Die Freitagrunde endete zunächst mit einer weiteren Ernüchterung. Nach zwischenzeitlicher Führung durch Dmitry Atlas und zwei, drei eher optimistisch zu beurteilenden Stellungen schien der Wettkampf gegen Kufstein/Wörgl ganz in unserem Sinn zu verlaufen. Selbst als Matthias' Partie verloren ging und die besseren Stellungen doch nur Remis endeten (Zwischenstand 2,5 : 2,5) gab es keinen Grund zu Pessimismus. Georg Fröwis hatte ein Springerendspiel mit Mehrbauer erreicht mit zumindest leichtem Vorteil. Im Bestreben diesen kleinen Vorteil zu nutzen überzog Georg die Stellung und zum Entsetzen des gesamten Teams standen wir am Ende wieder mit leeren Händen da. Es war das vierte 2,5 : 3,5 in sechs Runden und zum vierten Mal war es völlig unnötig.

Ab diesem Zeitpunkt zeigte die Mannschaft dann aber große Moral. Am Samstag bekam das erstmals mit GM Egor Krivoborodov angetretene Team des ASK Salzburg den angestauten Frust zu spüren. Georg, Marco, Matthias und Dmitry streiften den vollen Punkt ein, Guntram remisierte ein weiteres Mal und nur Robert konnte die Stellung nicht halten. 4,5 : 1,5 in einem wichtigen Kellerduell. 

Ein weiterer bisher glücklos agierender, doch gefährlicher Gegner wartete dann am Sonntag zum Abschluss: das Gastgeberteam von Völs/HAK/HAS. Der Wettkampf war eine exakte Kopie des Vortags. Dmitry landete seinen dritten Treffer und konnte somit mit 100 % die Heimreise antreten. Georg (Bild) gewann eine einseitige Partie gegen den deutschen IM Patrick Zelbel, womit das Westliga-Wochenende für Vorarlbergs derzeit einzigen Nationalteamspieler doch noch positiv endete. Matthias hat nach den ersten sechs problematischen Runden zu seiner alten Stärke zurückgefunden und die zweite Partie in Serie gewonnen. Marco setzte sich mit Schwarz gegen seinen früheren Rosenheimer Klubkollegen Maximilian Berchtenbreiter durch und erzielte sehr gute 2,5/3. Guntram fand nach nicht ganz zufriedenstellender Eröffnungsbehandlung doch noch den Weg in den sicheren Remishafen und Robert ging so wie am Vortag im Endspiel dann doch noch die Puste aus. Für die Mannschaft hatte das keine Folgen. Der abermalige 4,5 : 1,5 Sieg sicherte in der zweigeteilten Tabelle die Tabellenführung innerhalb des unteren Sechserblocks.

Auch der obere Sechserblock wird trotz der Niederlage gegen Zillertal von einer Vorarlberger Mannschaft angeführt. Bregenz hat den ersten Matchball um den Bundesligaaufstieg nicht nutzen können und mit Zillertal und Rum zwei hartnäckige Verfolger im Rücken. Dennoch bleiben die Bodenseestädter erste Favoriten auf den Titelgewinn. Dornbirn hat sich in Völs trotz virusbedingter Schwächung ebenfalls 4 Matchpunkte geholt und sich im oberen Sechserblock fest verankert. Glänzend agierte dabei Enno Proyer mit 3 aus 3.

Götzis gelang der wichtige Pflichtsieg gegen Pradl womit der Klassenerhalt fast schon gesichert ist. Völs/HAK/HAS, ASK und Pradl werden nur mehr sehr schwer von den Rängen 10 - 12 wegkommen. Nachdem es heuer aus der Westliga nur zwei Absteiger geben wird, kann sich bei den Schlussrunden in Salzburg vom 4. - 6. März 2016 eine der drei Mannschaften noch retten.

Mit Leon Nussbaumer war im Team von Pradl ein weiterer Hohenemser im Einsatz. Leon gewann gegen Felix Ausserer (Dornbirn) und remisierte gegen Armin Kranz (Götzis).

2. Bundesliga-West 2015/16