Vier Ligen mit 24 Sechserteams (VBG-Liga und A-Klasse) sowie 27 Vierteams (B-Klassen Oberland und Unterland), somit knapp 250 Spielerinnen und Spieler trafen sich vergangenen Freitag zur gemeinsamen Schlussrunde im KOM Altach. Hohenems 1 mit Captain Guntram Gärtner durfte sich dabei als glänzender Meister präsentieren. Auch die letzte Runde wurde deutlich gewonnen. Fazit: besser geht es nicht: 11 Runden, 22 Match- und 51 von 66 möglichen Brettpunkten.

Hohenems 2 konnte seine letzte Chance auf den Klassenerhalt gegen ein entschlossenes Team aus Hörbranz nicht nutzen und wird in der neuen Saison wieder in der A-Klasse antreten. Durch die überraschende Niederlage von Götzis gegen Sonneberg rutschte das Team um Captain Reinhard Kuntner noch auf den letzten Platz ab.

Eine Schlussrundenniederlage setzte es auch für Hohenems 3 mit Captain Stefan Huchler gegen Dornbirn 4. Auf Grund der gleichzeitigen Niederlage von Dornbirn 6 gegen Bregenz 5 reichte es in der Schlussabrechnung aber gerade noch für Rang 6 welcher die Qualifikation für die landesweite B-Klasse neu bedeutete. Ab der Saison 2018/19 wird eine neue landesweite C-Klasse gebildet werden. Bei mehr als 14 Teams wird diese in zwei Divisionen geteilt. Schlusstabellen 2017/18 aller Ligen:

Vorarlberg-Liga

A-Klasse

B-Klasse Oberland

B-Klasse Unterland

 

Die Aufstellung von Hohenems 1 in der Schlussrunde: IM Thomas Henrichs auf Brett 1, dahinter fünf Spieler aus drei Generationen die alle aus der eigenen Jugend stammen, Benjamin Kienböck (11 Jahre) wird da in den verschiedenen Altersklassen auch noch einige Jahre verbringen. Benjamin (im Bild ganz rechts) spielt auf Brett 6 mit den schwarzen Steinen gerade seine Partie gegen die zwei Jahre jüngere Dornbírner Nachwuchshoffnung Viktor Guba. Die Partie endete remis, Hohenems gewann das Match gegen Dornbirn 4,5 : 1,5. Emilian Hofer auf Brett 2 und Julian Kranzl auf Brett 3 sind eben erst dem Jugendalter entwachsen. Die beiden waren mit 17,5 Punkten aus 20 Partien stabile Punkteproduzenten über die gesamte Saison. Julian Kranzl war mit 10 Punkten aus 11 Partien überhaupt der beste Spieler der Liga. Emilian Hofer stand ihm mit 7,5 aus 9 ohne Niederlage kaum nach und war nach IM Henryk Dobosz (Bregenz, 9 aus 10) drittbester Einzelspieler der VBG-Liga. DI Robert Sandholzer und Dr. Philipp Lins auf Brett 4 und 5 stammen aus der ersten großen Hohenemser Jugendinitiative der Neunzigerjahre.

Fast wäre von diesem Team das gleiche zu berichten, wie über das Hohenemser Westligateam, aber eben nur fast. 15 von 16 Spielern des Kaders kamen auch hier im Laufe der Meisterschaft zum Einsatz. Einzig IM Georg Fröwis, in vielen Ligen in Österreich, der Schweiz und Deutschland engagiert, schaffte es diesmal kein einziges Mal ans Brett. Je 9 Mal spielten Captain Guntram Gärtner und Philipp Lins, beide mit deutlich positive Ergebnis. Vier Spieler behielten im Laufe der Saison eine lupenreine Weste und erzielten 100 %: Yasin Chennaoui mit 5/5, David Uhlmann und Olga Kurapova mit 2/2 sowie Sandro Schmid mit 1/1.

Das Meisterteam 2017/18 flankiert von Landesspielleiter Ing. Albert Baumberger (ganz links) und Präsident Dr. Philipp Längle (ganz rechts):

Von links nach rechts: IM Thomas Henrichs Julian Kranzl, Duke Kreutzmann, Emilian Hofer, Yasin Chennaoui, IM Guntram Gärtner, Philipp Lins

Für Hohenems 2 hat es nicht gereicht. Fünf Matchpunkte reichten am Ende sogar nur zum letzten Platz. In den Runden 10 und 11 gegen Götzis und Hörbranz waren zwei Matchbälle vorhanden, die wir allerdings klar nicht nutzen konnten. Beide Mitbewerber waren selber in akuter Abstiegsgefahr und sind mit entsprechender Entschlossenheit an die Sache herangegangen. In der Hand gehabt haben wir es vor allem in den Runden 2 und 3 gegen Feldkirch und Rankweil. Beide Matches gingen unglücklich 2,5 : 3,5 verloren. Ein Comeback nach vielen Jahren gab Renato Frick und in der Abschlussrunde gelang ihm auch ein schöner Sieg gegen den Hörbranzer Siegmar Götz. Topscorer der Mannschaft war Andreas Kezic mit 5 Punkten aus 9 Partien. Sergiy Yakovlyev erreichte mit 2/2 100%, Benjamin Kienböck, Duke Kreutzmann, Olga Kurapova und Sylvia Karner erreichten je 50%. Bei genauerem Hinschauen fällt auf, dass die Generation 60plus mit insgesamt 6,5 Punkten aus 29 Partien (22 %) noch Luft nach oben gehabt hätte. Auch wenn das Rad der Zeit nicht zurückzudrehen ist, wir versprechen: wir kommen wieder. 60plus tut es dann vielleicht gut auf den etwas gemütlicheren Sesseln 4 bis 6 Platz zu nehmen :-).

Bild: auf der rechten Seite vorne auf Brett1 Renato Frick, Brett 2 Wilfried Spiegel, Brett 3 (nicht im Bild) Duke Kreutzmann, Brett 4 Yasin Channaoui, Brett 5 Olga Kurapova, Brett 6 (nicht im Bild) Andreas Kezic

Hohenems 3 hatte heuer sogar 12 Runden zu absolvieren. Licht und Schatten wechselten sich dabei ab und so hat der solide Mittelfeldplatz 6 sicher seine Berechtigung. Wichtig ist, dass dieser Platz gehalten werden konnte, da er nach der B-Klasse Neugliederung in B und C Klassen den verbleib in der B-Klasse bedeutet. Solide 4,5 bzw. 4 Punkte furs Team steuerten Kurt Kaufmann, Sergiy Yakovlyev und Mag. Stefn Huchler bei. Stark aufgezeigt haben aber schon unsere Schuler Lukas Marte mit 1,5/2, Nicolas Wohlgenannt (1,5/3) und vor allem Samuel Kienböck mit 3/3 und somit 100 %. Insgesamt kamen in dieser Mannschaft 10 Spieler zum Einsatz.

Bild Hohenems 3: Brett 1 (ganz rechts) Kurt Kaufmann, Brett 2: Sergiy Yakovlyev, Brett 3: Nicolas Wohlgenannt, Brett 4: Helmut Cyris