Zwei Mannschaftssiege gegen Dornbirn und Götzis und eine knappe Niederlage gegen Bregenz. Die Startrunden zur 2. Bundesliga-West verliefen wesentlich erfolgreicher als letztes Jahr. Damit dürfen wir nach den Vorarlberg-internen Begegnungen für den weiteren Verlauf der Meisterschaft optimistisch sein.

Bild: Robert Sandholzer (links) und Kai Medwed (rechts) in der Samstag-Begegnung mit Bregenz. Während Robert ein Versehen seines Gegenspielers Dietmar Heilinger in der Eröffnung ausnutzte verlor Kai im Mittelspiel gegen Annika Fröwis irgendwann im Mittelspiel den Faden und musste sich der erfolgreichen Europameisterschaftsteilnehmerin geschlagen geben.

 

In der ersten Runde lag die Mannschaft gegen Dornbirn nach den Niederlagen von Guntram Gärtner und Leon Nussbaumer schon 0:2 hinten, drehte das Match aber noch. Günter Amann riss eine schlechtere Stellung gegen Milan Novkovic noch aus dem Feuer und remisierte. Dmitry Atlas, Matthias Burschowsky und Robert Sandholzer verwerteten alle ihre aussichtsreichen Stellungen. Damit konnten die ersten 2 Mannschaftspunkte dem Konto  gutgeschrieben werden. 

Weniger gut lief es tags darauf gegen Bregenz. Brett 5 und 6 endeten jeweils nach Weisssiegen 1:1. Günter Amann hatte optisch eine hervorragende Stellung gegen Dr. Harald Pöttinger mit weit vorgeschobenen verbundenen Freibauern am Damenflügel. Nach der Analyse war aber klar, dass nie ein überzeugender Gewinnweg vorhanden war. Das Turmendspiel mit 4 Bauern (Pöttinger) gegen drei (Amann) war klar remis. Guntram Gärtner spielte gegen Henryk Dobosz mit schwarz eine überzeugende Partie und remisierte am Ende sicher mit Dauerschach. Dann und wann hatte man den Eindruck, dass sogar mehr möglich war. Valery Atlas opferte in seiner Partie gegen Theo Hommeles einen Bauern für Angriff. Der Holländer konnt aber dem weissen Stellungsdruck standhalten und in ein Endspiel abwickeln. Als das Remisangebot des Holländers kam, war die Stellung vermutlich schon vorteilhaft für weiss, Valery akzeptierte jedoch. Entscheidend für den Ausgang des Wettkampfs war Brett Brett 4 wo sich Rainer Bezler und Matthias Burschowsky duellierten. In einer Partie in der Rainer Bezler über weite Strecken leichten Vorteil hatte verteidigte sich Matthias zäh und hätte am Schluss auch eine Remisfortsetzung gehabt. Bei knapper Bedenkzeit war die Stellung jedoch zu schwierig. Ein Mattangriff Bezlers beendete die Partie spektakulär. 

Am Sonntag, gegen Götzis, fand das Team zurück auf die Siegerstraße. Götzis erwischte einen denkbar schlechten Start und war gegen uns schon sehr unter Druck. Es dauerte etwa 2,5 Stunden bis das erste Remis zwischen Guntram Gärtner und Waldemar Schlötzer eingetragen werden konnte. Der Wettkampf sah weiterhin sehr umstritten aus. Mit dem Sieg von Dmitry Atlas gegen Philipp Scheffknecht wurden dann die Weichen Richtung Mannschaftssieg gestellt. Emilian Hofer kämpfte auf Brett 6 gegen den um mehr als 300 ELO Punkte stärkeren Armin Kranz und behielt jederzeit die Übersicht. Es ergab sich eine absolut ausgeglichene Endspielstellung bei der Kranz ins Remis einwilligen mußte. Emilian hat damit schon in seiner zweiten BL-Partie ein positives Resultat erreicht. Der Zeitpunkt, drei Tage vor Beginn der Weltmeisterschft war gerade richtig. Wenn's noch was fürs Selbstvertrauen gebraucht hat, das war das beste das passieren konnte.

Günter Amann war es dann vorbehalten gegen Alexander Schmidlechner auf 3:1 zu stellen. Er konterte mit Schwarz im richtigen Moment und gewann sein Turmendspiel. Den Sack endgültig zu machte Matthias Burschowsky gegen Erich Laske. Die letzte Partie zwischen Amadeus Eisenbeiser und Valery Atlas ging dann zwar noch verloren, doch am klaren Mannschaftsieg von 4:2 war jedoch nicht mehr zu rütteln.

Die nächsten Runden werden vom 26. bis 28. November in Absam gespielt.

2. Bundesliga-West