ImageIn den entscheidenden Momenten des Matches gegen den burgenländischen Aufsteiger Wulkaprodersdorf hat Schachgöttin Caissa heute weggeschaut. Die Wende in einem bis dahin ziemlich ausgeglichen verlaufenen Wettkampf leitete diese Stellung in der Partie Baramidze gegen Polzin ein. Der Nachziehende bekam mit 37. ... Tg3 gefährliches Gegenspiel und es wäre nun hoch an der Zeit gewesen mit 38. Sc6 mit der Idee 38. ... Tf3:+ 39. Kc4 Th3: 40. Ta8+ Kd7 41. Ta7+ durch Zugwiederholung die Notbremse zu ziehen. Der Springer ist wegen b5 matt tabu. Statt dessen überzog David mit 38. b5 die Stellung und verlor.

 

ImageEine Zeit lang durfte man hoffen, daß Alexander Naumann in einer aufregenden Partie gegen Tomas Likavsky die Oberhand behalten und den Ausgleich schaffen würde. Wahrscheinlich hatte er mehrmals die Möglichkeit die Partie siegreich zu beenden, doch so klar wie nach 59. ... Kb7 war es nie. Mit 60. Tg2 und entscheidendem Angriff wäre es um Schwarz geschehen gewesen. Doch zu diesem Zeitpunkt waren beide Spieler in hoher Zeitnot und nach 60. Ta5: verflachte diese dramatische Partie ins Remis.

ImageBei Novkovic gegen Sommerbauer hatte Milan ebenfalls über lange Strecken der Partie das etwas angenehmere Spiel, doch plötzlich hüpfte ein schwarzer Springer in einigen Zügen vom Königs- zum Damenflügel und sorgte für ein gehöriges Durcheinander. Milan schaffte es gerade noch, seinen Laden zusammen zu halten und forcierte mit seiner Dame ein Dauerschach.

 

ImageDie Partie Schweda gegen Gärtner wurde über weite Strecken vom Burgenländer dominiert. Guntram hatte fast während der gesamten Partie eine schwierige Verteidigungsaufgabe zu lösen und immer wieder einzige Züge zu finden. Im 45. Zug spielte Weiss gerade Tc7. nach Kg7wendet sich der König vom Geschehen am Damenflügel ab, der weisse Monarch greift entscheidet ein und der freie weisse b-Bauer entscheidet. In dieser Stellung hätte vielleicht die Fesselung des Springersund anschließendem Turmtausch mit 45. ... Td8 46. Tc8 Ke7 47. Td8: Kd8: die Lage retten können.

 

ImageMichael Bezold bot unter Aufgabe der Rochade früh Damentausch an und erlangte nach und nach eine ausgeglichene Stellung. In dieser Stellung wurde soeben mit 26. Tf3: ein Turntausch begleitet von einem Remisangebot eingeleitet. Michael Bezold akzeptierte das Remis in völlig ausgeglichener Stellung.

 

 

ImageDie kürzeste Partie des Tages spielten Jan Sprenger und Valery Atlas. Weiss hatte anfangs noch leichten Vorteil. Dieser wurde von Valery jedoch Zug um Zug mit äußerst präzisem Spiel ausgeglichen. Weiss machte nach 19 Zügen bei völlig ausgeglichener Stellung ein Remisangebot, das Valery zurecht akzeptierte.

 

Mit dieser Niederlage rutscht die Mannschaft auf den 5. Rang ab. Styria Graz gewinnt heute mit 4 : 2 gegen Schwarzach und führt mit 1,5 Punkten vor den ebenfalls siegreichen Semriachern. Auf Platz 3 Ansfelden, das erneut verliert, diesmal gegen Klagenfurt. Wulkaprodersdorf stößt mit dem Sieg auf Rang 4 vor.

Den ersten Sieg in der Bundesliga feiert Götzis gegen Fürstenfeld, das sich mit einer stark ersatzgeschwächten Aufstellung selbst aufgegeben hat. Die drei Punkte sind für Götzis freilich nur für die Statistik, längst klafft eine unüberwindbare Lücke von 7,5 Punkten zum rettenden 9. Rang.  

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