Im benachbarten Bad Ragaz startete am Donnerstag ein sehr stark besetztes GM Turnier. Beteiligt sind 10 junge Nachwuchsspieler aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Ungarn und Österreich. Die Farben Österreichs vertritt IM Georg Fröwis. Mit dem Schweizer Noël Studer spielt ein zweiter Spieler des Hohenemser Bundesligateams mit.

Zum Auftakt gelingt Georg Fröwis ein sensationeller Sieg gegen Grenke Open Sieger GM Matthias Bluebaum. Danach reisst der Faden aber. Die Ausbeute aus den Runden 2-5 beträgt 0,5 Punkte. Georg hat allerdings bereits alle GM's hinter sich. Viel besser im Rennen liegt Noël Studer mit 4 Punkten aus 5 Partien und intakten GM-Norm Chancen.

Details mit Link zu den LIVE Partien.

Die letzten Entscheidungen fielen gestern beim Meisterschaftsfinale im Altacher KOM. Überraschungen gab es dabei keine mehr. In der Vorarlbergliga brachte Dornbirn mit einem weiteren 6:0 die Sache erfolgreich zu Ende. Dem Schlussspurt mit 17,5 aus 18 waren wir nicht gewachsen. Guntram Gärtner darf aber mit der Teamleistung trotzdem sehr zufrieden sein. 10 Matches gewonnen und nur eine verloren, eben gegen den neuen Meister. Das kann sich sehen lassen. Im Bild der Wettkampf Hohenems 1 - Dornbirn 2 (rechts Emilian Hofer -remis gegen Heinz Grabher, dahinter David Uhlmann, dem gegen Enno Proyer eine starke Konterpartie gelang).

Die Abstiegsfrage ist geklärt. Bregenz 2 schickte Sonneberg mit einem hohen 4,5 : 1,5 in den Keller, zusammen mit dem punktelosen SK Nenzing.

In der A-Klasse katapultierte sich Hohenems 2 mit einem 4,5 : 1,5 noch vor bis auf den dritten Rang. Meister Feldkirch vor Rankweil. Die beiden Teams steigen in die Vorarlbergliga auf.

Mit einem Erfolgserlebnis beendete Hohenems 3 die Meisterschaft in der B-Klasse Oberland. Hohenems 4 musste sich dem neuen Meister und Aufsteiger in die A-Klasse Frastanz geschlagen geben.

Vorarlbergliga

A-Klasse

B-Klasse Unterland

B-Klasse Oberland

Ein negativer Höhepunkt bildete dann die Absage der Team-Blitzlandesmeisterschaft. Hohenems hatte selber maßgeblichen Anteil daran, insgesamt gab es nur drei Nennungen. Zuwenige für eine sinnvolle Landesmeisterschaft. Damit steht auch das Konzept der gemeinsamen Schlussrunde zur Disposition. So sehr die Veranstaltung bei den heimischen Schachfans auch beliebt ist, für nur eine Runde ist der Aufwand kaum vertretbar.

Parallel zum Bundesligafinale fand im benachbarten Kufstein das von Schach-ohne-Grenzen erstmals veranstaltete Sechsländerturnier der Frauen statt. Der Osten mit den Bundesländern Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Burgenland war dabei Vorbild und Ideengeber. Diese vier Bundesländer werden in Kürze ihr fünfundzwanzigstes Länderturnier durchführen. Ina und Christin Anker haben sich für die West- bzw. Alpenregion noch ehrgeizigere Ziele gesetzt. Mit Tirol, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg, Bayern und Südtirol ist der neue Bewerb international konzipiert und umfasst zwei Teams mehr. Eine Idee die zu begeistern weiß. Es ist zu hoffen, dass dem neuen Bewerb ein ebenso langes Leben beschieden ist, wie dem großen Vorbild in der Osthälfte Österreichs.

