Vorarlberg stellte bei den U12/U14 Staatsmeisterschaften in St. Veit/Glan stolze 10 Teilnehmer, davon 3 Mädchen. Mit Alexa Nussbaumer und Benjamin Kienböck waren auch zwei Kinder bzw. Jugendliche des SK Hohenems mit von der Partie. Für Alexa Nussbaumer endeten die nationalen Meisterschaften sehr erfreulich mit einer Bronzemedaille, die man so gar nicht erwarten konnte. Eigentlich hatte sich Alexa die letzen moante mehr aufs Kunstradfahren konzentriert und ausser den Mädchenlandesmeisterschaften keine Turniere gespielt. Bei den Staatsmeisterschaften zeigte sie aber insbesondere in den ersten 5 Runden ihr Können. Mit 4,5 Punkten führte sie zwei Runden vor Schluss das Feld sogar an. Trotz der zwei Niederlagen in den Runden 6 und 7 reichte der Vorsprung schließlich zum dritten Rang.

Für den zweiten Hohenemser Teilnehmer, Benjamin Kienböck (U12) verlief das Turnier durchwachsen. In den entscheidenden Momenten gab es jeweils Rückschläge von denen er sich zwar umgehend wieder erholte, am Ende gab es nach einer Schlussrundenniederlage mit 50 % aber doch "nur" einen Mittelfeldplatz. Benjamin spielte das erste Jahr in der Kategorie U12 und gehörte nicht zu den Medaillenfavoriten, ein Platz unter den ersten zehn war aber realistisch. Dass es am Ende Rang 13 wurde spricht für die enorme Dichte an aussergewöhnlich guten Talenten im Österreichischen Schach.

Ergebnisse Mädchen U12

Ergebnisse Burschen U12

Ergebnisse Mädchen U14

Ergebnisse Burschen U14

Erfolgreichstes Bundesland war Wien mit zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Broze. Vorarlberg holte durch Leopold Wagner (SC Wolfurt) eine zweite Bronzemedaille.

Bild: Alexa Nussbaumer mit Trainerin Julia Novkovic

Große Überraschung in Bregenz: in der letzten Runde zieht Sylvia Karner nach einem guten Turnier mit einem Remis gegen Bernhard Hehle (Hörbranz) noch an der Favoritin WIM Helene Mira, die gegen den Lochauer Peter Ladner verlor, vorbei. Sylvia kommt nach ihrer langen Schachpause immer besser in Schwung und krazt mit den in Bregenz gewonnen 80 ELO Punkten bereits an der 1800 ELO Grenze. Einen guten dritten Platz in der Landesmeisterwertung holt Julian Kranzl hinter den punktegleichen Leopold Wagner (Wolfurt) und Christian Srienz (Lochau). Sylvia gelingen in dem gut besetzten Open mit 4,5 Punkten 50 %, Julian kommt auf 5,5 Punkte. Auf ebenfalls 50 % kommt Andreas Kezic und nur einen halben Punkt weniger hat Benjamin Kienböck, der 9 mal ELO-stärkere Gegner hatte und in einigen Partien sein Talent aufzeigen konnte. Sein nächstes Turnier sind bereits am kommenden Wochenende die U12 Staatsmeisterschaften in St. Veit. Hohenems-Neuzugang IM Thomas Henrichs belegte mit 7 Punkten den 4 Rang im Open, nur einen halben Punkt hinter den GMs Vadim Malakhatko, Philipp Schlosser und Henrik Teske. Bild: Landesmeisterin Sylvia Karner bei einer ihrer Einsätze in der Frauen-Bundesliga, für den SK Dornbirn spielend. 

3. Int. Bodenseeopen 2017

 

Sonntagvormittag, kurz vor 12.00 Uhr. Das zweite Ländlederby hier in St. Veit zwischen Hohenems - Götzis läuft und wie erwartet zeichnet sich ein enger Kampf auf Augenhöhe ab. Einzig Georg Fröwis auf Brett3 scheint sich gegen Amadeus Eisenbeiser schon einen großen Vorteil erspielt zu haben.

Kampfgeist und Leistung stimmten bei den drei Schlussrunden der 1. Bundesliga in Jenbach. Hohenems spielte zwei Mal, in Runde 9 und 11 gegen einen kärntner Tabellenführer, zuerst gegen Maria-Saal, dann gegen Feffernitz. Beide Matches gingen nach Kampf mit 2,5 : 3,5 verloren. Gegen St. Veit gelang ein hoher 4,5 : 1,5 Sieg. Die Gesamtbilanz bei diesem sehr anspruchsvollen Schlussprogramm (9,5 Punkte aus 18 Partien, gleichbedeutend mit +1) kann sich durchaus sehen lassen, wenngleich nur 2 Matchpunkte heraus schauten und noch ein Rang verloren ging.

Bild: das meisterschaftsentscheidende Match Hohenems - Feffernitz mit Falko Bindrich und Ed Rozentalis auf den Brettern 1 und 2 (rechte Seite). Feffernitz musste alle Register ziehen um nach sehr hartem Kampf nach 5 Stunden schlussendlich den BL-Wanderpokal für zumindest ein Jahr zu erobern..

Spannende gemeinsame Schlussrunde im KOM Altach: Lustenau stemmte sich sich nach Kräften gegen den drohenden Abstieg und ging durch Gernot Hämmerle gegen Hohenems 1 rasch mit 1-0 in Führung. An der hinteren Tischreihe entwickelte sich gleichzeitig ein interessantes Duell zwischen Bregenz und Götzis, bei dem vor allem Bregenz praktisch ihre beste Formation ins Rennen schickte. Einmal galt es bei einem möglichen Umfaller des Tabellenführers die kleine Titelchance zu nutzen, zum anderen, den eben in der Westliga erfolgten Abstieg quasi ungeschehen zu machen. Dazu musste ein Sieg gegen Götzis her. Für Götzis, das ebenfalls den Klassenerhalt in der Westliga nicht schaffte war die Aufgabe ungleich schwieriger. Mindestens ein 4-2 Sieg bei gleichzeitigem Punkteverlust von Feldkirch wäre nötig gewesen.