Eine Medaille war das ehrgeizige Ziel, Bronze ist es am Ende für Vorarlbergs einziges Frauenbundesliga-Team, dem SK Dornbirn, geworden.

Die Titelverteidigung war von Beginn weg unrealistisch, da sich einige Neuerungen im Reglement gravierend auf die Zusammensetzung der Teams auswirkte. Mit Helene Mira schied bei Dornbirn zudem eine Leistungsträgerin aus. Die wesentlichen Neuerungen waren die Verdoppelung der Bretter von 2 auf 4 und die Möglichkeit eine Ausländerin pro Runde einzusetzen. Die Reduktion der Rundenanzahl auf 7 war nicht im Sinne der Vorarlberger. Bei nur 7 Runden und einer unerwarteten Niederlage im falschen Moment wäre die Medaillenchance schnell weg gewesen. Die beiden burgenländischen Teams aus Pamhagen und Wulkaprodersdorf waren die klar zu favorisierenden Teams und tatsächlich gewann Pamhagen auch mit dem Punktemaximum vor Wulkaprodersdorf, das gleich drei Spielerinnen aus dem Österreichischen Nationalteam in ihren Reihen hat. Gegen diese beiden Teams setzte es dann auch die einzigen Niederlagen, die restlichen 5 Matches wurden gewonnen, Platz drei damit mit 2 Matchpunkten Vorsprung abgesichert.

Mit Jana Breder (starke 4,5 Punkte aus 5 Partien), Olga Kurapova (1 aus 2) und Syliva Karner (0,5 aus 2) wirkten im Frauen-Team des SK Dornbirn auch drei Stammspielerinnen des SK Hohenems mit. Auf Brett 1 (2,5 aus 7) und Brett 2 (3,5 aus 7) spielten Julia Novkovic und Annika Fröwis durch. 2,5 Punkte aus 5 Partien steuerte Dornbirns U18-Bronzemedaillengewinnerin Martha Pilsan bei.

Bild von der Schlussveranstaltung in Graz (von links nach rechts): WFM Julia Novkovic, Annika Fröwis, Olga Kurapova und Sylvia Karner.

Frauenbundesliga 2015/2016 

 

Im benachbarten Bad Ragaz startete am Donnerstag ein sehr stark besetztes GM Turnier. Beteiligt sind 10 junge Nachwuchsspieler aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Ungarn und Österreich. Die Farben Österreichs vertritt IM Georg Fröwis. Mit dem Schweizer Noël Studer spielt ein zweiter Spieler des Hohenemser Bundesligateams mit.

Zum Auftakt gelingt Georg Fröwis ein sensationeller Sieg gegen Grenke Open Sieger GM Matthias Bluebaum. Danach reisst der Faden aber. Die Ausbeute aus den Runden 2-5 beträgt 0,5 Punkte. Georg hat allerdings bereits alle GM's hinter sich. Viel besser im Rennen liegt Noël Studer mit 4 Punkten aus 5 Partien und intakten GM-Norm Chancen.

Details mit Link zu den LIVE Partien.

Auch heuer kamen im Götzner Kultursaal Am Bach wieder 280 Kinder und Jugendliche in vier Spielklassen zusammen, um die besten Teams zu ermitteln, die Vorarlberg bei den verschiedenen Bundesfinali vertreten dürfen. Ein weiteres Mal wurde mit der konstant hohen Teilnehmerzahl bewiesen, dass Schulschach in Vorarlberg einen hohen Stellenwert hat und sich sehr viele engagierte Pädagog/innen der Förderung des königlichen Spiels an Vorarlbergs Schulen verschrieben haben.

Die verschiedenen Spielklassen wurden klarerweise von den Vereinsspieler/innen dominiert. In allen Klassen und verschiedenen Schul-Teams waren Spieler/innen des SK Hohenems vertreten.

Volksschulbewerb

Hier lieferten sich die Volksschulen Klaus, Altach und Dornbirn-Rohrbach ein spannendes Rennen bis zum Schluss.

Bild: das von Helmut Cyris trainierte und betreute Team der VS Altach sicherte sich den zweiten Platz (von links nach rechts: Justin Dünser, Noyan Ekici, Meteo Müller, Anja Rumpold, David Ammon)

Den Sieg sicherte sich überraschend die VS Klaus mit Benjamin und Samuel Kienböck sowie Adrijan Babic und Jonas Kranz. Aus Vereinssicht war das eine Ko-Produktion von Götzis und Hohenems. Jetzt darf sich das Team auf das vom 22. bis 25. Mai in Bad Gastein stattfindende Bundesfinale freuen. Das Altacher Team ist zum guten Teil auch in Guntram Gärtners Trainingsgruppe vertreten, während der Seriensieger der vergangenen Jahre und jetzige Dritte, die VS Dornbirn-Rohrbach untrennbar mit dem Namen Julia Novkovic verbunden ist. Die Volksschule Hohenems-Markt betreut von Hubert Graier belegte den 13. Rang. Bester seines Teams in der Einzelwertung: Raphael Felder mit 5,5/7 und Rang 7. Teamwertung Volksschulbewerb

Unterstufe (Hauptbewerb)

Alexa Nussbaumer NMS Hohenems-Herrenried belegte hier Rang 7. In der Teamwertung siegte das BG Dornbirn-Schoren vor dem BG Bregenz Gallustraße.