Das Auswahlteam Südtirols musste die Teilnahme kurzfristig absagen und wurde durch ein zweites Tiroler Team ersetzt. Vorarlbergs starke Auswahl mit Julia Novkovic, Annika Fröwis, Helene Mira und Sylivia Karner (SK Hohenems) setzte sich bei der Premiere des neuen Bewerbs klar mit 5 Mannschaftssiegen und dem Matchpunktemaximum von 10 durch. Zweiter wurde Tirol vor Bayern. Sylvia steuerte 2,5 von 5 möglichen Punkten bei. Sylvia Karner hat in den 90-er Jahren zwei Mal die Österreichische Mädchenmeisterschaft gewonnen und ist erst vor 1,5 Jahren nach sehr langer schachlicher Abstinenz wieder zum Schachsport zurückgekehrt. Sie ist auch als Gastspielerin im Kader des erfolgreichen Dornbirner Frauenbundesligateams. Am Mittwoch kommender Woche tritt sie zur Wahl der Vorarlberger Frauenreferentin bei den Neuwahlen des Verbandsvorstandes an.

Bild von links nach rechts: Ina Anker (Schach ohne Grenzen), Julia Novkovic und Annika Fröwis (SK Dornbirn), Sylvia Karner (SK Hohenems), Helene Mira (SK Bregenz) und Christin Anker (Schach ohne Grenzen).

Ergebnisse Frauenvergleichskampf 2016

 

Auch heuer kamen im Götzner Kultursaal Am Bach wieder 280 Kinder und Jugendliche in vier Spielklassen zusammen, um die besten Teams zu ermitteln, die Vorarlberg bei den verschiedenen Bundesfinali vertreten dürfen. Ein weiteres Mal wurde mit der konstant hohen Teilnehmerzahl bewiesen, dass Schulschach in Vorarlberg einen hohen Stellenwert hat und sich sehr viele engagierte Pädagog/innen der Förderung des königlichen Spiels an Vorarlbergs Schulen verschrieben haben.

Die verschiedenen Spielklassen wurden klarerweise von den Vereinsspieler/innen dominiert. In allen Klassen und verschiedenen Schul-Teams waren Spieler/innen des SK Hohenems vertreten.

Volksschulbewerb

Hier lieferten sich die Volksschulen Klaus, Altach und Dornbirn-Rohrbach ein spannendes Rennen bis zum Schluss.

Bild: das von Helmut Cyris trainierte und betreute Team der VS Altach sicherte sich den zweiten Platz (von links nach rechts: Justin Dünser, Noyan Ekici, Meteo Müller, Anja Rumpold, David Ammon)

Den Sieg sicherte sich überraschend die VS Klaus mit Benjamin und Samuel Kienböck sowie Adrijan Babic und Jonas Kranz. Aus Vereinssicht war das eine Ko-Produktion von Götzis und Hohenems. Jetzt darf sich das Team auf das vom 22. bis 25. Mai in Bad Gastein stattfindende Bundesfinale freuen. Das Altacher Team ist zum guten Teil auch in Guntram Gärtners Trainingsgruppe vertreten, während der Seriensieger der vergangenen Jahre und jetzige Dritte, die VS Dornbirn-Rohrbach untrennbar mit dem Namen Julia Novkovic verbunden ist. Die Volksschule Hohenems-Markt betreut von Hubert Graier belegte den 13. Rang. Bester seines Teams in der Einzelwertung: Raphael Felder mit 5,5/7 und Rang 7. Teamwertung Volksschulbewerb

Unterstufe (Hauptbewerb)

Alexa Nussbaumer NMS Hohenems-Herrenried belegte hier Rang 7. In der Teamwertung siegte das BG Dornbirn-Schoren vor dem BG Bregenz Gallustraße.

Oberstufe

Der Bewerb wurde in der Einzelwertung eine sichere Beute von Julian Kranzl. Vierter wurde Patrick Nussbaumer von BORG Lauterach. Keine vollständige Mannschaft schickte Seriensieger BG Dornbirn und wird daher nach vielen Jahren erstmals weder in der Unterstufe noch Oberstufe beim Bundesfinale vertreten sein. Das BG Feldkirch Rebberggasse siegte hier mit deutlichem Vorsprung vor dem BRG/BORG Feldkirch Schillerstraße. Das Mädchenteam des Sacre Coeur Bregenz qualifizierte sich für das Mädchenfinale. Teamwertung Oberstufe

