ImageDie Partie zwischen Guntram Gärtner und Armin Kranz war heute ein einziger Horrortrip für Guntram, aber auch seine Fans, die das Drama live miterlebten. Guntram war in dieser Stellung am Zug und jeder erwartete das augenscheinliche 55. Lc6 womit er seinen Vorteil hätte behaupten können. Zum Entsetzen der Zuseher stellte er aber mit 55. c4 praktisch einzügig die Partie ein. Nach 55. Lc4: 56. Dc4: (es gibt nicht besseres) holt sich die schwarze Dame mit 56. Da5+ den weissen Turm ab. Anstatt den nun leichten Sieg sicherzustellen überschritt Schwarz jedoch im 77. Zug in haushoch gewonnener Stellung die Bedenkzeit.

 

ImageIn den entscheidenden Momenten des Matches gegen den burgenländischen Aufsteiger Wulkaprodersdorf hat Schachgöttin Caissa heute weggeschaut. Die Wende in einem bis dahin ziemlich ausgeglichen verlaufenen Wettkampf leitete diese Stellung in der Partie Baramidze gegen Polzin ein. Der Nachziehende bekam mit 37. ... Tg3 gefährliches Gegenspiel und es wäre nun hoch an der Zeit gewesen mit 38. Sc6 mit der Idee 38. ... Tf3:+ 39. Kc4 Th3: 40. Ta8+ Kd7 41. Ta7+ durch Zugwiederholung die Notbremse zu ziehen. Der Springer ist wegen b5 matt tabu. Statt dessen überzog David mit 38. b5 die Stellung und verlor.

 

ImageIn Ansfelden werden von Donnerstag, 23. bis Sonntag 26. März die letzten 4 Runden der 1. Bundesliga gespielt. Der Meister des Vorjahres wird also zu Hause versuchen, den Titel zu verteidigen. Die Chancen dazu sind völlig intakt, liegen die Oberösterreicher nach einer Aufholjagd nur mehr 1/2 Punkt hinter Tabellenführer Styria Graz. Gespielt wird im Hotel Stockinger.

Im Jahre 1988 feierte die ca. 15.000 Einwohner zählende Stadt vor den Toren von Linz das 1200 Jahr Jubiläum. Die Österreichische Post widmete diesem Anlaß eine Sonderbriefmarke.

 

ImageMichael Bezold war der Matchwinner gegen die Grazer. Er begann typisch für ihn etwas verhalten, obwohl er mit den weissen Steinen spielte. Bald wurde jedoch klar, daß Schwarz mehr oder weniger zu passivem Abwarten verurteilt war, während Weiss seine Stellung verstärken konnte. Im 32. Zug blies Michael mit f5 zum entscheidenden Angriff. Eva Moser war zu diesem Zeitpunkt bereits in starker Zeitnot, fand nicht die zäheste Verteidigung und mußte bereits drei Züge später aufgeben.

 

ImageDer Meister der 2. Bundesliga West und Aufsteiger in die 1. Bundesliga heißt Absam ! Reinhard Kuntner (ganz links) vom veranstaltenden Verein Hohenems konnte den Tirolern den verdienten Siegerpokal überreichen. In Hohenems spielten Thomas Luther (fehlt auf dem Bild), Goran Dizdar, Henrik Teske, Dieter Pilz, Werner Dür und Michael Gerhold.