Die Bundesliga hat uns wieder. Lange 7 Monate bundesligalose Zeit ist vorbei. Hohenems steht gleich zu Beginn ein schweres Programm bevor:

Runde 1, Donnerstag, 5. November 16.00 Uhr SK Hohenems - SV ASVÖ Wulkaprodersdorf   2,5 : 3,5

Runde 2, Freitag, 6. November 14.00 Uhr SK Hohenems - SIR Royal Salzburg   3,5 : 2,5

Runde 3, Samstag, 7. November 14.00 Uhr SV St. Veit - SK Hohenems   2 : 4

Runde 4, Sonntag, 8. November 10.00 Uhr SK Hohenems - SK Absam   5 : 1

1. Bundesliga 2015/16

Foto: Mattersburg Hauptplatz. Gespielt wird in der Sporthalle der Neuen Mittelschule Mattersburg, Wulkalände 4, beim Pappelstadion, wo der Fussball-Bundesligaklub SV Mattersburg seine Heimspiele austrägt. Die Sporthalle in der jetzt Männer- und ab Freitag auch Frauen Bundesligaschach (unter anderem mit dem SK Dornbirn) zu sehen sein wird, ist ansonsten Heimstätte der Mattersburg Rocks, aktuell Tabellenführer der 2. Österreichischen Basketball Bundesliga.

Alle Partien der Bundesliga sind wie immer LIVE zu sehen. 

 

 

 

Eine Premiere erlebte die Bundesliga zum Saisonstart in Mattersburg. Mit Hans Niessl (Zweiter von links) wohnte erstmals ein Landeshauptmann einer Eröffnung bei. Der burgenländische ASVÖ Präsident Ing. Robert Zsifkovits (rechts) ist offenbar ein excellenter Querverbinder in die Politik. Dass die Stadtgemeinde Mattersburg ein großes Herz für den Sport hat, wurde bei der Rede von Bürgermeisterin Ingrid Salamon (Zweite von Rechts) deutlich. Salamon bekannte sich besonders zur überregionalen Zusammenarbeit im Sport und verwies auf die sehr gute Nachwuchsarbeit des ortsansäßigen Jugendvereins Schachritter Mattersburg. Organisator und Obmann des SV Wulkaprodersdorf, Johann Glavanich (Bild links) nutzte das Angebot der Frau Bürgermeisterin jedenfalls sehr gerne und stellte eine hervorragende Runde auf die Beine. In der Sporthalle der NMS Matterburg ist Platz in Hülle und Fülle für die 1. Bundesliga und auch die Frauenbundesliga, die heute um 16.00 Uhr startet.

 

Benjamins WM Teilnahme wird unterstützt von 

 

 

Endlich geht's für Benjamin und seinen Papa Stefan Kienböck los. Am Samstag fliegen die beiden nach Griechenland zur Jugendschach-WM. Für Benjamin ist das nach der U8 Europameisterschaft 2014 (Bild) das zweite ganz große Schachturnier seiner noch jungen Schachlaufbahn. Benjamin ist gerade 9 Jahre alt geworden und spielt bei diesen Weltmeisterschaften in der Kategorie OU10. Open Under 10 bedeutet, dass diese Kategorie offen ist für alle Kinder der Jahrgänge 2005 und 2006. Die OU10 ist zahlenmäßig mit 186 Spielern aus 68 verschiedenen Nationen besonders stark besetzt, Benjamin ist auf Grund seiner FIDE ELO Wertung von 1516 Punkten auf Startrang 98 gereiht, knapp in der unteren Hälfte des Teilnehmerfeldes. Das bedeutet, das Benjamin in der ersten Runde am Sonntag 14.00 Uhr MESZ gegen einen der stärksten Spieler des Feldes ( wenn sich nichts mehr am Teilnehermfeld ändert wäre das die Nummer 5, ein Spieler mit ca. 2100 ELO Punkten). Gespielt werden in Porto Carras 11 Runden, die letzte am 5. November, der 30. Oktober ist ein spielfreier Tag. Achtung: eine gewisse Anzahl Bretter werden jeden Tag live übertragen. In der ersten Runde, diesen Sonntag ab 14.00 Uhr MESZ ist die Chance da, dass Benjamins Partie live zu sehen sein wird.