Oberstufe

Der Bewerb wurde in der Einzelwertung eine sichere Beute von Julian Kranzl. Vierter wurde Patrick Nussbaumer von BORG Lauterach. Keine vollständige Mannschaft schickte Seriensieger BG Dornbirn und wird daher nach vielen Jahren erstmals weder in der Unterstufe noch Oberstufe beim Bundesfinale vertreten sein. Das BG Feldkirch Rebberggasse siegte hier mit deutlichem Vorsprung vor dem BRG/BORG Feldkirch Schillerstraße. Das Mädchenteam des Sacre Coeur Bregenz qualifizierte sich für das Mädchenfinale. Teamwertung Oberstufe

Der Nachwuchsbewerb ist im wesentlichen den Nicht-Vereinsspieler/innen vorbehalten. In dieser Kategorie wird allerdings kein Bundesfinale gespielt. Teamwertung

 

Die letzten Entscheidungen fielen gestern beim Meisterschaftsfinale im Altacher KOM. Überraschungen gab es dabei keine mehr. In der Vorarlbergliga brachte Dornbirn mit einem weiteren 6:0 die Sache erfolgreich zu Ende. Dem Schlussspurt mit 17,5 aus 18 waren wir nicht gewachsen. Guntram Gärtner darf aber mit der Teamleistung trotzdem sehr zufrieden sein. 10 Matches gewonnen und nur eine verloren, eben gegen den neuen Meister. Das kann sich sehen lassen. Im Bild der Wettkampf Hohenems 1 - Dornbirn 2 (rechts Emilian Hofer -remis gegen Heinz Grabher, dahinter David Uhlmann, dem gegen Enno Proyer eine starke Konterpartie gelang).

Die Abstiegsfrage ist geklärt. Bregenz 2 schickte Sonneberg mit einem hohen 4,5 : 1,5 in den Keller, zusammen mit dem punktelosen SK Nenzing.

In der A-Klasse katapultierte sich Hohenems 2 mit einem 4,5 : 1,5 noch vor bis auf den dritten Rang. Meister Feldkirch vor Rankweil. Die beiden Teams steigen in die Vorarlbergliga auf.

Mit einem Erfolgserlebnis beendete Hohenems 3 die Meisterschaft in der B-Klasse Oberland. Hohenems 4 musste sich dem neuen Meister und Aufsteiger in die A-Klasse Frastanz geschlagen geben.

Vorarlbergliga

A-Klasse

B-Klasse Unterland

B-Klasse Oberland

Ein negativer Höhepunkt bildete dann die Absage der Team-Blitzlandesmeisterschaft. Hohenems hatte selber maßgeblichen Anteil daran, insgesamt gab es nur drei Nennungen. Zuwenige für eine sinnvolle Landesmeisterschaft. Damit steht auch das Konzept der gemeinsamen Schlussrunde zur Disposition. So sehr die Veranstaltung bei den heimischen Schachfans auch beliebt ist, für nur eine Runde ist der Aufwand kaum vertretbar.

Parallel zum Bundesligafinale fand im benachbarten Kufstein das von Schach-ohne-Grenzen erstmals veranstaltete Sechsländerturnier der Frauen statt. Der Osten mit den Bundesländern Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Burgenland war dabei Vorbild und Ideengeber. Diese vier Bundesländer werden in Kürze ihr fünfundzwanzigstes Länderturnier durchführen. Ina und Christin Anker haben sich für die West- bzw. Alpenregion noch ehrgeizigere Ziele gesetzt. Mit Tirol, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg, Bayern und Südtirol ist der neue Bewerb international konzipiert und umfasst zwei Teams mehr. Eine Idee die zu begeistern weiß. Es ist zu hoffen, dass dem neuen Bewerb ein ebenso langes Leben beschieden ist, wie dem großen Vorbild in der Osthälfte Österreichs.

Das Auswahlteam Südtirols musste die Teilnahme kurzfristig absagen und wurde durch ein zweites Tiroler Team ersetzt. Vorarlbergs starke Auswahl mit Julia Novkovic, Annika Fröwis, Helene Mira und Sylivia Karner (SK Hohenems) setzte sich bei der Premiere des neuen Bewerbs klar mit 5 Mannschaftssiegen und dem Matchpunktemaximum von 10 durch. Zweiter wurde Tirol vor Bayern. Sylvia steuerte 2,5 von 5 möglichen Punkten bei. Sylvia Karner hat in den 90-er Jahren zwei Mal die Österreichische Mädchenmeisterschaft gewonnen und ist erst vor 1,5 Jahren nach sehr langer schachlicher Abstinenz wieder zum Schachsport zurückgekehrt. Sie ist auch als Gastspielerin im Kader des erfolgreichen Dornbirner Frauenbundesligateams. Am Mittwoch kommender Woche tritt sie zur Wahl der Vorarlberger Frauenreferentin bei den Neuwahlen des Verbandsvorstandes an.

Bild von links nach rechts: Ina Anker (Schach ohne Grenzen), Julia Novkovic und Annika Fröwis (SK Dornbirn), Sylvia Karner (SK Hohenems), Helene Mira (SK Bregenz) und Christin Anker (Schach ohne Grenzen).

Ergebnisse Frauenvergleichskampf 2016