Hohenems bestätigte sich ein weiteres Mal als DIE Cupmannschaft, wenngleich es diesmal im der Finalrunde gegen Dornbirn auf Knopf und Spitz stand. Präsident Dr. Philipp Längle stöberte schon zuvor ein wenig in den Annalen und hatte bei der erstmals unmittelbar nach Ende der dritten Runde vorgenommenen Siegerehrung die Statistik parat. Die Punkte für Hohenems holten: IM Valery Atlas (3/3), IM Guntram Gartner (2,5/3), FM Dmitry Atlas (2/3), Emilian Hofer (0/3). Zu einem wahren Krimi entwickelte sich Runde drei, in der es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Gastgeber Dornbirn und Hohenems kam.

Benjamin Kienböck hat es in überzeugender Manier geschaftt. Er ist Österreichischer Meister U10 2016. Der Start verlief noch ein wenig holprig, in der ersten Partie war auch eine ordentliche Portion Gluck dabei. Benjamin ließ dann weitere drei Siegen folgen. Als ihm dann in Runde 5 auch noch ein Sieg gegen Angstgegner Simon Graf glückte, war das Tor schon weit offen für den ersten Titelgewinn eines Spielers des SK Hohenems bei einer Österr. Meisterschaft im Standardschach seit 10 Jahren. In den beiden restlichen Runden genügten dann zwei Remis zum sicheren Titelgewinn mit einem vollen Punkt Vorsprung.

Gute 5,5 Punkte aus 9 Partien erspielen sich Julian Kranzl und Emilian Hofer beim 2. Internationalen Bodenseeopen in Bregenz. Für beide bedeutet dies ein ELO-plus, Julian überspringt damit die 2100-er Grenze. Er hat in Bregenz seinen ersten Sieg gegen einen Interantionalen Meister errungen (Valerij Bronznik).

Mehr oder weniger den Erwartungen entsprechend platzierten sich die beiden Teilnehmerinnen des SK Hohenems bei den U12_U14 Staatsmeisterschaften in St. Veit. Anja Rumpold belegte Rang 9 mit 4 Punkten aus 7 Partien. Am start waren 20 Teilnehmerinnen. Das ist eine sehr gute Platzierung, denn Anja ist eigentlich noch U10 Spielerin. Bei diesen U12 Staatsmeisterschaften spielten auch einige der besten U10 Mädchen mit, davon war Anja drittbeste. Vom 26. - 29. Mai finden dann die U8 / U10 Staatsmeisterschaften wieder in St. Veit statt. Die Chancen auf einen der vorderen Plätze sind dann sehr gut.

Eine Medaille war das ehrgeizige Ziel, Bronze ist es am Ende für Vorarlbergs einziges Frauenbundesliga-Team, dem SK Dornbirn, geworden.

Die Titelverteidigung war von Beginn weg unrealistisch, da sich einige Neuerungen im Reglement gravierend auf die Zusammensetzung der Teams auswirkte. Mit Helene Mira schied bei Dornbirn zudem eine Leistungsträgerin aus. Die wesentlichen Neuerungen waren die Verdoppelung der Bretter von 2 auf 4 und die Möglichkeit eine Ausländerin pro Runde einzusetzen. Die Reduktion der Rundenanzahl auf 7 war nicht im Sinne der Vorarlberger. Bei nur 7 Runden und einer unerwarteten Niederlage im falschen Moment wäre die Medaillenchance schnell weg gewesen. Die beiden burgenländischen Teams aus Pamhagen und Wulkaprodersdorf waren die klar zu favorisierenden Teams und tatsächlich gewann Pamhagen auch mit dem Punktemaximum vor Wulkaprodersdorf, das gleich drei Spielerinnen aus dem Österreichischen Nationalteam in ihren Reihen hat. Gegen diese beiden Teams setzte es dann auch die einzigen Niederlagen, die restlichen 5 Matches wurden gewonnen, Platz drei damit mit 2 Matchpunkten Vorsprung abgesichert.

Mit Jana Breder (starke 4,5 Punkte aus 5 Partien), Olga Kurapova (1 aus 2) und Syliva Karner (0,5 aus 2) wirkten im Frauen-Team des SK Dornbirn auch drei Stammspielerinnen des SK Hohenems mit. Auf Brett 1 (2,5 aus 7) und Brett 2 (3,5 aus 7) spielten Julia Novkovic und Annika Fröwis durch. 2,5 Punkte aus 5 Partien steuerte Dornbirns U18-Bronzemedaillengewinnerin Martha Pilsan bei.

Bild von der Schlussveranstaltung in Graz (von links nach rechts): WFM Julia Novkovic, Annika Fröwis, Olga Kurapova und Sylvia Karner.

Frauenbundesliga 2015/2016