Es ist dies eine Weltmeisterschaft der Superlative. Mehr als 1600 Spieler/innen treten in 12 verschiedenen Klassen (jeweils Open U8/U10/U12/U14/U16/U18 und Girls U8/U10/U12/U14/U16/U18) gegeneinander an und ermitteln in 11 kräfteraubenden Runden die besten Nachwuchsspieler der Welt. Einige wenige Superstars wie der erst 16-jährige Chinese Wei Yi kommen allerdings nicht nach Griechenland. Wei Yi spielt mit seinen 2734 ELO-Punkten bereits in der allgemeinen Weltklasse und nimmt bereits Rang 24 in der aktuellen Weltrangliste ein. Von aktuell 158 FIDE Mitgliesdverbänden sind 91 bei dieses WM vertreten. Viele Entwicklungsländer vor allem afrikanische fehlen, denn die Teilnahme ist auch eine Kostenfrage an der die armen Nationen meist scheitern. Selbstverständlich sind alle großen Schachnationen mit teilweise großen Delegationen vertreten: die USA führen zahlenmäßig mit 129 Teilnehmern das Feld an vor Veranstalter Griechenland (77) und Medailenfavorit Nr.1 Russland mit 73 Teilnehmern. Die USA sind nicht nur zahlenmäßig stark, sondern spielen in verschiedenen Klassen auch um die Medaillen mit. Starke Nationen sind weiters: China, Indien, Türkei, Iran sowie einige europäische Länder. Österreich ist bis auf Mädchen U8 in allen Klassen mit insgesamt 22 Spieler/innen verteten. Mit Luca Kessler (SK Götzis, Klasse U18, Startnummer 25 bei 116 Spielern) ist ein zweiter Vorarlberger mit von der Partie. Chefbetreuer ist IM Siegfried Baumegger.

Wir werden in diesem WM-Blog regelmäßig von der WM berichten, mit Bildern, Geschichten und natürlich Benjamins Partien. In Batumi bei der EM 2014 konnte sich Benjamin mit 5 Punkten aus 9 Partien sehr gut in Szene setzen. In der U10 ist es natürlich ungleich schwerer und Benjamin gehört zu den jüngsten. Benjamin hat aber die letzten Wochen und Monate mit seinen Trainern Julia Novkovic und Guntram Gärtner hart gearbeitet, ist gut vorbereitet und hat sich seit der EM spürbar verbessert. Ein Platz unter den ersten 100 Spielern wäre ein schöner Erfolg. Die Schachfans aus Hohenems wünschen viel Erfolg!

Resultate auf chess-results.com 

Veranstalterseite mit LIVE-Link

 

Immerhin 11 Schachenthusiasten fanden sich am gestrigen Sonntag ein zum jährlichen Klubturnier, das wie schon die beiden Jahre davor im Schnellschachmodus durchgeführt wurde. Geleitet von NEO-International Arbiter Stephan Hofer gelang es, das Turnier in guter Stimmung und ohne jede Reklamation (wer hätte sich überhaupt getraut?) abzuwicklen. Spannung und auch Überraschungen blieben nicht aus. Bereits in Runde 1 musste Obmann Reinhard Kuntner die im Verein gewachsene Frauenpower (am Freitag in der LMM spielten gleich 4 Frauen für Hohenems!) leidvoll zur Kenntnis nehmen. Ex-Mädchenstaatsmeisterin Silvia Karner entzauberte den jahrzehntelangen Aljechinspieler ausgerechnet in seiner Haus- und Hofvariante. In Runde zwei befand sich Andreas Kezic, der das Turnier bis zur letzten Runde anführte gegen Silvia ebenfalls schon tief in der Verlustzone. Die knappe Zeit brachte indes noch die unverhoffte Wende. Andreas Kezic andererseits zeigte gegen Emilian Hofer eine starke Leistung und fügte dem späteren Turniersieger die einzige Niederlage bei. 5 Siege u.a. gegen Andreas in der letzten Runde fuhr Stefan Huchler ein, ein Stockerlplatz blieb ihm nur knapp auf Grund der BH-Wertung verwehrt. Julian Kranzl remisierte in einer sehr spannenden Partie gegen Emilian und holte sich den dritten Turnierrang. Für Emilian und Julian war das Turnier auch ein idealer Probelauf für die von 20. - 22. November in St. Veit/Glan stattfindenden Blitz- und Schnellschachstaatsmeisterschaften (mit Bundesländer-Mannschaftsmeisterschaft). Auch dort wird mit 10+10 (10 Minuten plus 10 Sekunden Zeitbonus pro Zug) gespielt.

Spielleiter Stefan Huchler hatte Pokale besorgt für:

die ersten Drei: Emilian Hofer, Reinhard Kuntner und Julian Kranzl

den besten Jugendlichen: Simon Koller

den besten Schüler: Julian Ströhle

Spezialurkunden gab es für

Silvia Karner (beste Dame)

Anja Rumpold (bestes Mädchen)

Reinhard Kuntner (bester Senior)

Gruppenbild mit zwei Damen von links nach rechts:

IA Stephan Hofer, Emilian Hofer, Julian Kranzl, Sergiy Yakovlyev, Michael Rumpold, Simon Koller (vorne), Reinhard Kuntner, Julian Ströhle (vorne), Andreas Kezic, Stefan Huchler, Anja Rumpold (vorne), Silvia Karner.

