15 GM's (bei 18 Partien) wurden in den drei Startrunden in Graz auf den SK Hohenems "angesetzt". Die geballte Großmeister-Power und auch ein bisschen Pech verfehlten dann in den Runden 1 und 2 auch nicht ihre Wirkung.
Gegen Meister Jenbach sah es recht lange so aus, als ob wir einen gleichwertigen Kampf liefern können. Einige Spieler des Hohenemser Teams waren aber sichtlich noch nicht warm gespielt, drei Partien kippten nach und nach auf die Seite des Meisters. Die Jenbacher konnten ihren Lauf aus dem Vorjahr fortzusetzen. Das 4,5 : 1,5 wiederholten sie dann auch in Runde 2 und 3 und setzten sich gleich wieder an die Tabellenspitze.
Das Match der zweiten Runde gegen Fürstenfeld war sehr eng und leider reichte selbst eine 2,5 : 1,5 Führung nicht, um ein erstes, zählbares Mannschaftsergebnis zustande zu bringen. GM Rozentalis lehnte in vorteilhafter Stellung ein Remisangebot ab, was sich am Ende bitter rächen sollte. Der Fürstenfeld-Legionär Kurnosov zauberte einen Mattangriff aufs Brett, für die Verwertung unseres Übergewichts am Damenflügel blieb keine Zeit.
Null Mannschaftspunkte nach zwei Runden. Dabei war auch die Hohenemser Personalauswahl mit den GM's Rozentalis, Bogner und Baramidze sowie Valery Atlas, Marco Baldauf und Georg Fröwis durchaus eine beachtliche. Der schwerste Gegner des Wochenendes wartete am Sonntag. Baden trat mit 6 GM's und einem Mannschaftsschnitt von 2621 gegen uns an. Wir hatten im Schnitt pro Brett 166 und in Summe satte 1000 ELO-Punkte weniger. Niemand hätte wohl einen Pfifferling auf uns gewettet, doch die Sensation gelang. Zunächst gerieten wir durch die dritte Niederlage von GM Ed Rozentalis, der in Graz ein rabenschwarzes Wochenende erlebte, in Rückstand. Marco Baldauf machte diesen mit seinem Sieg gegen die österreichische Nummer 2, GM David Shengelia aber wieder wett. Shengelia hatte eine vorteilhafte Stellung überzogen. David Baramidze, Valery Atlas und Georg Fröwis (mit fast 400 ELO-Punkte weniger) hielten ihre prominenten Gegner sicher auf Distanz. Neuzugang GM Sebastian Bogner (Bild, mit den weissen Steinen spielend) blieb es vorbehalten, mit einem weiteren Remis gegen GM Alexander Beliavski den Sack zuzumachen. Sebastian spielte das Endspiel sogar mit einem Mehrbauern, der allerdings nicht zu verwerten war. Ein historisches 3:3 wurde Wirklichkeit. In 16 Bundesligajahren und 6 Europacupteilnahmen gelang uns noch nie auch nur annähernd ein positives Resultat gegen eine so starke Mannschaft.
Die nächsten Runden 4 bis 7 werden vom 20. bis 23. Jänner 2011 wieder in Graz gespielt.