Der Nachwuchsbewerb ist im wesentlichen den Nicht-Vereinsspieler/innen vorbehalten. In dieser Kategorie wird allerdings kein Bundesfinale gespielt. Teamwertung

 

Es lief gar nichts mehr zusammen beim diesjährigen Bundesligafinale in Jenbach. Der SK Hohenems ließ die Saison 2015/16 mit 4 Niederlagen (jene in St. Veit gegen Ottakring mitgerechnet) ausklingen. Das war das schlechteste Meisterschaftsfinish in 21 Jahren Bundes- bzw. Staatsliga. Immerhin, zu einem Rang in der oberen Tabellenhälfte (Platz 6) reichte es noch. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass das Fehlen eines Großmeisters vom Format eines Ed Rozentalis (Ed war diesmal  für seinen israelischen Klub im Einsatz) für den SK Hohenems kaum zu kompensieren ist. Erschwerend kam diesmal dazu, dass auch Noel Studer und Marco Baldauf nicht zur Verfügung standen. Matthias Burschowsky konnte an diesem Wochenende an die zuletzt in der 2. Bundesliga-West gezeigten Leistungen leider nicht anschließen und erreichte lediglich ein Remis aus drei Partien. Das selbe Schicksal ereilte aber auch Sasa Martinovic und Dennis Breder auf den Brettern 2 und 3. Keiner von beiden hatte bisher je auch nur annähernd eine solch magere Bilanz an einem einzigen Bundesliga-Wochenende. Aus 18 Partien gelang lediglich Georg Fröwis ein Partiegewinn gegen den Jenbacher Oliver Lehner. Am Samstag war Georg dann für seinen Schweizer Verein Gonzen im Einsatz und trug dort mit seinem Sieg wesentlich zum erstmaligen Titelgewinn in der SGM Meisterschaft bei. Seinen Platz nahm in der letzten Runde Michael Bezold ein, der damit nach dreijähriger Pause wieder eine Partie in der österreichischen Bundesliga spielte und dabei ein Remis erreichte. Positives? Ja, das gab es auch. Falko Bindrich und Valery Atlas (Bild rechts) verließen Jenbach mit je drei Remis ungeschlagen. Valery absolvierte sogar die gesamte Meisterschaft mit +1 =8 ungeschlagen. Falko erreichte mit 6 Punkten aus 11 Partien (bei nur einer Niederlage) eine solide Ratingperformance von 2593. 

Meister wurde mit deutlichem Vorsprung erstmals Maria-Saal vor Jenbach und Wulkaprodersdorf. Der SK Götzis war das Überraschungsteam der Meisterschaft. Unsere Nachbarn erreichten erstaunliche 34 Brettpunnkte (nur einer weniger als Hohenems) und mauserten sich damit auch zum Tabellennachbarn (Rang 7). Während der gesamten Meisterschaft hat Götzis keinen einzigen Großmeister eingesetzt. Eine GM-Norm erreicht hat ihr Brett-1 Spieler Nico Georgiadis.

Einem historischen Moment durften wir in Jenbach beiwohnen: in der Partie Markus Ragger - Thomas Luther (1-0) übertraf erstmals ein österreichischer Schachspieler die magische 2700-er ELO-Grenze. Genau waren es am 31. März 2016 2700,2 Punkte, ausgewiesen auf http://www.2700chess.com/ Aktuell am 2. April (Markus holte noch weitere 1,5 aus 2) ist er mit 2699,6 wieder knapp darunter, doch belegt er erstmals mit Rang 39 einen Platz unter den Top-40 der Weltrangliste. Ab jetzt wird die Luft extrem dünn, ob es weiter nach oben gehen kann wird auch davon abhängen, ob Markus attraktive und stark besetzte Turniere spielen kann.

1. Bundesliga 2015/16

Besser lief es dann zum Abschluss am Sonntag bei den Österreichischen Mannschaftsblitzmeisterschaften. Das Team bestehend aus Michael Bezold, Sasa Martinovic, Dennis Breder und Valery Atlas schrammte nur hauchdünn an einer Medaille vorbei und belegte Rang 4.

Österreichische Mannschaftsblitz-Meisterschaften 2016