 

Auch in Hohenems sind in den vergangenen Monaten Menschen, Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Irak und anderen Ländern angekommen. Wie überall gab es auch in Hohenems eine Welle der Hilfsberietschaft aber auch Skepsis und Ängste. Am vergangenen Donnerstag lud die Stadt Hohenems daher zum Flüchtlingsmempfang in den Pfarrsaal St. Karl. Aufeinander zugehen hieß das Motto und auch einfach einmal gemeinsam feiern, essen, Musik hören, tanzen. Drei Hohenemser Sportvereine, der VfB, der Badmintonclub und der Schachklub Hohenems waren mit Infoständen present. Großes Interesse herrschte an unserem Tisch, kaum waren die Schachbretter ausgepackt, wurden auch schon die ersten Partien gespielt. Ein junger Mann aus der Mongolei, Gantulga, setzte sich, und packte seine bereits erworbenen Deutschkenntnisse aus: "spielen wir?" Gesagt getan und Guntulga brachte mich richtig ins Schwitzen. Auch Emilian wurde immer wieder zu einer Partie aufgefordert. Das im Nahen Osten sehr populäre Backgammon wurde ebenfalls an unserem Tisch gespielt. Der Schachklub besitzt ja so einen Spielkoffer. Endlich gab es die Gelegenheit ihn zu benutzen.

Köstlichkeiten aus Vorarlberg und dem Morgenland, Livemusik und gute Gespräche mit den Flüchtlingen (in Englisch ging das teilweise sehr gut), den Helfer/innen, Bürgermeister Richard Amann und weiterer  Hohenemser Politprominenz, Pfarrer Thomas Heilbrun, Museumsdirektor Hanno Löwy und vielen mehr machten den Abend zu einem Erlebnis. Apropos jüdisches Museum: da bahnt sich eine Schach-Veranstaltung an für nächstes Jahr. Das Jüdische Museum Hohenems feiert das 25-jährige Bestehen, der SK Hohenems sein 90-jähriges. Foto: Mag. Stephan Hofer

Hand in Hand

Die internen Runden der drei Bundesländer brachten keine allzu großen Überraschungen. Die größte war vielleicht die, angesichts der tatsächlichen Brettbesetzung, doch unerwartete Niederlage des Hohenemser Teams gegen den SK Dornbirn. Erwartbar und dennoch unnötig war schon die 2,5 : 3,5 Niederlage am Freitag gegen Bregenz. Die Mannschaft spielte stark und um zu verlieren war schon ein ungewöhnlicher Blackout auf Brett 3 in der Partie IM Alfred Weindl gegen Matthias Burschowsky nötig. Matthias hatte mit schwarz bereits klar das Kommando übernommen, da passierte der unglückliche Turmeinsteller. Sehenswerte Partien lieferten IM Marco Baldauf und besonders Dmitry Atlas gegen IM Henryk Dobosz (Bild rechts, Dmitry mit weiß spielend). Die beiden Punkte plus das Remis von Emilian Hofer gegen Rainer Bezler waren am Ende aber zu wenig.

Das Match gegen Götzis wurde dann klar domiert mit je drei Siegen (IM Georg Fröwis, Matthias Burschowsy und David Uhlmann) sowie drei Remis (Marco Baldauf, Günter Amann, Dmitry Atlas).

Am Sonntag kam dann die doch unerwartete Niederlage gegen Dornbirn. Julia Novkovic gelang es, eine schwierige Stellung gegen Matthias Burschowsky zu drehen und brachte uns in Rückstand. Damit nahm die Geschichte seinen Lauf. Günter Amann, über lange Zeit von seinem an diesem Wochenende groß aufspielenden Gegner Benedikt Klocker unter Druck gehalten, fand schließlich in einem schwierigen Turmendspiel die richtige Fortsetzung nicht mehr und musste sich geschlagen geben. Zwischenzeitlich sorgte Dmitry Atlas, der diesmal mit 2,5 aus 3 der fleißigste Hohenemser Punktesammler war, für den vollen Punkt. Georg Fröwis konnte eine schlechtere Stellung halten, Marco Baldauf eine bessere nicht gewinnen. Zwischenstand damit 3:2 für Dornbirn. Die letzte noch laufende Partie zwischen Emilian Hofer und Felix Außerer mußte entscheiden. Leider konnte Emilian den Eröffnungsvorteil nicht verwerten und geriet zusehends in eine ganz schwierige Lage. Das Remisangebot seines Gegners konnte am Schluß nicht abgelehnt werden obwohl es die knappe Niederlage bedeutete.

Bregenz siegte dreimal minimal und liegt in der Tabelle an zweiter Stelle. Dornbirn hat bereits 4 MP im Trockenen und liegt auf Rang 6 unmittelbar vor Hohenems mit allerdings nur 2 MP. Götzis 2 ziert nach 3 Mannschaftsniederlagen das Tabellenende und dürfte im Kampf gegen den Abstieg nun einen schweren Stand haben.

Die nächsten Runden finden am 28. und 29. November in der Aula der HAK Bludenz statt.

2. Bundesliga-West