint. Götzis wird sich wohl "retten", Dornbirn wird vermutlich darauf hoffen müssen, dass auch für die Saison 2026-27 es wieder zu Verzichten bei aufstiegsberechtigten Vereinen kommt.
Die Schlussrunden finden vom 13. bis zum 15. März im Hohenemser Salomon-Sulzer-Saal statt.
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