Parallel zum Bundesligafinale fand im benachbarten Kufstein das von Schach-ohne-Grenzen erstmals veranstaltete Sechsländerturnier der Frauen statt. Der Osten mit den Bundesländern Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Burgenland war dabei Vorbild und Ideengeber. Diese vier Bundesländer werden in Kürze ihr fünfundzwanzigstes Länderturnier durchführen. Ina und Christin Anker haben sich für die West- bzw. Alpenregion noch ehrgeizigere Ziele gesetzt. Mit Tirol, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg, Bayern und Südtirol ist der neue Bewerb international konzipiert und umfasst zwei Teams mehr. Eine Idee die zu begeistern weiß. Es ist zu hoffen, dass dem neuen Bewerb ein ebenso langes Leben beschieden ist, wie dem großen Vorbild in der Osthälfte Österreichs.

Das Auswahlteam Südtirols musste die Teilnahme kurzfristig absagen und wurde durch ein zweites Tiroler Team ersetzt. Vorarlbergs starke Auswahl mit Julia Novkovic, Annika Fröwis, Helene Mira und Sylivia Karner (SK Hohenems) setzte sich bei der Premiere des neuen Bewerbs klar mit 5 Mannschaftssiegen und dem Matchpunktemaximum von 10 durch. Zweiter wurde Tirol vor Bayern. Sylvia steuerte 2,5 von 5 möglichen Punkten bei. Sylvia Karner hat in den 90-er Jahren zwei Mal die Österreichische Mädchenmeisterschaft gewonnen und ist erst vor 1,5 Jahren nach sehr langer schachlicher Abstinenz wieder zum Schachsport zurückgekehrt. Sie ist auch als Gastspielerin im Kader des erfolgreichen Dornbirner Frauenbundesligateams. Am Mittwoch kommender Woche tritt sie zur Wahl der Vorarlberger Frauenreferentin bei den Neuwahlen des Verbandsvorstandes an.

Bild von links nach rechts: Ina Anker (Schach ohne Grenzen), Julia Novkovic und Annika Fröwis (SK Dornbirn), Sylvia Karner (SK Hohenems), Helene Mira (SK Bregenz) und Christin Anker (Schach ohne Grenzen).

Ergebnisse Frauenvergleichskampf 2016